Paris startet diesen Dienstag als Leader in die Men’s Fashion Week

Nachdem die Anzahl der Shows in London und Mailand zurückgegangen ist, setzt die französische Hauptstadt ein Zeichen gegen die rückläufige Präsentation reiner Herrenmode zugunsten gemischter Laufstege. Paris enthüllt seine Menswear-Kollektionen für den Herbst-Winter 2018-19 vom Dienstag, 16. Januar bis Sonntag, 21. Januar.

Ausdrucksstarke Herrenmode kehrt nach Paris zurück, wie hier von Louis Vuitton. - © PixelFormula

Das Programm umfasst 55 Modenschauen, gegenüber 52 Modenschauen im vergangenen Juni, an denen unter anderem Valentino, Rick Owens, Louis Vuitton, Yohji Yamamoto, Dior Homme, Hermès und Lanvin teilnehmen werden. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Präsentationen. Balenciaga hingegen wird nicht teilnehmen.

Genau wie Givenchy, das bereits in der vergangenen Saison abwesend war und im Oktober letzten Jahres seine Herrenkollektion gemeinsam mit seiner Damenkollektion vorführte, wählte das Haus der Kering-Gruppe das gemischte Showformat im März, um seine Winterkollektionen zu präsentieren. Dennoch wird die Marke im Januar ihre allererste Herren-Vorkollektion enthüllen. Was den künstlerischen Leiter Demna Gvasalia betrifft, so wird er diese Woche auch in Paris anwesend sein.

Der Designer wird es nicht versäumen, die mit Spannung erwartete Modenschau seines Labels Vetements zu einem Event zu machen. Vorerst im offiziellen Kalender angekündigt, muss die Show letztendlich abseits der schönen Stadtviertel der Lichterstadt stattfinden.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Rückkehr auf den Laufsteg von Maison Margiela, das seit Juni 2016 keine Herren-Runway-Show mehr zeigte. Die Erwartungen an diese Show, die Gelegenheit bietet, die allererste Herrenkollektion von John Galliano zu entdecken, sind hoch.

Die Show des Labels Vetements, das sich seit einem Jahr nicht mehr auf dem Laufsteg gezeigt hat, wird mit Spannung erwartet. - © PixelFormula

Im Übrigen teilen sich die großen Häuser die Aufmerksamkeit mit aufstrebenden Talenten und anderen aufkommenden Modestars.

Neben Martin Margiela kehrt in dieser Wintersaison auch die schwedische Marke Acne Studios auf die Pariser Laufstege zurück. Ebenso wie Vetements und Virgil Ablohs Label Off-White, das sich im Juni letzten Jahres bei der Pitti Uomo auf dem Laufsteg präsentierte.

Eine weitere Neuheit ist die Ankunft von Dunhill London in Paris, dem englischen Label, das jetzt von dem Designer Mark Weston, dem ehemaligen Senior Vice President of Menswear bei Burberry, geleitet wird. Die Kollektion wird am letzten Tag, Sonntag, 21. Januar, enthüllt.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch neuen Namen mit drei jungen Marken mit sehr unterschiedlichem Hintergrund. Palomo Spain wird die Tänze am Dienstag 16. um 18 Uhr eröffnen. Das Label, das 2015 vom Spanier Alejandro Gomez Palomo, einem Absolventen des London College of Fashion, gegründet wurde, stellt eine Garderobe mit femininer Ästhetik vor.

Am selben Tag wird GmbH, eine Streetwear- und Workwear-Marke eines  Berliner Kollektivs unter der Leitung des Künstlers und Fotografen Benjamin Alexander Huseby und des in der Türkei geborenen deutschen Designers Serhat Isik, zu sehen sein.

Palomo Spain, Frühjahr-Sommer 2018 - © PixelFormula

Am Donnerstag, den 18. um 20 Uhr, ist das Pariser Label Nïuku im urbanen androgynen Stil mit der Show "retro futur" an der Reihe. Die Marke, die 2014 von Lenny Guerrier, der sich für Vintage-Kultur begeistert, und dem jungen Modedesigner Kadjahdjah ins Leben gerufen wurde, zeigt sich zeitlos und verbindet Recycling mit Kreativität.

Paris verspricht des Weiteren eine kreative Aufbruchstimmung mit neun neuen Marken, die zum ersten Mal in Erscheinung treten. Darunter der Franzose Arthur Avellano, der Kanadier Nicolas Andreas Taralis aus Paris und der Japaner Ambush, Undercover sowie Takahiromiyashita the Soloist, wobei die letzten beiden gerade erst aus Florenz eingetroffen sind, wo sie sich bei der Pitti Uomo zeigten.

Ebenfalls auf dem Plan stehen Amiri, gegründet in Los Angeles von Mike Amiri, Myar, lanciert von dem Italiener Andrea Rosso (Sohn des Diesel-Gründers), Sadak des serbischen Schöpfers Sasa Kovacevic mit Sitz in Berlin, und Designerin Yang Li mit Sitz in London.

Hinzu kommen die zahllosen parallelen Veranstaltungen und Feiern, die Paris erstrahlen lassen werden.

Übersetzt von Felicia Enderes

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