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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.06.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Patagonia: CEO tritt überraschend noch diese Woche zurück

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.06.2020

Die umweltfreundliche Outdoor-Marke Patagonia kündigt den Rücktritt von CEO Rose Marcario nach zwölf Jahren beim Unternehmen an. Die am Freitag zurücktretende Managerin war seit sechs Jahren als CEO tätig.


Patagonia


Das Unternehmen hat seit der überraschenden Rücktrittsankündigung noch keinen Nachfolger gefunden, doch in der Übergangszeit übernehme COO Doug Freeman die Geschäftsführung. Patagonia informiere "zu einem späteren Zeitpunkt" über die weitere Entwicklung und wolle zunächst "unsere erzielten Ergebnisse und Werte konsolidieren und für die Zukunft planen mit der Absicht, unseren Heimatplaneten zu retten".

Patagonia äußerte sich nicht zu den Gründen für den schnellen Rücktritt, lobte Rose Marcario aber ausdrücklich. Sie habe einen "entscheidenden Beitrag zu den erfolgreichsten Zeiten der 47-jährigen Firmengeschichte" geleistet, und sie sei von "Führungskräften weltweit für ihre erfolgreiche Verteidigung und Förderung von Umwelt- und Klimamaßnahmen" bekannt.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Marcario bei zahlreichen umweltfreundlichen Schritten des Unternehmens federführend war. Zusammen mit Markengründer Yvon Chouinard startete sie die Bio-Lebensmittelmarke Patagonia Provisions, um "eine Bewegung zur Veränderung der Art und Weise, wie wir unsere Lebensmittel anbauen" anzustoßen. In Zusammenarbeit mit dem Rodale Institute und der Körperpflegemarke Dr Bronner’s entwickelte sie die Regenerative Organic Certification. Es handelt sich um "den höchsten Zertifizierungsstand für die Rechte der Arbeiter und Landwirte, für Tierschutz und für regenerative Landbewirtschaftung". Rose Marcario gründete darüber hinaus einen unternehmenseigenen Venture Fund sowie den digitalen Umweltaktivismus-Hub Patagonia Action Works.

Dazu kommen zahlreiche weitere Entwicklungen in Zusammenhang mit Berufsethik, Naturschutz und mit der Steigerung der Wahlbeteiligung. Unter Rose Marcarios Führung tätigte das Unternehmen zudem mehr Zuwendungen für lokalen Aktivismus als je zuvor.

Im wirtschaftlichen Rahmen des Unternehmens setzte sie sich für schlanke Produktionsprozesse ein und arbeitete an der Reduktion der anfallenden Abfälle. Zudem förderte sie den Einsatz von Recycling-Materialien.

"Rose hat unsere Advocacy-Bemühungen weiter gebracht, als ich mir das je hätte vorstellen können. Mit Rose an der Führungsspitze führen wir eine lang überfällige Revolution in der Landbewirtschaftung an, wir hinterfragen die schwierigen Regierungsentscheidungen zulasten der Umwelt, arbeiten an einer Bewegung, um die Wahlbeteiligung der Bevölkerung zu erhöhen und stellen immer höhere Ansprüche an die nachhaltige Herstellung unserer Produkte”, erklärte Yvon Chouinard.  

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