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Outdoor by Ispo: Ein ruhiger Start für die erste Ausgabe

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 01.07.2019
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Die erste Ausgabe der Fachmesse Outdoor by ISPO hat ehrgeizige Pläne, und auch die Erwartungen sind hoch. Vom Sonntag, den 30. Juni bis Mittwoch, den 3. Juli, präsentieren über 1.000 auf Sport- und Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung spezialisierte Marken auf dem Münchner Messegelände ihre Frühjahr/Sommer 2020-Neuheiten.

Outdoor by Ispo hat am Sonntag einen ruhigen Start hingelegt.


Die bayerische Landeshauptstadt ist ein beliebtes Ziel für die Sportindustrie, denn hier findet die von der Messe München organisierte Winter-ISPO statt. Bis zum vergangenen Jahr fand die Sommerausgabe jedoch in Friedrichshafen am Bodensee statt. Die Lage war nicht die am einfachsten zu erreichende, aber bei Branchenspezialisten sehr beliebt.

Unstimmigkeiten zwischen den Veranstaltern in Friedrichshafen und der Messe München führten dazu, dass diese noch im Frühherbst eine konkurrierende Veranstaltung organisiert wird.

Viele Besucher haben allerdings ihren Besuch ausgesetzt. Einige von ihnen, weil sie der Meinung sind, dass der Standort München nicht der Identität der Branche entspricht. Doch die Mehrheit der Besucher, so die Aussteller gegenüber FashionNetwork.com, zog es vor, sich nach einer sehr heiklen Saison auf den Verkauf ihrer Bestände zu konzentrieren. Vor allem viele Einzelhändler aus Italien und Großbritannien blieben der Münchener Messe fern.

Trotz der hohen Besucherzahlen in den Bereichen Schuhe und Kleingeräte war die Mehrheit der neun Hallen des Messegeländes am ersten Tag der Veranstaltung eher ruhig, insbesondere der Bereich für Camping-Ausrüstung. Und die überwältigende Hitze war kein Anreiz für die Besucher, die Außenbereiche zu erkunden.

In Halle C6 ermöglicht ein kleines Becken das Testen von Kajaks - FNW


Dennoch wurden die ehrgeizigen Pläne der Messe München am Eröffnungstag von Klaus Dittrich, dem Chef des Veranstaltungsortes, und Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group, dem institutionellen Organ der Branche, bekräftigt. "Wir müssen über den Tellerrand hinausblicken", betonte Dittrich und fügte hinzu: "Wir haben Raum, mit urbanen Marken zu wachsen. Marken, die noch nie in den Outdoor-Bereich vorgedrungen sind, wie Billabong und Element." Dazu zählen auch Marken wie Danner und Topo Designs. Das Urban-Angebot fand am ersten Tag jedoch wenig Beachtung.

Der europäische Outdoor-Markt ist im vergangenen Jahr um 1 % gesunken - EOG


Natürlich ist es ein lobenswertes Ziel, die Attraktivität des Sektors zu erhöhen. Der X Industry-Bereich der Veranstaltung setzt sich beispielsweise für die Schaffung neuer Verbindungen zwischen Marken, Händlern und Anbietern innovativer In-Store- und Digital-Lösungen ein.

Diese Offenheit zu schaffen, ist mehr als eine Option, es wird zu einer Notwendigkeit. Nach den Zahlen der European Outdoor Group  stottert die dynamische Entwicklung der Sportbranche. Im Jahr 2018 sank der Umsatz des Outdoor-Sektors um 1 % auf 5,81 Milliarden Euro, davon 2,91 Milliarden Euro für Bekleidung und 1,69 Milliarden Euro für Schuhe. Gemessen an der Stückzahl verkaufte die Industrie 222 Millionen Produkte, davon die Hälfte Bekleidung.

Die Absatzmengen des Outdoor-Marktes im Jahr 2018 - EOG


Die Akteure der Branche müssen daher Wachstumstreiber finden und die Chancen der digitalen Tools nutzen. Aber auch durch die Gewinnung von Kunden und Vertriebsnetzen, die keine erfahrenen Outdoor-Enthusiasten sind. Für einige eine echte kulturelle Veränderung.

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Tags :
Sport
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