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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.02.2019
Lesedauer
3 Minuten
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Prada: Hin- und hergerissen zwischen Romantik und Angst

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.02.2019

Eine dramatische Show von Mailands politischster Designerin bei Prada, die Militarismus und Romantik in der bisher zeitgemäßesten Modenschau dieser Saison gegenüberstellte.

Prada - Herbst/Winter2019 - Womenswear - Mailand - © PixelFormula


Mit dem zunehmenden Populismus und einer sich radikal verändernden Regierungspolitik in ganz Europa, vor allem in Großbritannien, Frankreich und Italien – den Ländern, die die drei wichtigsten Modewochen Europas veranstalten – hat die derzeitige Politik unweigerlich begonnen, die Mode zu beeinflussen.
 
Bei Prada wurde dies am deutlichsten durch eine Reihe von mehreren Army-Looks zum Ausdruck gebracht. In schwarzen, mehrteiligen SWAT-Team-Nylonjacken und -Westen, wenn auch gepaart mit durchsichtigen Guipure-Spitzenröcken – am sensationellsten bei Gigi Hadid. Es folgte eine Reihe khakifarbener Outfits, die Models marschierten in Safarijacken und Kampfhosen über den Laufsteg. Obwohl wieder mit einem femininen Touch, dank türkisfarbenen Seidenhemden und pelzigen Handtaschen.

Miuccias Opening war jedoch Prada pur: schwarze Filzwollkleider, ausgeschnittenes Dekolleté und mit Seidenschals oder Kristallketten verziert, kombiniert zu schwarzen Pinball Wizard-Kampfstiefeln. Als Kontrast zeigte sie weiße Baumwollhemdkleider, die mit blühenden Stoffblüten verziert waren, deren Stiele vom Oberkörper baumelten. Die Kleidung schaffte es, schützend und doch verführerisch zu sein.

Der Soundtrack mischte "Someday my Prince will Come" mit Heavy Metal Akkorden aus David Lynchs Wild at Heart.

Prada - Herbst/Winter2019 - Womenswear - Mailand - © PixelFormula


"Das Gute und das Schlechte. Romantik und Angst, die beiden Kräfte, die ich im Moment am meisten fühle. Das Gute in einer Welt hervorheben, die so viel Schlechtes hat. Jedes Model stellte die Vision einer Liebesgeschichte dar", erklärte Miuccia nach der Show.
 
Die Show, die im Inneren der Fondazione Prada aufgeführt wurde, erhielt enormen Applaus, als Miuccia sich in einem kobaltblauen Seidenhosenanzug mit sportlicher Weste verbeugte, ein Look, der durch einen riesigen blauen Saphiranhänger aufgelockert wurde.
 
"Ich habe Angst vor Krieg, egal welcher Art um uns herum. Die gewalttätige Situation im Moment in Europa, in einem anderen Jahrhundert würden wir uns bereits im Krieg befinden. Wir Designer arbeiten für reiche Menschen, indem wir reiche Kleidung herstellen, aber dennoch ist Mode sehr relevant. Es gibt also eine Forderung der Modebranche, sich politischen Themen zuzuwenden. Aber das ist sehr problematisch, denn es ist schwierig, einen intelligenten Weg zu finden. Denn in der Politik durch Mode oberflächlich zu sein, würde nur kritisiert werden. Denn Mode steht auch für leichte und vergnügliche Momente", erklärte sie.

Im Dezember wurde das Haus von heftiger Kritik an den gedankenlosen, affenartigen Figuren seiner Pradamalia-Linie überhäuft, die an Blackfaces erinnerten.
 
Nachdem die NYC-Bürgerrechtlerin Chinyere Ezie diese halben Dutzend Looks zufällig im Soho-Store der Marke entdeckt hatte, erkannte sie, wie ähnlich sie den Blackface-Darstellungen waren, die sie in einer Ausstellung im Smithsonian National Museum of African American History and Culture in Washington sah.

Prada - Herbst/Winter2019 - Womenswear - Mailand - © PixelFormula


Nach heftigen Gegenreaktionen zog Prada sie Mitte Dezember aus den Läden, obwohl die Marke darauf bestand, dass sie "eine Familie mysteriöser winziger Kreaturen" seien, und erklärte in einer Mitteilung, dass die "Kreaturen nicht dazu bestimmt seien, einen Bezug zur realen Welt zu haben und erst recht nicht zu Blackface".
 
Auf die Frage bezüglich dieses Problems antwortete Signora Prada: "Ich denke, wir alle müssen lernen, deutlich sensibler und bewusster zu werden. Das ist das Mindeste, was wir tun können."
 
Ihre Einladung war pink, ihre Kulisse war kanariengelb und ihre Model-Besetzung war multikultureller als je zuvor.

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