PVH nimmt Hilfigers Asiengeschäft selbst in die Hand



Erstaunliches Momentum in China: Tommy Hilfiger ist eine der am schnellsten wachsenden Modemarken im Reich der Mitte
Der US-Konzern PVH Corp., zu dem u.a. auch Calvin Klein oder Arrow gehören, hat offiziell bereit erklärt, die verbleibenden Anteile des chinesischen Tommy Hilfiger Joint Ventures TH Asia Ltd. zu übernehmen. Der Kaufpreis für die ausstehenden Anteile (55%) wird sich voraussichtlich auf 172 Mio. Euro belaufen. Die Transaktion soll Anfang des zweiten Quartals 2016 abgeschlossen werden. Verkäufer ist ein Fonds des Finanzinvestors Apax Partners, der das JV gemeinsam mit PVH im Zuge der Übernahme des Hilfiger-Geschäfts durch PVH in 2010 gegründet hatte und mit dem Deal nun endgültig die letzten Hilfinger-Bande kappt. Weitere Anteilseigner sind Silas Chou und indirekt auch Mitglieder des damaligen Hilfiger-Managements wie der damalige CEO und Chairman Fred Gehring, Daniel Grieder (früherer Europa-Chef und aktueller CEO) und der Designer Tommy Hilfiger.
Seit 2012 hat sich das China-Geschäft nach der Übernahme vom damaligen Lizenznehmer seit 2012 hervorragend entwickelt: Die Umsätze verdoppelten sich innerhalb von drei Jahren auf voraussichtlich 140 Mio. Euro. Die Zahl der Stores stieg auf 350, wovon 65 in Eigenregie betrieben werden. Tommy Hilfiger gilt laut Richard Zhang, Apax Equity Partner Heaf of Greater China, eine „der am schnellsten wachsende und höchst profitable Modemarke“ am Markt.
Tommy-CEO Daniel Grieder will den aktuellen Hype der Marke für einen weiteren deutlichen Ausbau des China-Geschäfts nutzen: Geplant sind ein vergrößertes Angebot von Hilfiger Produktlinien, ein verbesserter Markenauftritt und die Eröffnung weiterer eigener und Franchise-Stores. Gleichzeitig könnte der Kontrollgewinn bei Tommy Hilfiger auch das Calvin Klein-Geschäft in der Region vorantreiben.

© Fabeau All rights reserved.

Mode - Prêt-à-PorterBusiness
NEWSLETTER ABONNIEREN