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Paris weiht das Zeitalter der digitalen Couture ein

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
06.07.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Ab Montag werden in Paris die neuen Haute Couture-Kollektionen der Modehäuser enthüllt – für viele Modefans verkörpern sie die höchste kreative Ausdrucksform der Mode. Die Veranstaltung in der größten Modehauptstadt der Welt findet zum ersten Mal in rein digitaler Form statt.


Iris Van Herpen Haute Couture Frühjahr/Sommer 2020- FashionNetwork.com


Die Coronavirus-Pandemie verunmöglicht die Veranstaltung von Live-Schauen. Viele Events finden weit von Paris entfernt statt und auch das Bildmaterial wurde nicht in der Modehauptstadt gedreht. Da sich zahlreiche Couturiers während des Lockdowns in ihren Häusern weit ab von Paris aufhielten, dürften ihre Kollektionen auf diese Entfernung Bezug nehmen. Im Gespräch mit verschiedenen Couturiers wird zudem klar, dass viele davon nicht damit rechnen, allzu viele Kleider zu enthüllen.

Am Montag zeigt Christian Dior um 14.30 Uhr die jüngsten Ideen der römischstämmigen Modeschöpferin Maria Grazia Chiuri. Das Label hat dafür beim italienischen Regisseur Matteo Garrone einen 12-minütigen Film in Auftrag gegeben – Garrone erhielt 2018 für sein Werk Dogman eine Palme d’Or in Cannes. Der Dior-Modefilm wurde in der Ewigen Stadt gedreht, wo Maria Grazia Chiuri während des Lockdowns arbeitete.

Valentino schließt die Veranstaltung mit einer Erklärung zu seiner jüngsten Kollektion, die 13 Tage später im Rahmen einer Live-Show in den Cinecittà Studios in Rom gezeigt wird.

Unmittelbar davor spielt die angesagte französische Couturière Julie de Libran ein fünfminütiges Video des grandiosen DJs und Sound Architects Frédéric Sanchez ab. Darin erzählt sie, wie sie sich die Entwicklung ihrer Marke in den kommenden Saisons vorstellt. Julie de Libran zeigt mit Verweis auf die Pandemie keine neuen Modelle, nutzt aber das Video, um ihre kreative Methode zu erläutern.

Auch bei Ralph & Russo plant Couture-Star Tamara Ralph keine Live Performance. Die Designerin, die während des Lockdowns in ihrer Villa in Cannes an neuen Entwürfen arbeitete, wird ihre neue Kollektion mit einer Mischung aus Zeichnungen – ein Rückblick auf ihre Anfänge, als sie Kunden Entwürfe auf Sketch-Basis verkaufte –Probemodellen für die Saison und Technologie präsentieren. Mehrere neue Looks werden zudem vom ersten maßgeschneiderten Avatar der Marke – Hauli – getragen.



Raph & Russo Haute Couture Frühjahr/Sommer 2020 - FashionNetwork.com



Auch die chinesische Couturière Guo Pei hat eine Videosequenz aufgenommen – zur Feier ihrer 10. Jubiläumsshow als geladener Gast der Pariser Saison. Ihr Film führt durch ihre Kollektion und hebt die jüngsten Ideen hervor – gezeigt an echten Models.

Ungeachtet der Coronavirus-Pandemie ist das Programm der Fedération de la Haute Couture et de la Mode, die die Pariser Modesaisons überblickt, dicht gedrängt: Von Montag bis Mittwoch stehen 33 Shows mit den Herbst-/Winterkollektionen 2020/2021 auf dem Programm.

Wie immer bei den Haute Couture-Schauen profitieren andere wichtige Marken von der Veranstaltung. Darunter auch das Modehaus Hermès, das seine Menswear-Show am Sonntag, 5. Juli um 14.00 Uhr angesetzt hat, obwohl gleich nach den Haute Couture-Schauen die Pariser Menswearschauen stattfinden. Diese sind vom 9. bis 13. Juli geplant. Hermès will wichtigen Redakteuren am selben Morgen Gebäck zustellen lassen, und verweist auf Pâtisserie Pret-à-Porter.

Wie bereits berichtet plant Balmain am Sonntagabend eine Kreuzfahrt auf der Seine, mit klassischen Archivlooks und Ideen des aktuellen Kreativdirektors des Hauses, Olivier Rousteing.

Wichtige Modehäuser wie Chanel und Schiaparelli nehmen an der Veranstaltung teil, aber auch trendorientierte Label wie Maison Margiela, Iris van Herpen und Ronald van der Kemp und klassische Modernisten wie  Giambattista Valli, Elie Saab und Stephane Rolland.

Dennoch verzichten mehrere bedeutende Marken auf eine Teilnahme. Giorgio Armani wird erstmals seit über 10 Jahren fehlen und auch das Label Givenchy, das vor Kurzem Matthew Williams zum neuen Designer gemacht hat, bleibt der Veranstaltung fern. Jean Paul Gaultiers Plan, Guest Designer einzuladen, um Couture-Entwürfe zu produzieren, wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf den kommenden Januar verschoben. Den Auftakt macht Chitose Abe von Sacai.

Als Zeichen der anhaltenden Anziehungskraft der Pariser Saison stammen fast 50 Prozent der Häuser, die in dieser Saison zu sehen sind, nicht aus Frankreich.

Möge die virtuelle Couture beginnen.

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