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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.06.2021
Lesedauer
4 Minuten
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Riccardo Sciutto (Sergio Rossi): "Omnichannel, Asien und Made in Italy sind unsere Prioritäten"

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.06.2021

Riccardo Sciutto steht seit April 2016 an der Spitze von Sergio Rossi und hat das italienische Luxusschuh-Haus seither von Grund auf umorganisiert. Das Unternehmen wechselte Ende 2015 den Besitzer, als Kering das Haus an den Fonds Investindustrial veräußerte. Nun, da die Marke unter chinesischer Flagge steht – sie wurde von der Fosun Fashion Group übernommen – wurde der CEO in seiner Funktion bestätigt. Im Gespräch mit FashionNetwork.com erklärt er, wie er seine Aufgaben weiterführen will.
 

Riccardo Sciutto - Sergio Rossi

 
FashionNetwork.com: Welche Einzelheiten können Sie zum Deal mit Fosun bekanntgeben?

Riccardo Sciutto: Wir können keine Zahlen zur Transaktion nennen. Investindustrial wollte sich, wie dies bei den meisten Fonds der Fall ist, nach fünf Jahren zurückziehen. Wir haben mit Fosun einen Partner gefunden, der die Fortführung unserer Strategie gewährleisten will. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Zu den Bedingungen des chinesischen Konzerns zählte es, dass ich an der Spitze des Unternehmens bleibe. Mit meinen leitenden Managern sind wir zu Mitinvestoren an der Seite von Fosun geworden und haben eine kleine Beteiligung am Unternehmen übernommen. Das ist ein wichtiges Zeichen der Kohärenz und Kontinuität.

FNW: Welches sind die Grundwerke der Marke heute?

RS: 
In den vergangenen fünf Jahren haben wird das Unternehmen tiefgreifend umorganisiert und der Fabrik von Sergio Rossi in San Mauro Pascoli, in der Wiege der italienischen Schuhmanufaktur Emilia-Romagna, wieder auf die Füße geholfen. Es ist ein einzigartiger Ort und ein echter Mehrwert für die Marke. Auf 50.000 m² umfasst die Anlage die Fabrik (10.000 m²), aber auch Lagerhallen, Büros und unsere Archive mit 7000 Paar Schuhen.

Hier arbeiten 200 Kunsthandwerker und insgesamt 420 Personen, wobei wir auch für Drittkunden produzieren. Mit Fosun können wir uns zukünftige Synergien vorstellen, in deren Rahmen wir die Schuhkollektionen der anderen oder zukünftigen Konzernmarken produzieren könnten. Über dieses wichtige Element der Pflege der italienischen Traditionen und des Know-hows hinweg haben wir auch bei der digitalen und Omnichannel-Innovation einen Gang höher geschaltet, und unsere Expansion im Ausland intensiviert.

FNW: Welches sind Ihre wichtigsten Absatzmärkte?

RS: Auf China und Japan entfallen über 50 Prozent unseres Umsatzes, je etwa hälftig. Darauf folgen Italien, Frankreich, wo wir sehr gut stehen, und Russland. Wir verfügen nun über vier Verkaufsstellen in Paris (Anm. d. Red.: An der Rue du Faubourg Saint Honoré ist Sergio Rossi unweit einer weiteren Fosun-Tochter: Lanvin). In Japan verfügen wir über 24 Stores, die wir direkt kontrollieren, in China sind es 12. Hier haben wir soeben zwei neue Läden eröffnet und zwei weitere sind für den September geplant. Es ist offensichtlich, dass wir mit Fosun in diesem Markt weitere Online- und physische Verkaufsstellen eröffnen werden. Ende April erzielten wir den größten Onlineumsatz in China. In der Luxusbranche wird China bald mit dem Gesamtumsatz aller verbleibenden Länder gleichziehen. Es ist absolut entscheidend, in diesem Land gut aufgestellt zu sein.

FNW: Welches sind die nächsten großen Herausforderungen für Sergio Rossi?

RS: Omnichannel, Asien und Made in Italy sind unsere Prioritäten. Ziel ist es, den Kreis zu schließen und die eingeführte Strategie zu Ende zu führen. Das heißt, in die Ferne blicken und die entscheidenden Luxusmärkte erobern, ohne unsere Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Wir müssen die Bedeutung des Made in Italy vermitteln.

FNW: Und wie sieht es mit den Omnichannel-Projekten aus?

RS: Es handelt sich um eines unserer wichtigsten Projekte. 2020 haben wir unseren Pop-up-Store an der Via Montenapoleone im Herzen von Mailand renoviert, und führen ihn nun weiter. Das erste Stockwerk ist ganz dem Fernverkauf gewidmet. Kunden aus aller Welt können sich virtuell einschalten und unsere Verkäufer vor Ort präsentieren ihnen unsere Kollektionen am Bildschirm. Es ist wie eine Art Radio- oder Fernsehsender. Aus meinem Büro kann ich mich von meinem Computer aus zuschalten und beispielsweise die wichtigsten Kunden persönlich begrüßen. Ein Drittel des Umsatzes des Stores wird nun auf diese Weise erzielt. Die Idee dahinter ist es, das Modell auch auf unsere anderen Stores anzuwenden, wie es seit einer Woche beispielsweise in Paris der Fall ist. So bieten wir eine 360°-Omnichannel-Erfahrung. Es ist wichtig, das Personal spezifisch zu schulen, da es sich um eine gänzlich andere Verkaufserfahrung handelt. Die Schulungen finden in unserer eigenen Akademie statt.

FNW: Wie steht es mit dem Umsatz und dem Wiederaufschwung?

RS: 2019 belief sich unser Umsatz auf 68 Millionen Euro. Durch die Pandemie nahm er im vergangenen Jahr um 27 Prozent ab. Doch der Jahresbeginn 2021 war vielversprechend: Zwischen Januar und April haben wir einen Umsatzanstieg um 38 Prozent verzeichnet, besonders in Asien.

FNW: Wie ist Ihr Vertriebsnetzwerk organisiert?

RS: Insgesamt verfügen wir über 64 Stores, 45 davon verwalten wir direkt. Wir führen Verhandlungen, um neue Franchisen zu eröffnen, demnächst beispielsweise in Kuwait und in Almaty in Kasachstan. Im Großhandel verfügen wir über an die 300 Multi-Brand-Kunden. Zum Glück waren die Auswirkungen für uns in diesem Kanal, der stark gelitten hat, gering. Der Großhandel hat sich stark verändert, ist enger und schwieriger geworden. Wir hoffen, in diesem Bereich durch ein im Februar mit der neuen Linie Sì Rossi gestartetes Projekt wachsen zu können. Die Linie gab es theoretisch schon früher, doch nun wurde die Kollektion verjüngt und veredelt und ist mit ihren Plateau- und markanten Absatzschuhe sehr erkennbar. Die Linie wird in 30 Top-Stores geführt und stieß sogleich auf reges Interesse.
 

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