Pitti Uomo 94: Damir Doma entwirft Frühjahr/Sommer-Kollektion 2019 für Rossignol

Rossignol präsentiert eine neue kreative Zusammenarbeit auf der Pitti Uomo 94, der florentinischen Menswear Show, die am Dienstag beginnt. Der französische Bergsportspezialist, der sich im Besitz des norwegischen Investmentfonds Altor befindet, wird während des Events seine neue Frühjahr/Sommer-Kollektion 2019 enthüllen, die zum Teil vom kroatischen Designer Damir Doma entworfen wurde. Im letzten Jahr konnte Rossignol den italienischen Designer Andrea Pompilio für eine Capsule-Kollektion gewinnen, darüber hinaus arbeitet die Marke weiterhin mit Jean-Charles de Castelbajac zusammen und hat ihre Co-Branding-Pläne mit Tommy Hilfiger bestätigt.

Damir Doma und Alessandro Locatelli - Rossignol

Rossignols "Urban Mobility"-Kapselkollektion zeigt sich entschieden urban. Sie besteht aus etwa sechzig Artikeln, 35 % davon für Frauen und 65 % für Männer, von langärmeligen Oberteilen bis hin zu Hosen, Pullovern und T-Shirts. "Die Kollektion ist typisch Rossignol: Sie spiegelt unsere charakteristischen Merkmale, die alpine Welt, Sport und die Natur, sowie die Verwendung von technischen Stoffen und Details wider", sagte Alessandro Locatelli, CEO von Rossignol Apparel, der 2015 gegründeten Bekleidungsabteilung der französischen Gruppe, im Gespräch mit FashionNetwork.com.
 
Damir Doma, der seit 2015 in Mailand lebt, wurde aufgrund seines Talents ausgewählt und da er die "Identität von Rossignol respektiert. Wir schätzen auch seine Dialogbereitschaft sehr", fügte Locatelli hinzu. Zudem hob er hervor, dass sich die Kollektion von Doma durch reflektierende Details und ultraleichte Kleidungsstücke auszeichne, was der Zweckmäßigkeit und Sichtbarkeit diene.

Ein Beispiel hierfür ist der Windbreaker aus Wolle und Nylon mit eingearbeiteter Luminor-Membran, die vom italienischen Stoffhersteller Reda entwickelt wurde. So kann die Jacke das Sonnenlicht im Laufe des Tages speichern und nach und nach wieder abgeben. Die Kleidungsstücke sind so konzipiert, dass sie maximale Mobilität ermöglichen und sehr widerstandsfähig sind.

Wie der Manager betont, haben die verschiedenen Akquisitionen der Gruppe in den letzten Jahren – darunter der Trailspezialist Raidlight-Vertical, Felt Bicycles, Time und zuletzt Dale of Norway, bekannt für seine Wollkleidung – es Rossignol ermöglicht, von deren Know-how zu profitieren und die eigene Position im Bereich Outdoor-Kleidung zu stärken.

Die Kollektion "Urban Mobility" wird bei Rossignols Multibrand-Einzelhändlern – etwa 1.000 Geschäften – und in seinen Monobrand-Stores (davon 7 direkt betrieben in Oslo, Lyon, Megève, Chamonix, Crans Montana, St. Moritz und Courmayeur, 3 Franchise-Läden in Méribel, Val Thorens und Courchevel sowie 3 Outlets) erhältlich sein. Darüber hinaus wird sie über den E-Shop und im Rahmen von Rossignols Zusammenarbeit mit dem britischen Mode-E-Tailer Farfetch über dessen Seite vertrieben.

Ein von Damir Doma für Rossignol entworfenes Modell - Rossignol

Rossignols Hauptabsatzmärkte sind die Alpenländer Frankreich, Italien, Schweiz und Österreich, die zusammen 60 % des Konzernumsatzes ausmachen, wobei Frankreich den größten Markt darstellt. "Wir sind in allen Märkten aktiv, auch in Skandinavien, Osteuropa und den USA, wo wir bedeutende Fortschritte erzielt haben und wir über unsere lokale Tochtergesellschaft weiter expandieren wollen", sagte Locatelli.

Rossignol wird in den USA über 211 Multibrand-Händler vertrieben, darunter führende Kaufhäuser wie Barneys, Nordstrom und The Webster. Die Gruppe will direkt betriebene Monobrand-Stores im Land eröffnen und gleichzeitig in Europa expandieren. Derzeit laufen Verhandlungen für eine Eröffnung in Paris. Rossignol wird sich auch verstärkt auf das Asien-Geschäft konzentrieren, nachdem es eine Minderheitsbeteiligung an IDG Capital, eine führende ausländische Investmentfirma in China, verkauft hat.

"Zwischen 2015 und 2018 hat sich der Umsatz im Bereich Bekleidung verdreifacht. Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir 40 Millionen Euro, und bis 2020 wollen wir die Marke von 50 Millionen Euro knacken", schloss Alessandro Locatelli.

 

Übersetzt von Felicia Enderes

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