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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.01.2022
Lesedauer
5 Minuten
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Paris Fashion Week, Tag 2: Bianca Saunders, Hed Mayner, AMI und Acne Studios

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.01.2022

"Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler" – das Shakespeare’sche Zitat ist selten zutreffender als in der Mode und ganz besonders am Mittwoch an der Paris Fashion Week Men‘s.

Unter den 16 Schauen, Präsentationen und Videos bot ein eklektisches Quartett aus einer Britin, einem Israeli, einem Franzosen und einem Schweden viel Stoff zum Nachdenken. Hier lässt FashionNetwork.com die Highlights des Tages Revue passieren.

BIANCA SAUNDERS




Bianca Saunders - Herbst/Winter 2022 - Menswear - Paris - © PixelFormula


Wird Bianca Saunders der neue Platzhirsch der Menswear? Ihrem Laufstegdebüt in Paris nach zu urteilen dürfte sie sich in ihrem Métier tatsächlich zu einer einflussreichen Stimme entwickeln. Saunders entwirft Kleider, die auf den ersten Blick täuschend einfach wirken. Ihre Schnitte sind subtil und die Falten und Abnäher werden überraschend und mit Zurückhaltung eingesetzt.

Im vergangenen Jahr schnappte sich Saunders den renommierten ANDAM-Preis, der in der Vergangenheit unter anderem Martin Margiela und Iris Van Herpen verliehen wurde. Dies, obwohl sie nur ein paar Präsentationen und keine Laufstegshow organisiert hatte. Somit war die Spannung groß, als ihre ersten Looks im Palais de Tokyo zu sehen waren. Die Designerin zeigte ihre Kollektion in einem Raum, der in etwa so groß ist wie der Backstage-Bereich anderer Marken.

Die Designerin arbeitet mit wenigen Prints und auch sonst wirkte die Kollektion zurückhaltend. Dennoch hatten die Entwürfe etwas ganz Besonderes. Mit versetzen Säumen, aufgesetzten Taschen, die in Mänteln zu verschwinden schienen und Falten, die neuartig schienen.

Ein Großteil der Kollektion war in Jeansstoffen gehalten, mit leicht schrägen Nähten. Die meisten Entwürfe wirkten leicht überdimensioniert, doch stets ausgewogen. Ein Jeans-Look mit knopfloser Jacke und passenden Hosen war wirklich großartig. Auch ein schlankes Outfit aus Indigo-Denim sah ziemlich perfekt aus, sowie eine Oversized-Hemdjacke mit Reißverschluss vorne. Alle brachten ihre unaufdringliche und dennoch auf den ersten Blick erkennbare DNA zum Ausdruck.

Pullover mit Falten auf der Brust, superelegante und dennoch lockere Chesterfields aus Donegal-Tweed, Lederjacken mit Vorderleiste und großartig geschnittene Anzüge mit dezenten Einschnitten wirkten alle sehr souverän. Und die wenigen computergenerierten Grafikprints waren ebenfalls aussagekräftig und fühlten sich genau richtig an.

HED MAYNER




Hed Mayner - Herbst/Winter 2022 - Menswear - Paris - © PixelFormula


Grandiose Volumen mit Schmelz bot Hed Mayner, der smarte israelische Designer, der 2019 im Rahmen des LVMH-Preises mit dem allerersten Karl Lagerfeld-Preis ausgezeichnet wurde.

Aufgrund der Pandemie enthüllte Hed seine Winterkollektion 2022 mit einem Video, das im Centre National de la Danse in Paris gedreht worden war. Ein großartiges Statement avantgardistischer Schneiderkultur mit bemerkenswerter Oberbekleidung. Seit Mayner vor vier Jahren sein Debüt in Paris gab, machte er sich einen Namen für seine schroffen Volumen und riesigen Silhouetten, mit denen er Balenciaga in nichts nachsteht.

Mayner ist sein eigener Herr und hat eine ganz besondere Vorstellung des Schneiderns, ganz besonders in dieser Kollektion. Die Entwürfe wurden in Rumänien und weiter im Norden bis nach Litauen produziert.

“Wir haben bei klassischen Schnitten begonnen, die sehr steif sind, und nahmen nach und nach die Polster weg, bis wir zu diesem Tuch-Look gelangten. Dadurch änderte sich die ganze Silhouette und die Stimmung", so der Designer, der in Tel Aviv arbeitet.

Nur 28 Looks, ohne redundante Elemente, die in fabelhaften Matelassé-Tuchmänteln mit Bergblumen-Prints im Liberty-Stil gipfelten – für einen sanften, verblassten Bohemienne-Look.

