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Panorama-Besuch vom Sofa oder Schreibtisch aus

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
today 05.11.2015
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Panorama Berlin Digital: Ein Messerundgang ohne Stress
Die Panorama Berlin launcht zur kommenden Herbst/Winterausgabe erstmals eine digitale Version der Messe.

Digital, aber real!

Es handelt sich dabei nicht um eine B2B-Order-Plattform wie sie bereits andere Modemessen initiiert haben, sondern um die Möglichkeit das gesamte Messeareal nach dem 21. Januar für ein weiteres halbes Jahr (ähnlich wie Google Streetview) in einem hochauflösenden 360°-Film am Bildschirm zu besuchen, um die dort gezeigten Marken-Präsentationen zu sichten. Die Modemesse arbeitet dafür mit einem Tech-Partner zusammen, der die Möglichkeiten der 3D-Kartierung so weiterentwickelt und verbessert hat, so dass ein „ruckelfreier Rundgang“ möglich ist. Durch klickbare Point-of-Interests an den Ständen werden registrierte Besucher mit weiteren Informationen zur Marke, wie etwa Imagefilme, Lookbooks oder Kontaktdaten versorgt. Mit Panorama Berlin Digital schafft die Berliner Messe als erste Modemesse weltweit eine ganzjährige individuell begeh- und erlebbare Fashion Trade Show.

Win-Win-Win für alle

Panorama-CEO Jörg Wichmann ist überzeugt, dass die neue Möglichkeit eines virtuellen Rundgangs das gesamte Messegeschäft revolutionieren wird. Gleichzeitig bietet die Digitalversion für alle Seiten einen bislang nicht genutzten Mehrwert. Besucher erhalten die Chance, die Messe nochmals ohne Stress oder Termindruck abzuarbeiten. Vor allem internationale Einkäufer, die den Berlin-Besuch bislang -aus welchen Gründen auch immer- gescheut haben, können die Messe vom Schreibtisch aus besuchen und sich vielleicht doch für einen physischen Besuch entscheiden. „Das wirkt sich auch auf die Internationalität unserer Besucherstruktur aus -und ist gut für den Modestandort Berlin“, sagt Wichmann. Um gezielt diese Einkäufer und Händler anzusprechen, wird die Panorama Digital auch zwischen den Saisons international beworben. Für Aussteller bietet der neue Service die Möglichkeit, gezielt Neukunden zu gewinnen und Investitionsentscheidungen für bestimmte Auslandsmärkte zu treffen, wenn es dort nachvollziehbar genug Interesse gibt. Gleichzeitig ist die digitale Verlängerung der Messe ein Ansporn, den eigenen Messeauftritt möglichst innovativ zu inszenieren, denn das Investment zahlt sich nicht nur für drei, sondern 180 Tage aus. Bei einigen von den bereits von Wichmann informierten Ausstellern sorgte die Ankündigung „für Staunen“. Auch einige Händler signalisierten bereits, dass sie froh sind, dass sie durch die digitale Version in der neuen Saison alle Hallen besuchen können.

Eine Messe 24/7, 365 Tage im Jahr

Wichmann ist überzeugt, dass man „die Macht der neuen digitalen Welt nicht verteufeln, sondern sich zu nutze machen sollte“. Heute wird erwartet, dass Marken 24 Stunden am Tag ein Markenerlebnis bieten. „Daran orientieren wir uns, auch wenn Panorama Berlin Digital eine reine B2B-Plattform ist. Wir werden uns dieser Herausforderung stellen und unseren Fachbesuchern 24 Stunden an 7 Tagen pro Woche zur Verfügung stehen und so Einkäufern und Ausstellern weltweit einen Mehrwert verschaffen“, so Wichmann. Er denkt visionär und könnte sich langfristig auch vorstellen, die B2B-Version mit Beginn jeder neuen Ordersaison auch gegenüber Endkunden zu öffnen, wenn es für Handel und Aussteller einen Mehrwert schafft.

Neue Strukturen, neue Ideen, neue Marken

Besucher, egal ob sie die Panorama jetzt vor Ort oder am Screen besuchen, können sich auf eine spannende Messe freuen. Die Veranstalter haben die Hallenstruktur noch einmal überarbeitet und den Wünschen des Einzelhandels angepasst. Insbesondere das erweiterte, auf Kleinteiligkeit ausgelegte Nova Concept in einer der historischen Hallen der Messe Berlin wird viele Händler inspirieren. Nicht nur das gezeigte Portfolio, sondern auch die Präsentationsideen, die mit renommierten Innenarchitekten und Künstlern erarbeitet wurden und ein geringes Quadratmeterinvestment erfordern, sind laut Wichmann „absolut sehenswert“. Neben der neuen Schuh- & Accessoires-Halle (rund 3.000 qm) wurde das Segment „Young Fashion“ in Halle 5 deutlich erweitert. Ein interessanter Neuzugang ist hier bspw. Tally Weijl, die jetzt auch in den Wholesale eintreten will. Der schon immer stark nachgefragte Bereich Pronto mit dem erfolgreichen Trio Please, Imperial und Dixie und Marken wie Berna oder eksept wurde in einer eigenen Halle 6 untergebracht. Wie gehabt finden sich in Halle 4 die gehobene Contemporary Womenswear mit Marc Cain, Luisa Cerano, Riani, Princess goes to Hollywood oder Marc Aurel, aber auch Premium-Menswear wie von Roy Robson. Halle 3 ist jetzt Spielfeld für Denim- und Outdoormarken wie Mustang, PME Legend, camel active und DreiMaster. Halle 2 bildet den Casual Classics-Bereich mit Marken wie Ouí, Sandwich, Margittes, Mac, Alberto, Gardeur, Olymp und Bugatti ab. Halle 1 nimmt mit Brands wie Cartoon, Aaiko, Inwear oder (neu dabei) Comma das Segment „Modern Woman“ in den Fokus.

© Fabeau All rights reserved.

Tags :
Schuhe
Messen