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DPA
Veröffentlicht am
25.04.2022
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Puma erwartet robusten Jahresauftakt - China-Geschäft im Fokus

Von
DPA
Veröffentlicht am
25.04.2022

Bei Puma liefen die Geschäfte zuletzt gut. Trotz Corona-Pandemie, Problemen in China und zunehmend angespannten Lieferketten konnte der Sportartikelhersteller im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielen. 2022 will der Adidas -Konkurrent noch einen draufsetzen. So soll der Umsatz in diesem Jahr währungsbereinigt um mindestens zehn Prozent zulegen. Auch das operative Ergebnis (Ebit) sieht das Management um Konzernchef Björn Gulden weiter steigen: von 557 Millionen 2021 auf 600 bis 700 Millionen Euro.

Mit Markenbotschafterin hat der Sportartikelkonzern Cara Delevigne erst kürzlich das Re:Suede-Modell lanicert. - Puma


Dabei geht die Konzernspitze davon aus, dass sich die Einschränkungen in der Lieferkette aufgrund von Containerknappheit und Hafenüberlastung fortsetzen. Höhere Fracht- und Rohstoffkosten dürften dabei auf die Profitabilität drücken. Sorgen bereitet auch weiter das wichtige Geschäft in China. Diskussionen und die Kritik an der Menschenrechtslage in China hatten unter anderem zu einem Boykottaufruf gegen westliche Marken im vergangenen Frühjahr geführt. Die chinesischen Verbraucher wandten sich zunehmend heimischen Marken zu. Zudem belastet die restriktive Corona-Politik die Entwicklung. Neue harte Lockdowns in Teilen des Landes dürften die Situation weiter verschärfen.

Dazu kommt der Krieg Russlands in der Ukraine, der die Unsicherheit über eine weitere Eskalation und die Entwicklung der Weltwirtschaft steigen lässt und auf die Verbraucherstimmung drückt. Seine Läden in Russland hat Puma geschlossen. Das Unternehmen betrieb in dem Land mehr als 90 Läden, die Mitarbeiterzahl gab der Sportartikelhersteller zuletzt mit über 900 an. Zudem liefert Puma keine Produkte mehr nach Russland. Der Umsatz in Russland und der Ukraine machten dabei zuletzt zusammen weniger als fünf Prozent der Gesamterlöse aus.

Analysten rechnen mit einem guten ersten Quartal, Umsatz und Ergebnis dürften gestiegen sein. Die Marktanteilsgewinne des Sportartikelherstellers dürften die Inflationsrisiken abmildern, notierte jüngst Analyst Christian Salis von der Bank Hauck Aufhäuser Lampe. Puma scheine gut positioniert zu sein, um das schwierige Umfeld zu meistern, was sich in starken Erstquartalszahlen widerspiegeln sollte.

Für das erste Quartal erwarten die Analysten in einem von der Nachrichtenagentur Bloomberg zusammengestellten Konsens einen Umsatzanstieg von 1,55 Milliarden auf gut 1,8 Milliarden Euro. Das Ebit soll von gut 154 Millionen auf 179,6 Millionen Euro zulegen.

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