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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
02.11.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Primark-Eigentümer rechnet mit 375 Millionen Pfund Umsatzeinbußen infolge des Lockdowns

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
02.11.2020

Der Primark-Eigentümer Associated British Foods gab am Montag ein überraschendes Update heraus, nur einen Tag bevor die Jahresergebnisse des Unternehmens erwartet werden, da es mit weiteren Ladenschließungen in den Schlüsselmärkten, in denen es tätig ist, konfrontiert ist.

Photo, Sandra Halliday


Seit Montag sind alle Primark-Geschäfte in Irland, Frankreich, Belgien, Wales, Katalonien in Spanien und Slowenien vorübergehend geschlossen, was 19% der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche entspricht.

Die Ankündigung der britischen Regierung vom Wochenende, dass alle nicht lebenswichtigen Geschäfte in England ab diesem Donnerstag für vier Wochen schließen müssen, bedeutet, dass 57% der gesamten Verkaufsfläche ab dem 5. November vorübergehend geschlossen sein werden.

Das Unternehmen befindet sich wieder in derselben Situation wie beim Lockdown zu Beginn dieses Jahres, als es monatlich Hunderte von Millionen Pfund an Umsätzen einbüßte. Es sagte, dass sich die entgangenen Verkäufe für die Geschäfte, die jetzt geschlossen sind oder kurz vor der Schließung stehen, auf rund 375 Millionen Pfund belaufen werden. Auch in einer Reihe anderer Märkte sind die Öffnungszeiten eingeschränkt, was zu weiteren Problemen und "Unsicherheiten über weitere vorübergehende Ladenschließungen auf kurze Sicht" führt.

Dies ist ein schwerer Schlag für Primark, dessen monatlicher Verlust während des letzten Lockdowns nach eigenen Angaben mehr als 600 Millionen Pfund betrug. Da das Unternehmen keinen Online-Shop betreibt, konnten diese Verluste im stationären Handel nicht wie bei anderen Modehändlern über den digitalen Kanal kompensiert werden.

Dennoch schien das Unternehmen zu den Einzelhändlern zu gehören, die sich nach der Wiedereröffnung der Geschäfte am besten erholten und recht optimistisch waren.

Jetzt muss das Unternehmen nicht nur Einnahmeverluste hinnehmen, sondern muss auch eine riesige Menge an überschüssigen Lagerbeständen verwalten. Das Unternehmen erklärte, dass es "die Betriebspläne umsetzt, die entwickelt wurden, um die Folgen dieser Schließungen in den Griff zu bekommen, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die Betriebskosten zu senken". Es fügte jedoch hinzu, dass "alle Bestellungen, die bei unseren Lieferanten aufgegeben werden, eingehalten werden".

Es dürfte interessant sein zu sehen, welche Pläne andere große Modeeinzelhändler in Bezug auf ihre Herbst/Winter20- und Weihnachtsbestellungen verfolgen. Als im Frühjahr Lockdowns eingeführt wurden, haben viele von ihnen die erteilten Aufträge eingehalten, während andere die noch nicht ausgelieferten Bestellungen stornierten.

Dies schadete den Unternehmen weiter unten in der Lieferkette, insbesondere Bangladesch als Herstellungsland, in dem aufgrund der verlorenen Aufträge große Not herrschte.

Auch die Vermieter litten darunter, da Einzelhändler, die ihre stationären Läden nicht nutzen konnten, sich in vielen Fällen weigerten, Miete zu zahlen. Die Vermieter haben seit der Wiedereröffnung Mühe, die Mieten einzutreiben, und könnten erneut mit einer schwierigen Situation konfrontiert werden, in der ihre Mieter einen Teil des geschuldeten Geldes aufgrund dieses jüngsten Lockdowns einbehalten.

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