Otto Group will 85 Millionen in eigene Start-ups investieren

Die Otto Group setzt weiter gezielt auf das Digitalgeschäft und hat nun 85 Millionen Euro für Start-ups aus den eigenen Reihen bereitgestellt. Pro Jahr sollen in der internen Firmenschmiede Otto Group Digital Solutions (OGDS) zwei bis drei neue Geschäftsmodelle mit dem Fokus auf Logistik, E-Commerce und Fintech entstehen. Als strategische Säule im Konzern soll sich die OGDS dabei auf die Neugründung von handelsnahen Start-ups konzentrieren, um die digitale Zukunft der Hamburger aktiv mitzugestalten. 

Blick auf die Konzernzentrale in Hamburg. - Otto Group

Die bisherigen Neugründungen der OGDS haben sich demnach inzwischen zu etablierten Playern am freien Markt entwickelt, die vor allem Handels- und Finanzunternehmen einen Mehrwert entlang ihrer Wertschöpfungskette bieten: So bilde "CollectAI" die Zukunft des digitalen Forderungswesens ab. Seit Gründung in 2016 hat das Fintech als erster digitaler End-to-End Anbieter insgesamt Forderungen im Volumen von 40 Millionen Euro mit Hilfe der AI-basierten Technologie bearbeitet. 

Betrügerische Aktivitäten bei Bestell- und Bezahlprozessen im Internet deckt "Risk Ident" mit seiner inhouse-entwickelten Machine-Learning-Software in Echtzeit auf und sicherte alleine im Vorjahr Transaktionen im zweistelligen Milliardenbereich ab.
 
Eine Full-Service-Lösung für den grenzüberschreitenden E-Commerce bietet BorderGuru, das mittlerweile zur Hermes Group gehört, und in 2017 Unternehmensangaben zufolge einen Jahresumsatz von 10 Millionen Euro erzielte.

"Wir lösen die Herausforderungen der digitalen Transformation mit den Vorteilen eines Startups und der Anbindung an die strategischen Assets der Otto Group. Dieses Modell verschafft uns einen klaren Wettbewerbsvorteil. Anders als externe Startups können wir die Vorteile der Konzernstruktur nutzen, unsere Ideen trotzdem schnell testen und das Wachstum unserer Gründungen immens beschleunigen", sagt Paul Jozefak, Geschäftsführer der Otto Group Digital Solutions und von Liquid Labs.

"Mit der Fokussierung auf eigene Gründungen setzen wir klar auf Innovationen für unser Kerngeschäft statt auf schnelle Rendite. Mit unseren Startups treiben wir nicht nur die eigene Digitalisierung voran, sondern liefern auch dem Markt digitale Zukunftslösungen", sagt Dr. Rainer Hillebrand, Konzern-Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce, Business Intelligence und stellvertretender Vorstandsvorsitzender. 

Mit dem bereitgestellten Budget und der strategischen Fokussierung auf das Company Building will die Otto Group den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und ihn zum festen Bestandteil der Digitalstrategie entwickeln.

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