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Philipp Plein: Entrüstung über misslungenes Kobe-Bryant-Tribut

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
26.02.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Die jüngste Laufstegshow des Modedesigners Philipp Plein erhält aufgrund einer misslungenen Hommage an die verstorbene Basketball-Legende Kobe Bryant negative Kritik. Sein Versuch eines Tributs wurde in den sozialen Medien heftig kritisiert.


Phillip Plein – Herbst/Winter 2020 - Womenswear - Milan - © PixelFormula


Die an der Mailänder Modewoche gezeigte Show umfasste verschiedene violette kristallbesetzte Trikots mit Kobe Bryants Nummer 24 und der Aufschrift "Plein" in großen goldenen Buchstaben. In den sozialen Medien wurde kritisiert, dass die Trikots zu früh nach dem Tod des Basketballstars von dessen Berühmtheit profitierten und deshalb "geschmacklos" seien. Weit empörter zeigten sich die User jedoch über die Tatsache, dass das Set der Show goldene Helikopter beinhaltete. Der 41-jährige Profisportler, seine 13-jährige Tochter Gianna und sieben weitere Personen verstarben vor wenigen Wochen in einem Helikopterabsturz.

In einem weithin verbreiteten Schreiben erklärte der Designer, dass das Set bereits im November 2019 geplant und designt worden sei – also lange vor Kobe Bryants tragischem Tod im Januar. Es sei zu spät gewesen, die Helikopter zu ersetzen.

Philipp Plein verwies in seinem Schreiben auch darauf, dass der Gewinn der Capsule Collection an Kobe Bryants Charity-Projekt Mamba & Mambacita gespendet werde. Am Vortag der Show habe der Designer bereits USD 20.000 an die gemeinnützige Organisation überwiesen. Der Stückpreis mehrerer Artikel der Kollektion übersteigt USD 2000 bis 3000.

"Ich habe das Gefühl, dass meine Modenschau der beste Zeitpunkt war, meinen Respekt und meine Bewunderung auszusprechen", so der Designer. "Es ist traurig, zu sehen, dass etwas Positives und Konstruktives von Menschen, die einfach grundlos kritisieren wollen, falsch ausgelegt werden kann".

Weiter erklärte Philipp Plein, er versuche "wirklich etwas zu tun, um zu helfen und die Stiftung zu unterstützen", wobei er das Wort "wirklich" mehrfach unterstrich.

Der Vorfall ist nicht der erste, in dem Philipp Plein öffentliche Entrüstung hervorrief. Der Designer wurde bereits in der Vergangenheit einer gewissen Rücksichtslosigkeit bezichtigt. Beispielsweise habe er eine Journalistin "auf ihr Äußeres reduziert", die eine negative Kritik seiner Herbstshow 2019 veröffentlicht hatte. Weiter sorgte die Wahl eines Black-Friday-Werbeplakats seines Labels für Aufsehen. Dieses zeigte eine blutverschmierte Frau mit Schnittverletzungen – und wurde am Vortag des internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen veröffentlicht.

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