Mayner arbeitete auch mit Macintosh zusammen und präsentierte eine raffinierte Reihe voluminöser Parkas, Mäntel und XL-Umhänge mit den gummierten Geweben der britischen Marke. Für die Zukunft ist eine eigene Capsule Collection der beiden kreativen Partner zu erwarten.

Dazu viel Strick, dicke Pullover mit Zopfmuster, Schalpullover und Wollhelme – alle mit vielen Löchern und abgenutztem Saum.

Und mehrere weibliche Models im Videos waren in Boyfriend-Mänteln und -Jacken zu sehen – für einen extracharmanten Touch, während im Hintergrund der Song " In Every Dream Home a Heartache" von Meister-Crooner Bryan Ferry erklang.

Sehr passend für die löchrige Kollektion eines Designers mit einer einzigartigen Vision.
 

AMI



 


Die Vorzeichen vor der AMI-Show am Mittwoch im ehemaligen Börsengebäude, der Bourse de Paris, waren zwar vielversprechend: Eine Schar französischer Schauspielerinnen und Rapper saß in der ersten Reihe und beobachtete die coolen Models der alten Garde – von Edie Campbell bis hin zu Isabelle Adjani. Vor den Türen erhofften sich Hunderte von Fans, Instagram-würdige Fotos zu erhaschen.

Doch blieb die Muse in dieser Kollektion mehrheitlich still – die Entwürfe waren oft Retro und ein bisschen zu vorhersehbar. Trotzdem gab es haufenweise kommerzielle Kleider – von den umfangreichen Übermänteln bis hin zu Hahnentritt-Cabans. Kaum überraschend, hat doch AMI-Gründer und Designer Alexandre Mattiussi den Finger am Puls der Mode. Sein starker Einsatz von Tagesleuchtfarben auf pinkfarbenen Tuxedos und limettengrünen Blazern fühlte sich zudem sehr erfrischend an.

Doch viel zu oft griffen die Kleider französische Vorstellungen des guten Geschmacks der 90er auf. Wäre uns gesagt worden, dass diese Herrenkleider – die langen grauen Flanell-Anzüge oder weißen Wollparkas –von Dominique Morlotti oder Patrick Lavoix für Dior oder Lanvin entworfen worden seien, oder die Entwürfe für Damen – trübe Ponyfell-Mäntel und XL-Trenchcoats mit Gepardenprint – stammten von Saint Laurent, als Yves schon im hohen Alter war – wir hätten es auf Anhieb geglaubt.

Die absurde Inszenierung war der Show auch nicht zuträglich, der Großteil der Gäste befand sich in dunklen Gängen, die um ein riesiges Atrium organisiert waren. Leider ein klassisches Beispiel für eine sinnlose Laufstegproduktion.

Angesichts Mattiussis geballter Ladung an überzeugenden Kollektionen in jüngster Vergangenheit dürfte es sich bei dieser Show nur um einen vorübergehenden Rückschlag handeln. Alexandres Fähigkeit, den Zeitgeist zu entschlüsseln und sein Sinn für Modetheater sind in der kommenden Saison bestimmt wieder mit von der Partie.

ACNE STUDIOS




Acne Studios Herbst/Winter 2022


Bei Acne Studios gab es weder Show noch Video – und dennoch reichlich neue Ideen vom bedeutendsten Designer und der einflussreichsten Marke Skandinaviens.

Riesige d’Artagnan-Stiefel gekreuzt mit irrwitzigen Watstiefeln, Bikerjacken mit skulpturalen Verzierungen, Lappland-Wanderstiefel für Clubbing-Nächte im Winter und einige großartige zerknitterte Lederblazer und Mäntel mit kontrastierenden Knöpfen in Pastellfarben – und das war lediglich die Leder-Auswahl.

Wilde und verrückte paillettenbesetzte Hemden mit aufgenähtem Topflappen-Gewebe, ein richtiges Durcheinander, das grandios aussah. Gezeigt wurden die Entwürfe im Espace Commines im Marais-Viertel im Herzen von Paris. Hier organisierte Helmut Lang vor einem Vierteljahrhundert seine größten Shows.

Bemalte Häkel-Mützen und Handschuhe, zusammengewürfelte Looks mit silbernen Club-Hemden und zerknitterte sommerliche Trenchcoats zeugten von Kreativdesigner Jonny Johanssons explosiver Vorstellungskraft. Wer braucht ein Video, wenn der Designer so frische Ideen liefert?
 

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