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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
28.09.2022
Lesedauer
5 Minuten
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Paris Fashion Week: Courrèges, 3.Paradis, Koché und Undercover

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
28.09.2022

Die Pariser Modewoche steht ganz im Zeichen unabhängiger Designer, wie Christelle Kocher bei Koché, Emeric Tchatchoua bei 3.Paradis und Jun Takahashi bei Undercover. Die beste Show lieferte allerdings Nicolas Di Felice für Courrèges, das sich im Besitz des Luxusimperiums der Familie Pinault befindet.

Courrèges: Vorwärts in Richtung Zukunft


Courrèges



Regen und Sand gab es am Mittwoch bei Courrèges reichlich, als Nicolas Di Felice mit einer raffinierten Show einen subtilen Richtungswechsel vollzog.

Di Felice entfernte sich von den vertrauten Codes des Hauses mit AC-Logo, synthetischem Kunstleder, Vinyl und Retro-Futurismus und präsentierte seine Show ganz in Weiß – mit übergroßen Herrenhemden, die zu Kleidern umfunktioniert wurden, knappen Cocktailkleidern und stacheligen Westen über Röhrenjeans.

Die Show fand in einer komplett weißen Kulisse im Norden von Paris statt, wobei die gesamte Besetzung um einen Sandkreis mit einem Durchmesser von 10 Metern herumlief. Viele von ihnen waren barfuß oder trugen sogar ihre Sling Backs oder skulpturalen Booties in der Hand.

Ein gutes Drittel der Models trug Jacken, die über die Schultern gehängt waren und von inneren Riemen gehalten wurden. Bella Hadid hatte ihre gesprenkelte Jeansjacke um die Hüften gebunden.

Vor allem die Details waren exzellent: silberne Metallfäustlinge, Röcke mit baumelnden Stoffspangen, eine ganze Reihe von Schlaghosen, die mit Nieten an der Beininnenseite oder zahlreichen Ösen versehen waren. Dazu voluminöse Jacken mit den übergroßen Taschen, die André Courrèges, der sein Haus 1961 gründete, so sehr liebte.

Das Tolle an dieser Kollektion war, dass es ihr gelang, hypermodern und sehr Courrèges-mäßig auszusehen, ohne in eine klischeehafte Verwendung der DNA der Marke zurückzufallen. Darüber hinaus wird ein Großteil der Kleidung inzwischen aus weitaus umweltfreundlicherem Vinyl aus recyceltem Polyurethan auf Biobasis hergestellt.

Kein Wunder, dass der beliebte Di Felice eine Minute Applaus erntete und zahlreiche Redakteure hinter die Bühne strömten, um ihm zu gratulieren. Allen voran ein strahlender Francois-Henri Pinault, CEO des Luxusriesen Kering. Das Investmentvehikel seiner Familie, Artemis, erwarb 2018 100 % von Courrèges.

Nach der heutigen beeindruckenden Vorstellung von Nicholas Di Felice scheint sich die Investition mehr als gelohnt zu haben.

3.Paradis: Poesie und Gebäck


3.Paradis



Die aus Quebec stammende Marke 3.Paradis wurde 2013 von Emeric Tchatchoua gegründet und zeichnet sich durch Streetwear von fast couturehafter Eleganz aus. In dieser Saison hat das Label seine erste Damenkollektion vorgestellt.

Mit einer Mischung aus japanischer Streetwear, Pariser Chic und afrikanischer Ikonografie präsentierte 3.Paradis seine Show in der Avenue de l'Opéra, genauer gesagt im Café von Cedric Grommet, dem Superstar der französischen Pâtisserie, der dafür bekannt ist, Schokolade mit Airbrush zu bearbeiten, um die Textur von Obst und Gemüse nachzuahmen.

En petit comité, wie die Franzosen sagen, wurden vor einem erlesenen Publikum von kaum 40 Personen kleine Teller serviert, darunter etwas, das wie ein Karotten-Spinat-Törtchen aussah, in Wirklichkeit aber köstliches Gebäck war. 

