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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.11.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Pandora plant keine dauerhaften Filialschließungen

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.11.2020

Der Schmuckkonzern Pandora verspürt die Folgen des durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Konjunkturrückgangs, doch sollen in seinem 2700 Läden umfassenden Vertriebsnetzwerk keine Verkaufsstellen definitiv geschlossen bleiben. 


Pandora


In einem Interview erklärte CEO Alexander Lacik, dass die Mitarbeitenden weiterhin ihren Lohn erhalten werden und dass das Unternehmen einen "deutlichen Umsatzrückgang" verkraften könne, bevor es zu Maßnahmen wie Ladenschließungen greifen müsse.

Wie Alexander Lacik im Gespräch mit BBC erzählte, waren am Höhepunkt der Pandemie 80 Prozent der 2700 Läden geschlossen, doch die Angestellten wurden in dieser Zeit vom Unternehmen weiter bezahlt – auch die 28‘000 Mitarbeitenden, die vorübergehend nicht arbeiten konnten.

Er geht davon aus, dass aufgrund der zweiten Welle in Europa gegenwärtig rund 18 Prozent der Läden von einem Öffnungsverbot betroffen sind. Dies schadet dem Umsatz in der für das Unternehmen sehr wichtigen Weihnachtssaison.

Dennoch hält Pandora an seiner Marketingkampagne für die Festtage fest und macht TV-Werbung. In Großbritannien sind die Verkaufsstellen zwar geschlossen, doch durch die Werbespots werden die Kunden an den Onlinestore verwiesen.

Der Online-Umsatz von Pandora stieg im laufenden Jahr sprunghaft an, im dritten Quartal um ganze 89 Prozent. Insgesamt machte der Onlinehandel 21 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Alexander Lacik betonte jedoch, dass die physischen Verkaufsstellen "weiterhin ein wichtiges Standbein der Branche darstellen", da die Kunden eine "nahtlose" Einkaufserfahrung suchen, sei es nun on- oder offline.

Die Läden seien insgesamt "sehr rentabel", so der CEO, das Unternehmen habe denn auch hohe Investitionen in die Einkaufserfahrung in den Läden getätigt.

Weiter erklärte Lacik, dass das Unternehmen in Regionen, in denen physische Läden geschlossen werden mussten, auch ein Rückgang im Onlinehandel verzeichnete. "Eine Kombination von On- und Offline. Das scheint optimal zu sein", erklärte er.

Eine Woche vor dem Interview veröffentlichte das Unternehmen die Ergebnisse des dritten Quartals. Im Berichtszeitraum verzeichnete Pandora zwar einen Anstieg im Onlinehandel, doch insgesamt ergab sich ein Umsatzrückgang um 2 Prozent. Das Ergebnis fiel dennoch deutlich besser aus als der in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs erwirtschaftete Rückgang um 20 Prozent. Das organische Wachstum ging im dritten Quartal um 5 Prozent zurück, der Umsatz sank auf DKK 4,07 Milliarden (EUR 546 Millionen). Die Bruttomarge verschlechterte sich von 78,6 Prozent auf 78,1 Prozent.

Das vierte Quartal habe mit derselben Dynamik begonnen, die bereits in der zweiten Hälfte des dritten Quartals verzeichnet wurde: Im Oktober verbesserte sich der Umsatz um 8 Prozent.

Doch veröffentlichte das Unternehmen keine neue Prognosen, da die aktuellen Ladenschließungen und die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie dies verunmöglichten.

Die Leistung im dritten Quartal sei "ein guter Indikator für den anhaltenden Turnaround, wobei fünf der sieben Schlüsselmärkte trotz Corona ein positives Wachstum verzeichnen. Diese Leistung zeigt, dass die Programme NOW-Maßnahmen die Besucherfrequenz und das Engagement stärken. Die neue Organisation mit ihrer globalen Merchandising-Struktur und dem Austausch von Best Practices stützte eine Verbesserung der Umwandlungsraten sowohl on- als auch offline".

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