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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.10.2021
Lesedauer
4 Minuten
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OVS setzt auf Nachhaltigkeit und Diversifizierung, um ein höheres Marktsegment zu erobern

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.10.2021

OVS schlägt ein neues Kapitel auf, das sich durch eine stärkere Finanzkraft auszeichnet. Das italienische Bekleidungsunternehmen setzt seine internationale Expansion mit der Eröffnung von 16 Läden in Frankreich fort. Die im niedrigen Preissegment tätige Marke will ein höheres Segment erobern. Dafür setzt OVS auf Qualität und öffnet sich für andere Marken und kreative Talente. Dies sieht der von CEO Stefano Beraldo am Dienstag in Mailand enthüllte Fahrplan vor.


CEO Stefano Berlado - OVS


Das Unternehmen emittierte sogenannte Green Bonds in Höhe von EUR 200 Millionen. Die Erlöse dieser "grünen" Anleihen werden für die Finanzierung nachhaltiger Umweltprojekte verwendet. In diesem Rahmen verkündete der CEO an einer Wirtschaftspresse-Konferenz, dass dies der Beginn einer neuen Ära für OVS symbolisiere. Mit den neuen Mitteln, die kurz nach der Aufstockung des Kapitals um EUR 81 Millionen aufgenommen wurden, kann das Unternehmen seine Schulden abbauen und mit den Banken einige Bedingungen neu verhandeln, um seine Geschäftstätigkeit mit einem soliden finanziellen Rückgrat in Angriff nehmen zu können.

"Damit wird ein Kreis geschlossen. Nach 15 Jahren der Finanzierung durch typische Private-Equity-Gesellschaften, wie sie durch die beiden Fonds vorgegeben wurden, die OVS durch ein Leveraged Buy-Out übernahmen, dürfte dieses Jahr das erste Jahr sein, in dem wir ein normales Management erreichen", sagte Stefano Beraldo unter Verweis darauf, dass der Konzern "fast EUR 1,2 Milliarden ausgegeben hat, um seine Schulden bei diesen Private-Equity-Unternehmen und den Banken zu tilgen, wobei wir in dieser Zeit jedes Jahr weitere EUR 50 bis 60 Millionen in das Unternehmen investierten".

Das zeigt, wie gut OVS finanziell aufgestellt ist. Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von EUR 599,2 Millionen (+59,5 Prozent im Jahresvergleich) und einen Nettogewinn von EUR 13 Millionen. 2019 beteiligte sich der mittel- bis langfristige Investor Tamburi Investment Partners (TIP) am Kapital des Unternehmens, er ist mit 25 Prozent der Anteil der Hauptaktionär neben der Geschäftsleitung (1 Prozent), die verbleibenden Anteile werden an der Mailänder Börse gehandelt. Wie der CEO erklärte, ist es OVS gelungen, zu Vor-Pandemie-Werten zurückzukehren, "und EUR 400 Millionen Verluste aufgrund von Corona aufzufangen". Weiter betonte Berlado, dass "OVS seinem Anteil am italienischen Bekleidungsmarkt innerhalb von 12 Monaten, mitten in der Krise, von 8,1 Prozent auf 9 Prozent ausbaute". In der Kindermode beträgt der Anteil 20 Prozent.

Dies ist das Ergebnis einer seit mehreren Jahren verfolgten Strategie, die eine "Verbesserung des Produkts, Investitionen in die Verkaufsstellen, eine solide nachhaltige Ausrichtung und die Aufnahme neuer Marken mit unterschiedlichen preislichen Positionierungen" vorsieht, so der CEO. Insbesondere übernahm der Konzern vor zwei Jahren die zeitlos elegante Menswear-Marke Massimo Piombo, deren Gründer und Designer seit 2019 auch das Designteam von OVS leitet.

Mit hochwertigen klassischen und eleganten Kleidern aus edlen Stoffen und Wolle, deren Preise fast mit denjenigen von OVS vergleichbar sind und lediglich bei teureren Stücken wie Mäntel, Anzüge und Jacketts 10 Prozent darüber liegen, ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Die Marke wird nun in den meisten OVS-Läden in den Fokus gerückt und wurde vor Kurzem um eine Massimo Piombo-Damenlinie erweitert.


Ein Massimo Piombo-Cornershop bei OVS - OVS


"Diese Kleidungsstücke sind dafür gemacht, im Laufe der Zeit zu bestehen. Man kann uns nicht vorwerfen, Fast Fashion zu machen", erklärt Stefano Beraldo dezidiert. Der CEO verkündete zudem stolz, dass OVS im Fashion Transparency Index der NGO Fashion Revolution in diesem Jahr auf dem ersten Platz landete. Begründet wurde die Wahl mit den Codes, die für jedes Produkt den Namen des Produzenten, den Wasserverbrauch sowie die während der Herstellung erzeugten CO2-Emissionen und seine Wiederverwertbarkeit angeben.

Das Unternehmen setzt sich seit mehreren Jahren für eine nachhaltigere Produktion, Logistik und Rohstoffverwendung ein und versucht, seinen Umwelt-Fußabdruck aktiv zu verringern. In diesem Bestreben veränderte OVS sein Geschäftsmodell. "Wir setzen den Fokus stärker auf Produktqualität. Wir haben Fasern eingeführt, die wir früher nicht verwendeten, wie Kaschmir. Wir kaufen viel weniger und haben auch die Anzahl Produkte, die in letzter Minute hergestellt werden, reduziert", erklärt der Manager weiter. Die niedrigen Preise könne das Unternehmen durch die Auswahl günstigerer Rohstoffe und die Senkung seiner Margen dennoch beibehalten.

Zusätzlich zu den Marken OVS und Massimo Piombo sowie die Mädchenkollektion Baby Angel, öffnet sich die Gruppe für weitere Marken, um das Angebot zu diversifizieren und weiter zu segmentieren. "In den vergangenen Jahren ist OVS eine Marke geworden, aber auch ein Multibrand-Unternehmen, das sich für verschiedene Stilrichtungen, Alterskategorien und Kundenerwartungen öffnet. Dadurch können wir neue Kunden gewinnen. Mit Massimo Piombo erreichen wir beispielsweise Männer und Frauen von 28 bis 40 Jahren", bestätigt Beraldo.

"Wir haben mit unserem Online-Shop begonnen. Wir öffneten ihn für ikonische internationale Marken, die in Italien über keine große Präsenz verfügen, wie Gap. Aber auch für andere Talente, so die Pariser Designerin Nina Kendosa, die von Anfang an in Cornerstores in unseren Läden auf ein positives Echo stieß. Dazu kommen die englische Marke Apricot London und das Schweizer Label Tally Weijl".

Den Partnermarken werden verschiedene Zusammenarbeitsmodelle angeboten, wie der klassische Weiterverkauf, aber je nach Struktur der ausgewählten Marken auch Lizenzen. Bevor die Produkte in die Läden kommen, werden sie meist im OVS-Onlineshop getestet. Dieser verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs einen Umsatzanstieg um 30 Prozent, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 gar um 77 Prozent.

Der Konzern baut zudem auch sein physisches Netzwerk weiter aus, besonders in kleinen Provinzstädten. Er verfügt über 800 Verkaufsstellen in Italien und 400 im Ausland. 80 bis 90 davon wurden 2021 eröffnet.

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