Roberto Cavalli: 26 Millionen Euro Verlust in 2016

Das italienische Modehaus Roberto Cavalli gab am Donnerstag bekannt, dass es 2016 dramatische 26 Millionen Euro Verlust gemacht hat. Das florentinische Label weist jedoch darauf hin, dass sich der Direktvertrieb, aufgrund der greifenden Umstrukturierungsmaßnahmen, in den ersten drei Monaten dieses Jahres stabilisiert hat. Nichtsdestotrotz ist der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent gefallen.

Roberto Cavalli - Spring-Summer2017 - Womenswear - Milan - © PixelFormula

2016 war generell ein schwieriges Jahr für Cavalli. Im Oktober wurden 200 der insgesamt 672 Mitarbeiter entlassen, im gleichen Monat musste ebenfalls der Designer Peter Dundas seinen Hut nehmen, nach dem sein vom Hippie-Chic inspiriertes Design nicht die erhoffte Aufmerksamkeit erzielt hatte. Bis jetzt gibt es noch keinen Nachfolger für Dundas.
 
Cavalli fügte hinzu, dass sie im vergangenen Jahr einen Nettoumsatz von 155 Millionen Euro und einen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 26 Millionen Euro erzielt haben. Die Restrukturierungskosten trugen zu einem Nettoverlust von 55 Millionen Euro bei.
 
CEO Gian Giacomo Ferraris, sieht jedoch kämpferisch in die Zukunft: „Die Ergebnisse sind wie vorhergesehen, es gibt keine Überraschungen. Auf dieser Basis, haben wir in nur zwei Monaten mit einer Reorganisation und einem Entwicklungsplan begonnen, der bereits erste Ergebnisse erzielt. Die Absatzzahlen von Roberto Cavalli haben sich bereits stabilisiert und wir sehen eine Verbesserung im ersten Quartal dieses Jahres.“
 
Ferraris kam im August 2016 zu Cavalli. Zuvor spielte er auch schon bei Versace eine wichtige Rolle in der Trendwende des Unternehmens.
 
„Wir wissen, dass es noch ein langer Weg ist, aber wir haben gute Gründe vorsichtig optimistisch in die Zukunft zu blicken. Wir haben ein erstklassiges Managementteam zusammengestellt und schließlich haben wir begonnen, potenziell bedeutende Geschäftsfelder zu internalisieren, wie Roberto Cavalli Herrenbekleidung, Junior, Underwear und Beachwear“, erklärt der CEO. 
 
Cavalli, die im April 2015 von der Private Equity Firma Clessidra gekauft wurden, erwarten jedoch im Jahr 2018 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Die Neuigkeit über einen neuen Kreativdirektor blieb Ferraris seinem Publikum schuldig.




 

Übersetzt von Melanie Muller

© Thomson Reuters 2018 All rights reserved.

Mode - Prêt-à-PorterMode - AccessoiresMode - SchuheSportDenimLingerieBademodeBrillenMode - VerschiedenesLuxus - Prêt-à-PorterLuxus - AccessoiresLuxus - SchuheLuxus - VerschiedenesKreationBusiness
NEWSLETTER ABONNIEREN