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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
31.01.2022
Lesedauer
3 Minuten
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Pierre Cardin: Die Zukunft startet mit einer Rakete

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
31.01.2022

Stratosphärisch. So könnte man die Show von Pierre Cardin am 28. Januar im Pariser Museum für Luft- und Raumfahrt zusammenfassen. Anlässlich des ersten Todestags des französischen Designers Pierre Cardin organisierte dessen Neffe Rodrigo Basilicati Cardin eine Hommage und präsentierte die neue Kollektion, die in Zusammenarbeit mit seinem Designstudio entstanden ist.


Die Pierre Cardin-Show am Fuße der Rakete Ariane 5 - DR


850 Gäste wurden – wie in den guten alten Zeiten auf der Chinesischen Mauer im Jahr 2018 – zu einem monumentalen Spektakel geladen. Gekleidet in bunte, silberne und pinkfarbene Daunenjacken, die mutigsten gar in Nerzmäntel, trotzten sie der Kälte auf dem Pariser Flughafen Le Bourget und gesellten sich unter riesige Zelte am Fuße der Trägerrakete Ariane 5.

Auf dem 50-minütigen Showprogramm: Spektakel, Licht- und Klangspiele, zwei riesige Leinwände und zur Einführung eine Video-Retrospektive über die "Mode des Weltraums", mit leichten Silhouetten, wie sie dem Designer lieb waren und den gegen Ende der Sechzigerjahre erfundenen "Cosmocorps"-Stil.

Die letzten Kreationen von Pierre Cardin, die kurz vor seinem Tod entstanden sind, mit Star-Trek-Schultern und einer Vielfalt an Umhängen, UFO-Röcken und fließenden Kleidern in poppigen Farben, wurden bereits in einer Show gezeigt. Nun folgte die Kollektion Cosmocorps 3022, "eine Fortsetzung von Pierre Cardins Werk", wie sein Neffe Rodrigo Basilicati Cardin erklärte. Der Erbe von Pierre Cardins Imperium erklärte, die Kollektion habe "ein Jahr harter Arbeit erfordert und musste mit einer gewissen Selbstverständlichkeit den Stil und den Look von Cardin verkörpern".


Die neo-futuristischen Brillen der neuen Kollektion von Pierre Cardin - DR


Zum Launch der "neuen Cardin-Generation" wurden verschiedene Bildsequenzen der Basis Kourou in Guyana gezeigt, wobei die Kosmonauten, die einer Rakete beim Start zuschauten, die Wiederauferstehung des Modehauses symbolisierten. Das Designstudio ist wohlgemerkt dasselbe seit rund 30 Jahren, mit Kreativdirektorin Maryse Gaspard, die früher auch eine Muse Pierre Cardins war.

Darauf folgten: 180 Silhouetten, Weltraum-Kriegerinnen und Krieger mit Cardin-Logo in XXL-Version, Retrokleider aus den Sechzigern und Siebzigern wie früher, ein durch die Luft wirbelnder Peter Pan im grünen Gewand, Amazonen in Pop-Farben, Lamé mit violetten und blauen Nuancen, Hochglanz, Superheldinnen-Umhänge in elegantem Mitternachtsblau, aerodynamische Brillen, Taschen in geometrischen Formen … und auch markante Schultern und spitz zulaufende Kragen, die an die Serie 'V – Die außerirdischen Besucher kommen' erinnern, Frauen mit Reifen und auf Plattformen … die den Feministen gefallen dürften.

Das Finale, abenteuerlich und unvergesslich, fand in einer anderen Galaxie statt, mit zwei Models von einem anderen Planeten. Ein erstes Model in goldenem Lamé mit einem undefinierbaren Topfhelm, ein zweites in einem Kleid wie ein Teletubbie. Nach ihnen kämpfte ein drehender Derwisch um die Aufmerksamkeit des Publikums, mit einer bemerkenswerten Performance. Nach diesem letzten Tanz grüßten die Kosmonauten aus der Weltraumstation in Guyana. Die Zuschauer mussten höllisch konzentriert bleiben, um Schritt zu halten.



Das Finale mit einem Teletubbie und einem drehendem Derwisch - DR


Während der abschließenden Fotosession, als die Dinner-Gäste posierten – allen voran Sylvana Lorenz, die Pierre Cardin nahe stand – lobte Rodrigo Basilicati Cardin die Teamarbeit, die diese monumentale Show ermöglichte. "Das Schwierigste war schlussendlich nicht das kreative Erbe von Pierre Cardin, sondern die Art und Weise, wie wir das Fortbestehen seines Unternehmens sichern. Pierre wollte, dass ich weitermache, und die große Familie hat mich unterstützt. Sanft und schrittweise ist uns der Übergang gelungen".

Es ist zu erwarten, dass die in 170 Ländern vertretene Marke Pierre Cardin ihre zahlreichen Lizenzen neuorganisiert. "In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Lizenzen unkontrolliert entwickelt", so Rodrigo Basilicati Cardin. "Es ist an uns, die Kontrolle darüber zu übernehmen, indem wir stärkere Präsenz zeigen und die Richtlinien für Designs neudefinieren, damit jedes Stück auch den Cardin-Stil verkörpert".

Als größter Lizenznehmer von Pierre Cardin im Europäischen Wirtschaftsraum ist der deutsche Modehersteller Ahlers derzeit Teil einer Untersuchung der EU-Kommission. Die Wettbewerbshüter wollen insbesondere prüfen, ob Pierre Cardin und Ahlers eine Strategie gegen Parallelimporte und Verkäufe anhand von Beschränkungen in den Lizenzvereinbarungen entwickelt haben.

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