Rana Plaza: Wer zahlt den Opfern in Bangladesch wie viel?

Shila Begum überlebte die Katastrophe im Rana Plaza (Foto: Peuples Solidaires)
Die internationalen Gewerk-schaften IndustriAll und UNI haben einen Treuhandfonds eingerichtet. In diesen sollen die 29 Unternehmen, die in einer der Unglücksfabriken im Rana-Plaza-Gebäude fertigen ließen, zusammen 29 Millionen Euro einzahlen. Dann wird das Geld an die Familien der Opfer und die Überlebenden ausgezahlt. Eine erste Tranche von 465 Euro erhielten sie bereits jeweils, das meiste Geld soll noch folgen. Doch ist der Topf bislang noch nicht einmal halbvoll.

Der britische Modekonzern Primark ist Vorreiter. 723 000 Euro gehen in den Fonds, 1,34 Millionen Euro an alle Rana-Plaza-Arbeiter und weitere 6,5 Millionen Euro direkt an die Arbeiter, die für einen Primark-Zulieferer im zweiten Stock des Gebäudes arbeiteten.

Die Entwicklungshilfe-Organisation Brac USA sammelte zusammen 1,6 Millionen Euro ein, unter anderem von Gap, Walmart, The Children's Place, Asda und VF Corporation. Manche davon ließen gar nicht in Rana Plaza fertigen.

Der Textilhändler C&A aus Düsseldorf stellt 500 000 Euro bereit. Der Textildiscounter Kik aus Westfalen zahlt 723 000 Euro. Die Hälfte geht in den Fonds, die andere Hälfte an lokale Hilfsorganisationen.

Bonmarché, Camaïeu, El Corte Inglés, Inditex (Zara), Loblaw, LPP S.A., Mango, Mascot, N Brown Group und Premier Clothing zahlen einen unbekannten Betrag, wohingegen Benetton, Matalan, Adler Modemärkte und Carrefour noch nichts eingezahlt haben.

Copyright © 2019 Dpa GmbH

HotelgewerbeBranche
NEWSLETTER ABONNIEREN