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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.07.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Ralph & Russo wird Berichten zufolge von US-Investoren gerettet

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.07.2021

Das hochwertige Label Ralph & Russo schloss Berichten zufolge eine Vereinbarung mit den Unternehmern, die hinter dem US-Unternehmen Retail Ecommerce Ventures (REV) stehen. Die Ankündigung des "komplizierten" Abkommens stehe kurz bevor.


Ralph & Russo - Frühjahr/Sommer 2020 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula



Das auf Couture und Ready-to-Wear-Abendkleider sowie Brautmode spezialisierte Unternehmen musste vor drei Monaten einen Konkursantrag einreichen, da die Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftstätigkeit verheerend waren.

Der Rücktritt der Mitbegründerin Tamara Ralph im Mai und die Ankündigung im Juni, wonach das Unternehmen seine Räumlichkeiten im Londoner Hauptsitz loszuwerden versuchte, machten wenig Hoffnung auf eine Kehrtwende.

Die rettende Lösung durch den Inhaber von Dressbarn wurde von Sky News in Erfahrung gebracht. REV sei ein von Tai Lopez und Alex Mehr eingerichtetes Investmentvehikel. Auch verschiedene andere Bieter sollen Interesse an der Marke zeigen.

Es ist noch unklar, welche Pläne der neue Inhaber mit der Marke verfolgt, da einerseits Tamara Ralph das Unternehmen verlassen hat und andererseits auch der verbleibende Mitbegründer Michael Russo nicht in die Vereinbarung involviert zu sein scheint.

Die Investoren sind zwar mit Einzelhandelsunternehmen vertraut und haben bereits Erfahrung mit Marken wie Dressbarn, Stein Mart, Pier 1, Radioshack, The Book People und FarmersCart gesammelt. Doch sind diese nicht vergleichbar mit den von Ralph & Russo angebotenen Luxusartikeln der Sonderklasse – mit einem Durchschnittspreis von GBP 50.000 für ein Kleid.

Ralph & Russo wurde vor 11 Jahren von den beiden Gründern gestartet und interessierte Investoren wie den Immobilienunternehmer Nick Candy und den Milliardär John Caudwell (Phones 4 U). In jüngerer Vergangenheit investierte der Inhaber von La Perla, Tennor Holding BV, rund GBP 40 Millionen in das Geschäft und wurde dadurch Minderheitsaktionär. Die niederländische Investmentgesellschaft erklärte 2019, dieser Kauf der Minderheitsanteile sei Teil "desselben Luxus-Mode-Investmentrahmen wie die Investition in La Perla Global Management und deckt den Finanzierungsbedarf von Ralph & Russo zur Beschleunigung der bestehenden Wachstumspläne".

Diese waren vor zwei Jahren sehr ehrgeizig und schienen damals in greifbarer Nähe zu liegen, da die Luxusbranche boomte und Läden in neuen Luxushubs fast schon eine Erfolgsgarantie zu haben schienen. Das Label surfte auf einer Publicity-Welle, die durch Auftritte von Stars und Sternchen ausgelöst wurde. So trug beispielsweise Meghan Markle ein Kleid der Marke, als sie ihre Verlobung mit Prinz Harry bekanntgab.

Doch wie bei vielen anderen Modemarken entblößte die Pandemie die Verletzlichkeit des Geschäftsmodells, als Gala-Events und Hochzeiten in aller Welt abgesagt werden mussten.

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