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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.11.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Paul Smith über seine Stiftung, die Laufsteg-Pause, Alexander McQueen und sein jüngstes Buch

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.11.2020

Niemand kann Sir Paul Smith vorwerfen, dass er das Tempo drosselt, noch nicht einmal im 50. Jubiläumsjahr seiner Marke.


Sir Paul Smith - Foto: Paul Smith



Obwohl er fast den ganzen Frühling so gut wie allein in seinem Hauptsitz in Covent Garden verbrachte, wo normalerweise über 200 Angestellte arbeiten, produzierte der einzige Ritter der Modebranche mehrere Damen- und Herrenkollektionen. Zudem hat er jüngst seine eigene Stiftung eingerichtet. Ziel der neuen Organisation ist es, kreativen Köpfen den richtigen Weg zu weisen und ihnen dabei zu helfen, Karriere-Sackgassen zu vermeiden. Darin verfügt Paul Smith bereits große Erfahrung, den schon in den 90er Jahren stand er Alexander McQueen als Teilzeit-Mentor zur Seite.

Zu diesem Zeitpunkt war Smith bereits ziemlich onkelhaft geworden. Den ersten Store unter eigenem Namen hatte er im Oktober 1970 in seinem Geburtsort Nottingham eröffnet. In typisch exzentrischer Brit-Fashion-Manier setzte er damals seinen afghanischen Windhund als Filialleiter ein.

Der Designer, der im Juli 74 geworden ist, fand jedoch auch Zeit für ein neues Buch. Das vom ehemaligen Wallpaper-Redakteur Tony Chambers mit einem Vorwort von Jony Ive herausgegebene Werk widmet sich dem halben Jahrhundert, das Smith in der Mode verbracht hat. Das Buch blickt anhand von 50 von Smith’s Lieblingsgegenständen auf sein Leben in der Modebranche zurück. Von der Retinette-Kamera von Kodak, die ihm sein Vater geschenkt hatte über seine unglaubliche Streichhölzchen-Sammlung bis hin zur geliebten Leinentesterlupe und dem Paramount-Fahrrad.


Paul Smith - Frühjahr/Sommer 2021 - Menswear - Paris



FashionNetwork.com (FNW): Sir Paul, wie geht es Ihnen?
Sir Paul Smith (PS): Sehr gut, ich bin gerade in Covent Garden. Während des ersten Lockdowns habe ich 16 Wochen hier verbracht. Alles in allem waren rund 20 Personen hier, da wir die Teams abwechselnd arbeiten ließen. Zuvor waren normalerweise 200 Menschen im Gebäude tätig.

FNW: Wie läuft das Geschäft?
PS: Gar nicht gut! Aber wir sitzen zurzeit alle im selben Boot, sei es nun Louis Vuitton oder Marks & Spencer.

FNW: Erzählen Sie uns mehr über Ihre neue Stiftung.
PS: Nun, wir arbeiten schon seit geraumer Zeit an dieser Idee und haben Jahr für Jahr etwas Geld für die Paul Smith Foundation zur Seite gelegt. Es handelt sich nicht um riesige Summen. Ich dachte einfach, dass es schön wäre, im 50. Jubiläumsjahr einen Teil der gesammelten Erfahrungen an die Jugend weiterzugeben. Vor Corona kam mindestens einmal wöchentlich eine Schulklasse in das Gebäude.

FNW: Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Stiftung?
PS: Es ist so faszinierend, den Vorgang zu entmystifizieren, wie man in ein bestimmtes Universum eintreten kann. Wie man die Einstellung für eine bestimmte Karriere entmystifizieren kann – durch eine einfache Frage wie: 'Hast du es schon mit dieser Schule versucht?' oder "Hast du diese Idee schon mal ausprobiert?'.

FNW: Wann haben Sie Ihre erste Vorlesung zur Mode gehalten?
PS: Vor vielen Jahren hinter dem Odeon in Marble Arch, im Anschluss an einen Beitrag von Terence Conran und Jean Muir. Ich steckte meinen Kopf durch die Tür und da waren 800 Leute und ich machte mir fast in die Hosen vor Angst! Zudem sah ich, dass alle anderen vom Prompter ablasen, aber das konnte ich nicht, da ich Legastheniker bin.

Als Terence Conran abschließend wissen wollte "Haben Sie noch Fragen?", antwortete niemand. Dann fragte ich, ob ich Fotografien zeigen könne und die Präsentation wurde so sehr visuell. Am Ende sagte ich "Wer Fragen hat, gewinnt einen Preis" und da ragten 80 Hände in die Höhe. Deshalb nehme ich bei jeder Vorlesung ein paar Preise mit – Schals und Socken und so.

FNW: Und haben Sie bereits jemanden persönlich als Mentor betreut?
PS: Ja, ich habe ganz informell mit Nachwuchsdesignern wie Grace Wales Bonner und Priya Ahluwalia gearbeitet, die hervorragende Recycling-Produkte herstellt. Ich habe sogar Alexander McQueen unter die Arme gegriffen – als Lee an der St Martins-Schule und etwas planlos war, schickte ihn Suzy Menkes zu mir. Ich habe Lee ziemlich gut kennengelernt und ich weiß noch, wie er einmal sagte: 'Ein paar Leute wollen etwas unter meinem Namen machen' und dann fragte er: 'Was ist eigentlich ein Vertrag?'. Und wie sollte er das auch wissen, das sind Designer! (Er lacht laut).

Mit Grace Wales Bonner habe ich mich drei Mal getroffen und wir diskutieren einfach und sie kommt mit einem kleinen Büchlein voller Fragen und ich versuche, darauf zu antworten. Wenn wir uns zum Kaffee treffen, ist sie immer bestens organisiert.


Paul Smith - Frühjahr/Sommer 2021 - Womenswear - Paris



FNW: Wieso wählten Sie eine ungewöhnliche Form für Ihr neues Buch?
PS: Tony Chambers schlug vor, nicht wieder eine ganze Menge Bilder zu zeigen, beispielsweise Look 15 von 1982, Look 33 von 1983. Er sagte: 'Wieso wählst du nicht einfach deine 50 verrücktesten Bürogegenstände aus und schreibst jeweils eine Seite dazu?'.

Meine Geschichte ist keine typische Erfolgsgeschichte. Wie wenn ein Nachwuchsdesigner erste Erfolge feiert und von einem Hedgefonds übernommen wird, der dann ganz viele Läden eröffnet. Ich bin immer noch im Besitz von rund 80 Prozent von allem, mit Ausnahme des japanischen Marktes. Meine Frau wollte ihre Anteile verkaufen, für ihre Enkelkinder. Ich glaube, das wissen sie noch gar nicht! (Er kichert).

FNW: Wann werden Sie wieder eine Modenschau organisieren?
PS: Wir sind uns nicht sicher, dass sich das heute noch richtig anfühlt und wir überarbeiten den Liefer-Zyklus. Sehen Sie, die ganze Branche ist in Aufruhr und niemand traut sich, die wirklich mutigen Dinge zu tun. Nicht einmal die ganz Großen. Doch wir haben einen wundervollen Showroom in Paris, wenn wir nächstes Jahr also wieder defilieren dürfen, werden wir die Kollektionen Ende Januar dort zeigen.

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