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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.07.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Pariser Couture-Woche startet mit drei Prêt-à-Porter-Schauen und einer Gartenparty

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.07.2022

Offiziell beginnt die Pariser Haute Couture-Woche am Montag, doch ließen es sich Paco Rabanne, Patou und Alaïa nicht nehmen, am Sonntagabend im Vorfeld der Veranstaltung ihre höchst gelungenen Schauen zu enthüllen.

Alle drei zeigten Prêt-à-Porter – kantig, elegisch und ermächtigend. Und alle drei verströmten dieselbe selbstsichere stilistische Eleganz, die man nur in Paris antrifft. Wie bei der stilvollen Gartenparty, die Delvaux am Sonntag im Palais Royal organisierte. Während die Gäste Champagner nippten oder sich das Trendgetränk des Sommers – Gin Bash – gönnten, ging die Sonne über dem berühmten Garten unter. Unweit davon befindet sich der Pariser Flagship-Store der luxuriösen belgischen Lederwarenmarke.

Paco Rabanne



Doch so richtig begann das Programm um 17 Uhr im Palais de Tokyo, mit einer berauschenden Show von Paco Rabanne. Die Models stampften in Cyber-Punk-Marschstiefeln über den Laufsteg, geziert mit Perlen, Kettchen und teuren Details. Der Laufsteg war nichts anderes als ein Metallgitter, das auf einem Gerüst auflag.



Paris Couture Herbst/Winter2023 - Paco Rabbane

 
“Fight back feminism!”, donnerte der Designer des Hauses, Julien Dossena, nach seiner dunklen, silbernen Vision. Es war die erste bedeutende Kollektion in einer Modehauptstadt, die auf den russischen Einmarsch in die Ukraine Bezug nahm.

Fast alle Models trugen Babuschka-Schals – viele mit Nieten oder Ösen besetzt oder aus Metallgewebe gefertigt. Eine Kreuzung aus Königin Elizabeth und Film noir-Mörder mit einem destabilisierenden neuen Fetisch.

Dossenas Einladung war aus schwarzem Latexgummi und seine stärksten Looks waren abstrakte expressionistische Cocktailkleider aus flüssigem Latex, die chaotisch und melodisch zugleich wirkten. Die gezeigten Kleider waren alles andere als zierlich – eine Kombination aus Marilyn-Monroe-Kleidern und exzentrischen Details. Wie die kurzen Partykleider, gefertigt aus Latex, Metallgewebe und Spitze.

Halbdurchsichtige Meshröcke, besetzt mit hochreflektierenden Perlen, sowie Trenchcoats, die mit silbernen Militärgürteln aufgemischt wurden. Bei Paco Rabanne dreht sich vieles um die Erkundung der Stoffe, doch auf moderne Weise – wofür diese Kollektion ein hervorragendes Beispiel lieferte.

Viele Looks kamen sehr glänzend daher, als seien die Models einem plötzlichen Sommerschauer entkommen, bis hin zu den brillanten Cyberpunk-Prinzessinnen mit kurzen, schrägen Reifröcken. Bis zur Pandemie war Dossenas Stil stark auf Science Fiction ausgerichtet. Und diese Kleider hatten viel Schwung, doch auf dystopische Art und Weise.

“Da herrscht ein bisschen Chaos, Gewalt und Wut in der Wahl der Stoffe. Und daran versuche ich, zu arbeiten. Zunächst hatten wir die Ukraine und nun die Gesetze, die Abtreibungen untersagen (in den USA). Ich habe das Gefühl, dass dies ein langer Kampf wird und die Kollektion bietet den Frauen Kleider, in denen sie kämpfen können. Radikale Sinnlichkeit, ohne Abstriche", so der französische Designer.

Patou



Eine Stunde später organisierte Guillaume Henry knapp 100 Meter von der Kathedrale Notre-Dame entfernt seine erste Show für das Haus Patou, nach fünf Jahren mit Präsentationen.

Eine sehr persönliche Darbietung im relativ bescheidenen Haus der Marke. Patou mag zur weltgrößten Luxusgruppe LVMH gehören, doch wird das Unternehmen wie ein Start-up geführt.


Patou Couture Herbst/Winter2022 - Patou


Der Hauptsitz von Patou befindet sich neben dem Büro von Inspecteur Maigret. Und die Entwürfe hatten etwas Geheimnisvolles an sich, besonders die gerüschten Taftkleider und Musketier-Hemden, die Henry in seiner Zeit bei Patou zu einem Leitmotiv machte.

Doch beschritt er neue Wege mit rassigen, oberschenkellangen Schnürstiefeln zu Plissee-Miniröcken und kunstvoll geschnittenen Boleros. Schön zu sehen, dass Henry mit zahlreichen weiteren Bodycon-Cocktailkleidern und Mantelkleidern spielte. Der beliebte französische Designer lieferte eine beeindruckende und schlüssige Kollektion.

“Wir lassen uns gerne genügend Zeit, um Wurzeln zu schlagen. Und es ist gut, die Früchte ernten zu können. Der nächste Schritt ist nun ein Patou-Store", erklärte Sidney Toledano, Präsident der LVHM Fashion Group und äußerster Entscheidungsträger für dieses neuartige Modeexperiment.

Alaïa



Der Sonntag wurde mit einer triumphalen Darstellung von Pieter Mulier abgerundet, der seine jüngste Kollektion für das Haus Alaïa zeigte.

Die Veranstaltung fand im zukünftigen Flagship-Store von Alaïa statt. Es handelt sich um den ehemaligen Lanvin-Store zu Beginn der luxuriösen Einkaufsmeile Rue du Faubourg Saint-Honoré, direkt neben dem größten Hermès-Store der Welt.


Alaïa Couture Herbst/Winter-Kollektion2022 - FashionNetwork.com


Die Models marschierten um den Rohbau herum in gestrickten Seidenbodys, darüber geraffte und drapierte Kleider und Röcke aus Stretch-Chiffon, oder mit Volants besetzte Dirndl. Viele Looks wurden mit kunstvollen Knöpfen abgerundet, so gefütterte Lederjacken und mit Ösen versehene Seidenjersey-Röcke.

“Ich wollte etwas Reines und Einfaches, auch wenn die Herstellung alles andere als einfach war", so der Designer im Backstage-Bereich.

Auf die vielen Knöpfe hingewiesen erklärte er: "Ich habe in meinem früheren Job schon immer drapieren wollen, aber das ging nicht. Doch dieses Atelier ist sehr gut darin, so konnte ich Leder und Tuch drapieren. Für mich ist das alles sehr ermächtigend", strahlte er.

Großartige rasiermesserscharf Denim-Bomberjacken mit einem Dutzend Perlen- und Perlmutt-Halsketten schrien nur so nach Alaïa, wie ein Großteil der Kollektion, so sehr passte sie zur DNA der Marke.

Muliers Schuhe waren etwas ganz Neues. Plexiglas-Absätze oder Absätze aus nachgebildeten modelwürdigen Beinen. Dieselben Formen wurden auch als Ringe ausgearbeitet, die die Ärmel von Oversized-Mänteln abrundeten, oder wie Mulier es nannte: "moderne Architektur".

Das trifft auf so vieles in der Pariser Mode zu, die seit Sonntag – noch bevor ein einziger Couture-Look enthüllt wurde – plötzlich mit unzähligen Ideen gefüllt ist.

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