Paco Rabanne: Paco neu verpackt

So respektiert man die DNA einer Marke. Von Anbeginn an verfolgte das Haus eine bestimmte Zukunftsvision, die auf neuartigen Materialien wie Metall basierte. Damals, als die Zukunft das Coolste war, was man sich vorstellen konnte.

Paco Rabanne, Herbst/Winter 2018 - Pixelformula

Das ist es, was Julien Dossena in der optimistischen, schneidigen und klimpernden Kollektion respektierte, die er am Donnerstagnachmittag im Grand Palais für das Haus präsentierte.
 
Sein Ausgangspunkt: ein wundervolles Foto von Paco Rabanne, dem Gründer des Hauses, der mit einem Hammer und einem Meißel in den Händen, Stahlstücke aus einer riesigen Metallplatte herausschlug, die er in einem sexy Cocktailkleid aus Stahl verwendete.
 
"Ich liebte die Tatsache, dass er ein Handwerker und Designer war. Er liebte es, Kleider zu machen und Mode mit bloßen Händen neu zu erfinden. Aber natürlich wollte ich Paco Rabanne in den Materialien von heute schaffen", sagte Dossena hinter den Kulissen.
 
So benutzte er statt schwerem Stahl metallische Pailletten, Silberdollar oder glänzende goldene Plastikscheiben. Klimpernd liefen die Models nicht einfach nur durch das Grand Palais, sie stolzierten. Man konnte spüren, dass sie das, was sie trugen, genossen. Die Kleidung war freizügig und doch ermächtigend. Die Kraft, zu verführen, ohne jemals billig auszusehen, ein Effekt, der durch den cleveren Einsatz einer coolen jungen Besetzung noch verstärkt wurde.
 
Nehmen Sie den Eröffnungslook, getragen von Lily Stewart aus Los Angeles, Tochter des großen Charakterdarstellers DW Moffat und klassische Cellistin in ihrer Freizeit. Sie sah atemberaubend aus in einem durchsichtigen Kettenkleid, das sich in Miniatur-Stahlrosetten verwandelte, die über einem schwarzen Trägerhemd getragen wurden. Oder die Teenagerin Nilaya Bal, die ihr Debüt in einem pfiffigen Trenchcoat gab.
 
"Ich wollte eine gewisse Kostbarkeit. Aber aus unseren eigenen Materialien gemischt mit einer klassischen Garderobe", erklärt Dossena.
 
Kobaltfarbene Pailletten-Cocktailkleider unter Mini-Boleros aus Kunstpelz; solide beige Argyle-Pullover mit Metallösen zusammengehalten; Platinscheiben-Cocktailkleider unter weißen Herrenhemden getragen. Sie alle hatten das gewisse Etwas.
 
Alles nahm Bezug auf den Gründer, aber irgendwie sah nichts davon alt aus. Eine Hommage, aber eine sehr angesagte, von einem jungen Designer, der sein Metier versteht.

Übersetzt von Felicia Enderes

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