René Lezard muss erneut Insolvenzantrag stellen

Die deutschen Premium-Label in der Womenswear leiden offensichtlich ganz besonders an der Krise des Modemarkts. Basler arbeitet am Neustart, Strenesse hat erst vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet. Nun folgt René Lezard und muss nach 2017 erneut die Zahlungsunfähigkeit erklären.  

Kampagnenmotiv der Premiummarke von 2018. - René Lezard

Der Vorstand der René Lezard Mode AG hat einen entsprechenden Antrag am Amtsgericht Würzburg gestellt. Grund für die Insolvenz sind ausgebliebene Zahlungen des erst im Herbst vergangenen Jahres an Bord gegangenen Investors Cemsel Tekstil

In einem "Binding Letter of Intent (LOI)" hatte sich der türkische Textilproduzent rechtsverbindlich verpflichtet, eine Kapitalerhöhung bis zum 17. Juni zu zeichnen. Dadurch wäre die Cemsel Tekstil mit mindestens 60 Prozet an René Lezard beteiligt worden.

Cemsel Tekstil und der Unternehmensgründer und Eigentümer Yasar Esgin haben diese Frist verstreichen lassen und den Schwarzachern damit "vertraglich versprochene kurzfristige und überlebensnotwendige Liquidität nicht erteilt", heißt es in einer kurzen Mitteilung.

Die nicht erfolgte Kapitalerhöhung sei letztendlich der Auslöser für den Insolvenzantrag gewesen. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Juni hatte man bereits den Weg für eine neue Kapitalerhöhung freigemacht. 

CEO Isabella Hierl will zusammen mit dem vom Gericht bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Dr. Beck & Partner den Geschäftsbetrieb weiter fortführen. Zur Zeit befindet sich das Unternehmen in Verhandlungen mit potenten Investoren.

"Das laufende Geschäft bleibt von dem Insolvenzantrag unberührt. Die Kollektionsentwicklung und die operativen Prozesse werden nahtlos und ohne Beeinträchtigung fortgeführt", so Hierl weiter. 


 

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