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Werbung
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
17.03.2021
Lesedauer
5 Minuten
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Pierre Cardin zeigt unter Rodrigo Basilicatis Leitung an allen Fronten Präsenz

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
17.03.2021

Mode, Theater, Kultur, Lizenzen, Immobilien, Restaurants … die vielfältigen Tätigkeiten von Pierre Cardin werden in allen Bereichen fortgesetzt. Auch das Prêt-à-Porter-Angebot soll vollumfänglich weitergeführt werden, wie das Haus am Dienstag an einer Pressekonferenz erklärte. Der Neffe des am 29. Dezember 2020 verstorbenen Couturiers, Rodrigo Basilicati, enthüllte seine Projekte für das Haus. Er plant ein erweitertes Studio, wobei rund 20 neue Mitarbeitende eingestellt werden, sowie ein großes Event am 29. Dezember 2021, in dessen Rahmen das verjüngte Angebot enthüllt wird.
 

Zwei Modelle der Frühjahrs-/Sommersaison 2020 - Pierre Cardin


Der ausgebildete Ingenieur, Klavierspieler, Designer und Architekt begann seine Zusammenarbeit mit Pierre Cardin in den 90er-Jahren. Der Couturier vertraute Rodrigo Basilicati zunächst seine Möbellinie "Sculptures Utilitaires" an. Ab 1999 übertrug Cardin Basilicati mehr und mehr Verantwortung, zunächst als Teil der Holding Pierre Cardin Evolution, ab 2018 dann als deren Geschäftsführer. Wenige Monate vor Cardins Tod wurde Basilicati zum Präsidenten der Holding ernannt. Der 51-Jährige steht nun an der Spitze eines Imperiums, das zwar nicht mehr dasselbe Gewicht hat wie zu seinen Glanzzeiten vor 30 Jahren, aber dennoch zum Inbegriff der Pariser Mode zählt. Dieses Image möchte Basilicati auch in Zukunft in den Vordergrund stellen und langfristig fördern.

Im Pariser Nobelrestaurant Maxim’s, das seit 1981 im Besitz des Couturiers ist, organisierte das Luxushaus am Dienstag eine Pressekonferenz. An der Seite des Kommunikationsleiters Jean-Pascal Hesse erläuterte Rodrigo Basilicati seine Projekte für den Konzern. Sein Ziel ist es, das Unternehmen im Einklang mit dem Erbe des Gründers sanft zu erneuern. Ein Verkauf von Immobilien oder Vermögenswerten oder die Einstellung eines externen Kreativdirektors sind somit zurzeit nicht zur Diskussion. Im Fokus steht vielmehr die Weiterführung der von Pierre Cardin aufgegleisten Arbeiten und Initiativen.

Ziel sei es, das Modehaus, "es zu erneuern und den Schaufenstern in den Läden eine neue Dynamik zu verleihen". "Wir können die Prêt-à-Porter-Linie Pierre Cardin weiterführen, ohne sie zu kopieren, doch unter Berücksichtigung ihrer Essenz, denn sie verfolgt eine klare Linie mit Produkten, die auf den ersten Blick erkennbar sind. Wir wollen, dass Pierre Cardin weiterhin in aller Munde ist, ohne seine Identität zu verändern, wie dies in anderen Häusern geschieht", erklärte der spirituelle Nachfolger des Couturiers. Das interne Studio soll ausgebaut und unter Basilicatis Leitung gestellt werden. "Ich bin da, um die Denkweise meines Onkels einzubringen, soweit das möglich ist", führte er weiter aus.

Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Personen, 23 arbeiten für das Couture-Haus, nicht wenige davon seit dreißig oder vierzig Jahren. Das Designteam wird um 20 neue Mitarbeiter ergänzt. "Es ist entscheidend, das Know-how von Pierre Cardin zu erhalten. Er hat ein ganz besonderes nähtechnisches Verfahren entwickelt, aber auch einen Vorgang, um Formen sehr genau konstruieren zu können. Wenn nötig werden wir ehemalige Mitarbeiter wieder eingliedern, damit sie diese Technik an die neuen Generationen weitergeben können", führte Basilicati weiter aus.

