Pitti startet italienische Offensive aus Florenz

Die Key Player des Made in Italy kündigten während der Eröffnungskonferenz der Pitti Uomo am 7. Januar eine Sonderveranstaltung an, die im Rahmen der nächsten Messe vom 17.-20. Juni organisiert wird: „Firenze, Hometown of Fashion“.

Derweil starten die Messe-Macher und die italienischen Modeinstitute eine Offensive gegen ihre Konkurrenten in den anderen europäischen Modehochburgen. Darunter insbesondere London, dessen Veranstaltungen sich seit ein paar Saisons durch die Verlegung der Daten mit denjenigen der Pitti Uomo überschneiden.
Das Logo von „Firenze, Hometown of Fashion“ für die Juniausgabe der Messe.

Auf dem Programm stehen zahlreiche Maßnahmen und Projekte, Abendveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und weitere Events, die mit einem umfassenden Informationsprogramm abgerundet werden.

Erstmals werden an der Pitti Uomo alle fünf der großen florentinischen Marken vertreten sein: Salvatore Ferragamo, Gucci, Roberto Cavalli, Ermanno Scervino und Emilio Pucci. Sie organisieren koordinierte Veranstaltungen an symbolträchtigen Orten der Stadt. Zum selben Anlass wird auch ein Preis eingerichtet, der den besten italienischen und internationalen Retailern verliehen werden soll.

Das Projekt wurde vor allem von Stefano Ricci vorangetrieben. Er ist Gründer des gleichnamigen Labels und Vorsitzender des Centro di Firenze per la Moda Italiana (CFMI), das im Jahr 2014 sein 60. Jubiläum feiert. Das CFMI, eine halböffentliche Einrichtung im Besitz von regionalen Institutionen sowie verschiedenen Branchenverbänden, ist seinerseits größter Anteilsnehmer an der für die florentinischen Messen verantwortlichen Pitti Immagine. Das CFMI wurde 1954 zeitgleich mit der Veranstaltung der ersten Made in Italy-Schauen in Florenz gegründet, um die Entwicklung der italienischen Mode zu fördern.

Unterstützt wird die neue Veranstaltung auch von der Stadt Florenz. Ziel ist es, der italienischen Mode angesichts der immer stärkeren internationalen Konkurrenz mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Mit der Organisation wurde die Pitti Uomo betraut, die auf die Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und der italienischen Agentur für Außenwirtschaft, ICE, zählen kann. Die italienische Regierung beteiligt sich mit einem Betrag von 1,5 Millionen Euro an der Umsetzung des Projekts.

„Der Beitrag für die Pitti Uomo ist der höchste, den das Ministerium in diesem Jahr vergeben hat. Die Pitti war angesichts der großen Konkurrenz aus anderen Ländern ernsthaft gefährdet. Wir haben uns deshalb entschieden, auf den Standort Florenz zu setzen, um der ganzen Welt konkret zu zeigen, dass das Handwerk in Italien immer noch groß geschrieben wird und wir nicht nur fähig sind, dieses zu unterstützen, sondern dass wir auch kreativ sind und in der Textil- und Bekleidungsbranche stets neue Impulse geben“, so der stellvertretende Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda.

„Die Veranstaltung wird nicht nur für die Branche zum Erfolg, sondern für das ganze Land. Das Treffen ist umso wichtiger, als wir uns gegenwärtig mitten in den Verhandlungen über ein entscheidendes Freihandelsabkommen mit den USA befinden, das unserem Land besonders zugutekommen würde“, erklärt Calenda.

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