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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.09.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Prada mit Raf Simons: Der neue New Look

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.09.2020

Am Donnerstagnachmittag gab Raf Simons sein Debüt als Co-Designer an der Seite von Miuccia Prada in ihrem mit Spannung erwarteten Defilee.


Prada – Frühjahr/Sommer 2021- Womenswear - Photo: Prada


Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde die Kollektion nur online enthüllt, doch einige auserlesene Gäste wurden eingeladen, nach der Show mit Simons und seiner neuen Design-Partnerin Miuccia Prada zu diskutieren. Rund 90 Prozent der Anteile des börsennotierten Luxushauses befinden sich im Besitz der Familie der Designerin.

Raf Simons Ankunft bereicherte die Prada-Kollektion um viele neue Ideen – vom Casting zu den Entwürfen, von der Attitüde zur Silhouette. Und interessanterweise ist letztere ein Echo der New Wave-Kollektion von Christian Dior, wo Raf Simons in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts als Kreativdirektor tätig war.

Prada lud großzügigerweise ausgewählte Redakteure und Kunden in sechs Städten – Shanghai, Tokio, Dubai, Istanbul, Moskau, Berlin und Paris – zur simultanen Ausstrahlung der Show. In Paris war bei der Enthüllung der New Look Silhouette beim Prada-Lunch im Restaurant La Giraffe hoch oben auf dem Eiffelturm an mehreren Tischen ein wissendes Raunen zu vernehmen.
 
Wobei zu erwähnen ist, dass es sich um eine sehr coole und smarte Interpretation der Dior-Silhouette – mit anschmiegsamen Mohair-Strickpullovern über technikverliebte Tops mit Cut-Outs und Minilogos am Ausschnitt vorzüglicher halblanger Röcke, die durch Nylonbänder und Sicherheitsgurtschlössern für die berühmte Wespentaille sorgten. Vielerorts kombiniert mit einem vertrauten französischen Escarpin mit geformtem Mini-Absatz.

Auch bei den Models wehte ein frischer Wind, wobei sich Rafs Vorliebe für sehr schlanke, unschuldige Teenage-Models bemerkbar machte – was sehr im Gegensatz zum Set stand: Ein Fensterloses Studio, eingehüllt in goldgelbe Tücher mit farblich passendem Teppich. Wie in einem Set von David Lynch.

Von der Decke hingen zahlreiche Videokameras, die unzählige Blickwinkel der Kollektion festhielten. Die Models marschierten eines nach dem anderen mit düsterem Blick vorbei, wobei auf hängenden Bildschirmen einige ihrer Namen angezeigt wurden.

Die Arbeit der beiden Designer war offensichtlich harmonisch – und sie gingen so einige Risiken ein. Wie der Aufdruck verschiedener Schriftzüge auf Satin-, Seiden- und Nylonlooks, meist in Französisch – wie Signaux volent vers nous –, was in Italien stets als Zeichen der Eleganz angesehen wird.

 

Prada - Frühjahr/Sommer 2021 - Womenswear - Photo: Prada

 
Raf Simons war vom klassischen Dreieckslogo von Prada sichtlich angetan und zierte damit den Ausschnitt der ersten fünf oder sechs Looks. Weiter scheinen die beiden Designer ein Faible für die Femme fatale zu haben: Ein halbes Dutzend Models wurden in den schönsten Stoffen der Show eingehüllt, in wirbelnden Oversize-Mänteln aus mercerisierter Baumwolle oder Moiré-Stoffe, oft mit kontrastierenden Außenknöpfen.
 
Sie verwerteten auch Rucksäcke zu Nylon-Miniröcken und spielten mit dem charakteristischen Retro-Verner Panton-Hocker, schufen Mäntel im Schachbrettprint, die etwas effekthascherisch wirkten. Alles in allem eine kraftvolle Kollektion, wenn auch nicht unbedingt ein kraftvolles Statement, als wäre das Ganze nicht unbedingt größer als die Summe aller seiner Teile.

Nach der Show ließen sich die beiden Designer auf zwei Sitzbänken in vier Meter Entfernung nieder und beantworteten eine Reihe einfacher Fragen, die auf dem Bildschirm hinter ihnen angezeigt wurden. Darunter "Wann kam Ihnen die Idee, zusammenzuarbeiten?"

"Ich hatte nie daran gedacht, dass dies eine Möglichkeit ist, aber ich bin froh, dass wir es wagten. Wir haben uns vor vielen Jahren erstmals getroffen, als Miuccia und Patrizio Bertelli mir die Funktion bei Jil Sander anvertrauten und mit dadurch glücklicherweise in die Womenswear einführten. Als die Frage diesmal aufkam, hatte ich keine Zweifel", so Simons Antwort.

"Wird in der Mode alles erneuert?", wollte ein weiterer Fan wissen.

"Seit Covid müssen alle tiefe Reflexionen zu ihrer Marke zum Ausdruck bringen. Das Wort ‘neu’ scheint somit sehr wichtig zu sein", antwortete Miuccia.

"Die Mode hofft immer auf Neues, alle wollen Neu sein. Aber wenn man eine Marke hat, die schon seit Jahrzehnten existiert ist es vor allem wichtig, seine eigenen Arbeiten zu erneuern", ergänzte Raf.

Eine weitere Frage lautete: "Was trinken Sie morgens, um gut in den Tag zu starten?". Wort für Wort. Wir ersparen den Lesern an dieser Stelle die Antwort der Designer.



Prada - Frühjahr/Sommer 2021 - Womenswear - Photo: Prada


"Wie sah Raf das Unternehmen Prada vor seiner Ankunft?"

"Viele Jahre lang, sogar noch bevor ich vor 25 Jahren mein eigenes Label gründete, sah ich es bereits als Gemeinschaft. Es hat eine sehr geheime Grundhaltung, sehr intellektuell und auf Ästhetik basiert. Man kann nicht genau definieren, was es ist, aber es gibt sie dennoch und sie ist sehr präsent", erwiderte der belgische Designer, der zum Anlass einen XL-Wollpullover und schwarze Hosen trug.

Und ein jugendlicher Fan wollte wissen: "Wie wird man Designer?"

"Man muss studieren, studieren, studieren, Filme schauen, Kunstwerke ansehen und Literatur lesen. Meine Kleider bewirken, dass sich die Menschen, die sie tragen, etwas besser fühlen, so sind sie nützlich. Man muss sie wirklich als Instrument für das Leben betrachten", sinnierte Miuccia, die in einen ausgestellten weißen Plisseerock und einen dunkelblauen Pullover gekleidet war.

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