Premium zieht positive Bilanz


Einige Besucher waren deutlich entnervt, andere nahmen es mit Humor und improvisierten: Als am Mittwoch der Strom ausfiel und viele Aussteller im Dunkeln standen, wurde die Ware dann eben mit dem iPhone begutachtet. Andere Aussteller hatten Glück, sie hatten Oberlicht und waren wie Michalsky oder René Lezard an den Türen untergebracht und freuten sich über frische Luft als Klimaanlage, Beleuchtung und Kühlung streikten. „Glücklicherweise tat der Zwischenfall der guten Stimmung auf der Premium keinen Abbruch. Dennoch möchten wir uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen“, erklärt Premium-Organisatorin Anita Tillmann. Trotz des Zwischenfalls wurde weiter Business as usual gemacht: „Bereits am Mittwoch Morgen um zehn Uhr waren die Stände voll und es wurde gesichtet, budgetiert und geordert bis Freitag Nachmittag.“
Insgesamt kamen in diesem Juli 10% mehr Besucher als in der vergangenen Saison. Der Großteil der Besucher kam aus der D-A-CH-Region (38%), die zweitstärkste Besuchergruppe kam aus Südeuropa (24%), über 22% aus Frankreich und den BeNeLux-Staaten. Die Gänge waren gefühlt allerdings auch am zweiten Tag weniger voll als in den vergangenen Saisons. Vielleicht lag das aber auch an der neuen Wegeführung und den neuen Flächen wie der neue Avantgarde-Bereich „7th HEAVEN“ oder dem Jewels-Raum. Die ausgewählten Kollektionen und die neue Struktur wurden bei den Besuchern gut aufgenommen. Frank Servatius von Harder Fashion aus Duisburg fand: „Die Premium wird mit jeder Saison besser. Wir haben einige neue interessante Labels gefunden. Anita Tillmann und ihr Team kuratieren jede Saison erneut das Portfolio, um den Markt aktuell abzubilden: „Es freut mich, dass die Fashion Kompetenz der Premium stark gelobt wird, und wir fühlen in unserem Konzept bestätigt."
Das Fazit der Aussteller war vielerorts zurückhaltend, wenn gleich man auch zufriedene Statements hörte. Während es bei 81hours „eher durchwachsen“ lief, hatte Sales Manager Stefano Pellegrini bei Kilian Kerner alle Hände voll zu tun: „Sogar am Mittwoch lief es sehr gut bei uns. Insbesondere Deutsche und Schweizer kamen zu uns an den Stand. Es ist hier in Berlin eine ganz interessante, frische Energie. Das macht Spaß.“ Auch bei St. Emile und René Lezard war man trotz geringerer Frequenz zufrieden. Für Custo Barcelona, die in den vorangegangen Saisons immer auf der Bread & Butter zu finden waren, lief es mit einem weniger aufwendigen Stand ebenfalls gut: „Wir arbeiten hier konzentrierter als in Tempelhof. Es kommen mehr Händler und weniger Leute, die Custo sehen wollen. Unsere neuen Preise wirken anziehend für den Handel“, erklärte Peter Schäfer von CP Fashion und zeigte eine Reihe von mehr oder weniger typischen Custo T-Shirts, die nun im Verkauf weniger als 40 Euro kosten: „Die nimmt man dann auch mal so mit.“
Auch sonst hatte die Premium ein starkes Portfolio an  Jeansbrands zu bieten: Darunter etwa Namen wie True Religion, JBrand, Mother, PRPS Japan, Kuro Denim, Mason's, Current/Elliott, Paige oder Armani Jeans, die seit drei Saisons exklusiv das Premium Atelier bespielen.
Lobend hervorgehoben werden sollte noch das neue Restaurant Hell’s Kitchen, in dem an großen Holztischen und entspannter Atmosphäre Pasta, Antipasti und Pizza angeboten wurden.

Nach der Show ist vor der Show

„Nach dem internationalen Auftakt mit der Premium in Berlin freuen wir uns nun auf die beiden Orderveranstaltungen Premium Order Düsseldorf und Premium Order München, auf denen der Handel die Order fortführen bzw. abschließen wird“, so Anita Tillmann.
In Düsseldorf geht es vom 28. bis 31. Juli in den Hammer Hallen im Düsseldorfer Hafen und in München vom 11. – 14. August auf dem Zenith-Gelände weiter.

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