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PVH kündigt Beendigung des Heritage Brands-Einzelhandelsgeschäfts an

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
15.07.2020
Lesedauer
2 Minuten
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PVH Corp, die in NYC ansässige Eigentümerin von Tommy Hilfiger und Calvin Klein, gab am Dienstag bekannt, dass das Heritage Brands-Einzelhandelsgeschäft als Teil der umfassenderen Bemühungen zur Rationalisierung der Aktivitäten in Nordamerika im Zuge der Covid-19-Pandemie eingestellt wird.

Van Heusen ist eines der wichtigsten Labels im Heritage Brands-Portfolio von PVH - Instagram: @vanheusenstyle


Zum Heritage Brands-Segment des Modekonzerns gehören Van Heusen, Geoffrey Beene, Izod, Arrow, Warner's, True & Co. und Olga. Das Retail Buisness der Division umfasst 162 Outlet-Stores, wobei Van Heusen den größten Teil des stationären Einzelhandelskanals ausmacht.
 
Nach Angaben von PVH werden die Heritage Brands-Einzelhandelsgeschäfte voraussichtlich bis Mitte 2021 geöffnet bleiben.

Die Rationalisierungspläne des Unternehmens in Nordamerika beinhalten zudem den Abbau von 450 Stellen bzw. 12% der Bürobelegschaft in der Region. Diese Kürzungen werden auf die drei Geschäftsbereiche und Unternehmensfunktionen von PVH verteilt und dürften zu jährlichen Kosteneinsparungen von rund 80 Millionen US-Dollar führen.
 
"Die strukturellen Veränderungen, die sich in der nordamerikanischen Einzelhandelslandschaft vollziehen, haben uns dazu veranlasst, unsere Aktivitäten in dieser Region genau unter die Lupe zu nehmen und zu ermitteln, wo wir die Kosten über unser Geschäftsmodell hinweg optimieren können", erklärte PVH-Vorsitzender und CEO Manny Chirico in einer Pressemitteilung.
 
"Infolgedessen treffen wir die unglaublich schwierigen Entscheidungen, unser Heritage Brands-Retail-Geschäft aufzugeben und eine beträchtliche Anzahl von Positionen in unserer nordamerikanischen Organisation abzubauen, um uns an die niedrigere Umsatzbasis anzupassen. Wir haben diese Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen, da das Heritage Brands-Einzelhandelsgeschäft unser ältestes ist, jedoch keine angemessenen Ertragszahlen mehr erfüllt", fuhr er fort.
 
"Die Covid-19-Krise ist dabei, die Einzelhandelslandschaft auf eine Weise dramatisch umzugestalten, von der wir glauben, dass sie von langfristiger Natur und weitreichend in Bezug auf das Kaufverhalten der Verbraucher sein wird", fügte PVH-Präsident Stefan Larsson hinzu. "Wir passen unsere Geschäfte an und gleichen unsere Kostenbasis neu aus, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und unser Finanzprofil zu verbessern, und, wo es angebracht ist, verlagern wir Ressourcen auf Geschäftsbereiche, die höhere Erträge bringen."
 
Bei der Durchführung dieser strategischen Initiativen rechnet PVH in den nächsten 12 Monaten mit Kosten vor Steuern in Höhe von etwa 80 Millionen US-Dollar, von denen 10 Millionen US-Dollar nicht liquiditätswirksam sein dürften. Diese Kosten werden größtenteils im Zusammenhang mit Abfindungen, Mietvertragsauflösungen und Bestandsabschreibungen sowie nicht zahlungswirksamen Wertminderungen von Vermögenswerten stehen.
 
Mit dieser Ankündigung reiht sich PVH in die wachsende Liste der in den USA ansässigen Modekonzerne ein, die drastische Maßnahmen ergreifen, um sich den anhaltenden finanziellen Herausforderungen durch die Corona-Krise zu stellen.
 
Nachdem das New Yorker Unternehmen Iconix seine Umbro- und Starter-Geschäftseinheiten in China bereits veräußert hat, erwägt es nun Optionen wie einen möglichen Verkauf oder eine Fusion. Am Montag meldete zudem RTW Retailwinds nach J.C. Penney, Brooks Brothers, J. Crew und Neiman Marcus als jüngster Modeeinzelhändler seit Beginn der Pandemie Insolvenz nach Chapter 11 an.

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