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Primark-Mutter AB Foods warnt vor Virus-Folgen

Von
DPA
Veröffentlicht am
24.02.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Der britische Mischkonzern AB Foods hat wegen des Coronavirus vor Auswirkungen auf seine Textilkette Primark gewarnt. Im weiteren Jahresverlauf könne es zu Lieferengpässen der chinesischen Zulieferer kommen, teilte AB Foods am Montag in London bei der Vorlage seines Zwischenberichts für die 24 Wochen bis zum 29. Februar mit.

Blick in einen Primark Store - Photo: Sandra Halliday


Zwar erwartet der Konzern zunächst keine kurzfristigen negativen Folgen. Sollten sich Verzögerungen bei der Produktion jedoch ausweiten, werde sich das Risiko von Lieferengpässen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs aber erhöhen. Deshalb ziehe AB Foods verschiedene Strategien in Erwägung, um die Virus-Folgen abzumildern. Dazu gehöre unter anderem auch eine Erhöhung der Produktionskapazitäten in anderen Regionen abseits von China.

Ungeachtet dessen bestätigte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr, in dem er weiter wachsen will. Das Geschäftsjahr des Konzerns läuft bis Mitte September.

Im ersten Halbjahr dürften die Umsätze gewachsen sein und auch der bereinigte operative Gewinn über dem Vergleichswert des Vorjahres liegen, hieß es.

Die Textilkette Primark geht in diesem Zeitraum von einer Steigerung ihrer Erlöse auf Basis konstanter Wechselkurse um 4,2 Prozent aus. Dabei profitierte der Hennes & Mauritz-Konkurrent auch von größeren Verkaufsflächen. Im Modegeschäft eröffnete AB Foods im Berichtszeitraum drei neue Primark-Filialen in Sevilla (Spanien), Kiel und Mailand (Italien). Im nächsten Quartal sollen diverse weitere neue Filialen hinzukommen und die Größe der Verkaufsflächen weiter ausgeweitet werden.

Neben dem Einzelhandel mit der Textilkette Primark, die der wichtigste Umsatzbringer ist, ist AB Foods auch im Zucker- und Agrargeschäft aktiv. Dabei trägt auch das Zuckergeschäft zu einem weiterhin positiven Ausblick für das laufende Jahr bei, weil die EU die Zuckerpreise zunächst wieder gestärkt hat. Auch im Agrargeschäft konnte der Konzern den Angaben zufolge in der ersten Jahreshälfte zulegen. Außerdem mischt AB Foods mit Marken wie Twinings-Tee und Mazola-Keimöl in der Lebensmittelindustrie sowie im Geschäft mit sonstigen Zusatzstoffen mit.

Seine endgültigen Zahlen für die ersten, noch bis Ende Februar laufenden 24 Wochen des Geschäftsjahres will AB Foods am 21. April vorlegen. Im vergangenen Geschäftsjahr (Mitte September) hatte der bereinigte operative Gewinn um 1 Prozent auf 1,42 Milliarden britische Pfund zugelegt. Der Umsatz war um 2 Prozent auf 15,8 Milliarden Pfund gestiegen.

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