Um den poetischen Ansatz von Tchatchoua zu unterstreichen, war praktisch jeder Look mit einer Taube versehen. Entweder als Spitzenbesatz an mehrlagigen Flamenco-Röcken oder als Aufdruck, der über Röcken und Trenchcoats schwebte, oder sogar als Makramee in knappen Sommerkleidern.

Eine echte lebende Taube flatterte sogar auf der Hand eines Models, das wiederum ein Spitzenkleid mit Taubenmuster trug.

Auch die Herren kleidete Emeric in dieser Coed-Show in ähnliche Spitzenjeans und -Jeansjacken sowie in blaue Smokings mit Taubenmuster.

"Harmonische Einheit und kollektive Hoffnung: ein Paradies wurde geboren, das einen sicheren Hafen darstellt, um all diese Begriffe zu diskutieren", erinnert der Designer in seinem Programmhinweis.

"Unsere Absicht war es schon immer, aus einer forschenden Haltung heraus zu entwerfen und die Welt um uns herum als Inspiration zu nutzen. Wenn ich nach außen schaue, sind Frauen ein Spiegelbild des Lebens, Frauen verdienen das 'paradis'", fügte Tchatchoua hinzu.

Koché: Von Hoodies und Sonnenuntergängen


Koché



Bei Koché treffen in dieser Saison Technologie und Mode aufeinander, denn die Designerin Christelle Kocher hat für ihre neueste Kollektion mit Google zusammengearbeitet.

Tatsächlich interargierten die Looks miteinander, indem sich die in das Kleidungsstück eingewebten LEDs einschalteten, als sich die Models – der eine im Sweatshirt, die andere im gefiederten Minikleid – einander näherkamen.

Die Show fand in der ehemaligen Pariser Börse statt, in der ein riesiger Bildschirm angebracht war, der seinerseits mit den Looks der Show in Dialog trat. Auf dem Monitor erschien eine unsichtbare Hand, die schrieb: "Träumen Kapuzenpullis von schönen Sonnenuntergängen?"

"Ein Dialog mit der Wissenschaft und wie die Technologie uns verbinden kann. Keine offensichtliche Vision mit futuristischer Kleidung. Ich wollte keine Verbindung zur virtuellen Welt herstellen, sondern eine Verbindung zur Realität. Mit Hilfe der Google-Technologie, die wir in die Kleidungsstücke eingewebt haben, und einem Radar, das die Kleidung auf die Bewegungen der Models reagieren ließ", erklärte Kocher nach der Show.

In ihrem Nebenjob bei Chanel ist sie für drei Abteilungen zuständig: Federn, gestickte Blumen und Plisseestoffe. Daher kam auch Virginie Viard, die Kreativdirektorin von Chanel, um die Kollektion zu bestaunen.

Kocher verbindet Streetstyle gekonnt mit einem urbanen Couture-Gefühl, indem sie veganes Leder und Denim miteinander kombiniert. Drapierungen lassen die Silhouette dabei besonders weich erscheinen.

Undercover: Down Abbey in Uptown Paris




Underground



Anklänge an Landhäuser und sanfte Bälle der 1920er Jahre durchzogen die neueste Kollektion von Undercover, die bisher damenhafteste von Jun Takahashi.

In der amerikanischen Kathedrale in der noblen Avenue George V. präsentierte sich der revolutionärer Designer Takahashi überraschend zurückhaltend.

Zu sehen gab es schlichte Smoking-Hemden mit Perlenketten, die über maskulinen Safarihosen mit vielen Falten getragen wurden, oder eine Herrenweste mit nur einer Schulter.

Wie für Undercover typisch, war die dekonstruierte Schneiderei das Hauptthema. So wurden schön geschnittene zitronengelbe oder blassgraue Hosenanzüge ein halbes Dutzend Mal aufgeschlitzt und die Löcher mit Gaze verziert.  

Ihren Höhepunkt erreichte die Show mit vier bauschigen emu-förmigen Ballkleidern aus dichtem rotem Chiffon, limonenfarbener oder blauer Metallic-Seide oder, zum Abschluss, in Beige mit aufgesetzten Narzissen aus Stoff.

Vielleicht nicht die großartigste Kollektion, die Takahashi je entworfen hat, aber dennoch ein eleganter Auftritt.
  

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