Für Pierre Courtial, der vor fünf Jahren über ein Praktikum bei Cardin eingestiegen ist und später intern seine eigene Kollektion entwerfen konnte, habe er keine besonderen Pläne. "Er und mein Onkel standen sich seit zwei Jahren sehr nahe. Er wird sicherlich sein eigenes Modehaus gründen. Darüber werden wir diskutieren", so der CEO.


Rodrigo Basilicati (links) und Jean-Pascal Hesse während der Konferenz - DR


Im vergangenen Jahr hatte Pierre Cardin während der Pandemie viel Zeit, mit seinem Neffen zu sprechen. "Er gab mir viele Ideen. Er hat auch zahlreiche Skizzen hinterlassen, die für das nächste Defilee umgesetzt werden. Eine Show als Hommage an ihn, die genau ein Jahr nach seinem Tod organisiert wird.

Neben der Womenswear werden an der großen Hommage-Show auch einige Menswear-Looks gezeigt. Bei rund der Hälfte handelt es sich um neue Kreationen von Pierre Cardin, die andere Hälfte wurde von seinem Studio neu entworfen. Der Couturier, der 70 Jahre lang hart gearbeitet hat, hinterlässt monumentale Archive (die noch digitalisiert werden müssen) mit Zehntausenden von Entwürfen, die von seinem Unternehmen aufbewahrt werden.

"Sein Werk ist so umfassend wie das von vier Designern zusammengenommen! Wir werden uns an seiner Arbeit inspirieren, aber weder kopieren noch wiederholen. Wir werden junge Designer einstellen, um den Stil zu verjüngen, ohne den Kern zu verändern", betont Rodrigo Basilicati. "Wir werden zum ersten Mal seit dem Tod von Pierre Cardin neue Modelle präsentieren. Diese Show dient auch dazu, unseren Lizenznehmern Inspiration zu liefern, denn sie sind unsere Haupteinnahmequelle", ergänzte er.

Die Anzahl an Cardin-Lizenzen weltweit sank von über 700 in den 90er-Jahren auf fast 350 heute. "Unsere Partner haben während der Covid-Krise durchgehalten und sie wollen diese Marke behalten. Wir möchten ein jüngeres Publikum ansprechen. Somit wollen wir neue Lizenzen abschließen, auch für Produkte, die wir bisher nicht berührt haben. Darüber hinaus möchten wir die Referenzen aller lizenzierten Produktkategorien in allen Ländern haben", sagt der Manager, der nach P. David Ebersoles und Todd Hughes Film "Pierre Cardin" in 43 Ländern auf ein erstarktes Interesse an der Marke hofft.

Zum Umsatz des Konzerns äußerte sich der CEO nicht. "Natürlich war 2020 wie für die meisten Marken schwierig, doch bleibt unser Unternehmen stark und gesund, ohne Schulden und mit einer noch immer unberührten Finanzkraft. Diese könnte für die Einführung spannender Projekte eingesetzt werden", schließt Rodrigo Basilicati. Er verwies auch darauf, dass er nicht der einzige Erbe von Pierre Cardin ist, der Nachlass geht an rund zwanzig Familienmitglieder.



Zwei weitere Modelle der Frühjahrs-/Sommerkollektion 2020 - Pierre Cardin


Der Konzern wird außerdem das historische Restaurant Maxim’s an der Rue Royale in Paris renovieren, das durch "schöne und interessante Lösungen" seinen "Stil der 30er- und 40er-Jahre wiederfinden“ soll. "Es wird auch nachmittags geöffnet und zu einem Ort für Kultur und Feiern für jüngere Kunden werden".

Ebenfalls steht die Neuauflage des Festival de Lacoste in der Provence an.  Unter dem Titel "l’Art de la Scène" erweitert es seinen Fokus über die lyrische Musik hinaus. In Houdan, unweit von Paris, entsteht ein neuer Espace Cardin. Die ehemalige Molkerei, die der Couturier unweit des Bahnhofs aufgekauft hat, wird in den kommenden Jahren in einen Konzertsaal und Showroom umgebaut, in dem nicht zuletzt die Kreationen von Pierre Cardin zu sehen sein sollen, aber auch eine Akademie, in denen Ateliers und Künstlerresidenzen organisiert werden.

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