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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
20.06.2021
Lesedauer
3 Minuten
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Paris bringt Herrenmode mit physischen Shows zurück auf die Laufstege

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
20.06.2021

Dank der Wiederaufnahme der Aktivitäten und der Beschleunigung der Impfkampagnen kehrt auch in der Mode allmählich wieder ein gewisses Maß an Normalität ein. Das zeigen die kommenden Menswear Fashion Weeks für die Sommersaison, bei der eine Reihe von physischen Veranstaltungen auf dem Plan stehen, nachdem die vergangene Saison gänzlich virtuell stattfand. Nach Mailand, wo drei physische Schauen geplant sind, kündigt Paris ein Herrenmodeprogramm für Frühjahr/Sommer 2022 an, das sechs Laufstegschauen in Anwesenheit von Gästen vorsieht. Darüber hinaus wird Jacquemus am 30. Juni in der Nähe der Hauptstadt eine Show inszenieren.

Nach dieser letzten physischen Menswear-Show im Januar 2020 feiert Hermes ein Comeback auf dem Laufsteg - © PixelFormula


Letzterer hat sein Laufsteg-Comeback mit einer Coed-Show außerhalb des offiziellen Kalenders des französischen Mode- und Haute-Couture-Verbandes angekündigt und präsentiert eine Kollektion, die direkt käuflich zu erwerben sein wird. Das Ziel "ist es, die Dynamik zwischen unserer Präsentation und der Verfügbarkeit der Produkte aufrechtzuerhalten. Uns erscheint diese Art, Dinge zu tun, relevanter und realistischer", sagte Jacquemus in einer kurzen Mitteilung und wies auch darauf hin, dass es nun beabsichtigt, "weniger saisonal" zu sein. Die Show wird dem Label die Möglichkeit geben, einen "Übergang zu einem anpassungsfähigeren, moderneren und flexibleren Ansatz" zu vollziehen.

Unter dem Titel "La Montagne" wird die neue Kollektion von Simon Porte Jacquemus, von der einige Teile bereits auf dem Instagram-Account des Labels enthüllt wurden, an einem noch nicht genannten Ort in der Nähe von Paris präsentiert. Ähnlich wie bei der letzten Show des Labels, die im Juli 2020 in einem Weizenfeld im Tal der Oise, nordwestlich von Paris, stattfand.

Der offiziellen Menswear-Kalender umfasst 72 Marken, von denen 39 auf dem Show-Programm stehen. Obwohl noch einige große Namen fehlen – wie Saint Laurent, das am 14. Juli in Venedig auftreten wird, Givenchy, Comme des Garçons, Junya Watanabe, Balenciaga oder Ami, das am 3. Juli eine Online-Show geplant hat – kann das Programm der Paris Fashion Week mit vielen anderen Hochkarätern aufwarten: Louis Vuitton, Issey Miyake, Lanvin, Yohji Yamamoto, Jil Sander, Dries Van Noten, Walter Van Beirendonck, Paul Smith, JW Anderson, Lemaire, Thom Browne, Y/Project und Vetements.

Dior Homme und Hermès werden jeweils am Freitag, den 25. Juni, und Samstag, den 26. Juni, physische Schauen abhalten. Die vier anderen Labels, die Laufstegshows planen, sind LGN Louis-Gabriel Nouchi am 24. Juni, Officine Générale am 25. Juni, Casablanca am 26. Juni und Bluemarble, das eine Präsentation am Mittwoch, den 23. Juni abhalten wird.

Mit Ausnahme einiger weniger Veranstaltungen, die nur für geladene Gäste zugänglich sind, werden die meisten Kollektionen wie in den vergangenen Saisons über Online-Videos auf der Website des Verbandes präsentiert. Unter den Neuzugängen bei der diesjährigen Paris Fashion Week Men's Juni-Ausgabe befindet sich Courrèges, das seine Rückkehr zur Menswear feiert. Die Herrenlinie des französischen Labels wurde 1973 lanciert und 1986 mit Ausnahme einiger Lizenzartikel wieder eingestellt. Nicolas Di Felice, der neue Kreativdirektor von Courrèges, hat zu diesem Anlass eine Capsule Collection entworfen, die am 23. Juni vorgestellt wird.

Accessoires aus der "La Montagne"-Kollektion von Jacquemus, zu sehen auf dem Instagram-Account des Labels


Vier weitere Labels, die ihr Debüt in Paris geben, stehen ebenfalls auf dem Präsentationskalender. Das erste ist Georges Wendell, eine alte, nahezu unbekannte Marke aus dem Pariser Stadtteil Sentier, die mitten in der Pandemie von Pierre Kaczmarek, dem jungen Designer, der Afterhomework gegründet hat, übernommen und relauncht wurde. Das Label Mr. Saturday wurde 2017 in Toronto vom autodidaktischen Designer Joey Gollish gegründet, der dank des kanadischen Inkubators HXOUSE bekannt wurde. Als Musikfan lässt sich Gollish von der Clubkultur der 70er und 80er Jahre inspirieren.

Gravalot wurde von dem in Nigeria geborenen Designer Onye Anuna gegründet, als er 2014 von Lagos nach London zog. Seine Herrenbekleidungsmarke, die auf Kunsthandwerker und nachhaltige Praktiken setzt, will "ein Ausdruck der Black Culture" mit einem zeitgenössischen afrikanischen Stil sein. Jan-Jan Van Essche ist ein belgischer Designer, der seinen Abschluss an der Akademie der Schönen Künste in Antwerpen gemacht hat. Er gründete 2010 sein eigenes Label mit einer Vorliebe für Minimalismus, großzügige Volumen und luxuriöse Materialien.

Nach der Herrenmode ist die Pariser Haute Couture Woche an der Reihe. Diese findet vom 5. bis 8. Juli statt und präsentiert acht physische Laufstegshows, von Dior, Azzaro Couture, Chanel, Giorgio Armani Privé, Balenciaga, Jean Paul Gaultier, Zuhair Murad und Vaishali S.

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