Puig übernimmt Parfüm-Lizenz von Jean Paul Gaultier

Noch mehr Jean Paul Gaultier für Puig: Der spanische Konzern ist bereits seit 2011 Mehrheitsaktionär des Unternehmens. Am 1. Januar übernahm Puig nun auch die Parfüm-Lizenz des französischen Designers.


„Classique“ von Jean Paul Gaultier - Jean Paul Gaultier

Die Lizenz war von 1993 bis Ende 2015 im Besitz von Shiseido und wurde von der französischen Filiale Beauté Prestige International verwaltet. Puig stand seit mehreren Monaten in Verhandlung mit dem japanischen Unternehmen. Sie einigten sich auf einen Verkaufspreis von 90 Millionen Euro. Die Lizenz lief ursprünglich erst Ende Juni 2016 aus, doch der Konzern aus Katalonien konnte die Frist auf Anfang Jahr vorverschieben.
 
Der Kaufpreis entspricht für das erste Geschäftsjahr knapp 10 Prozent des Konzernumsatzes, der sich laut Branchenseite Women’s Wear Daily (WWD) 2014 auf 2 Milliarden Euro belief. Konzernchef Marc Puig erklärte laut WWD, die Lizenz des französischen Designers habe „das Potenzial, zu einem treibenden Faktor in unserem Portfolio zu werden“, da die Marke „durch ihren Gründer eine sehr starke Persönlichkeit ausstrahlt“.

Jedoch will Puig nur die Entwicklung der beiden Bestseller („Classique“ für Damen und „Le Mâle“ für Herren) weiterführen, auf Kosten der anderen Düfte und Produkte (Kosmetik …) von Jean Paul Gaultier.

Im Portfolio von Puig befinden sich bereits die Düfte von Carolina Herrera, Prada, Valentino, Nina Ricci und Paco Rabanne. Im vergangenen Jahr übernahm der Konzern zudem die britische Marke Penhaligon’s London und das französische Unternehmen L’Artisan Parfumeur Paris.

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