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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
01.04.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Roberto Cavalli beantragt Gläubigerschutz

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
01.04.2019

Nach der Nachricht vom Ausscheiden des Kreativdirektors Paul Surridge gab das angeschlagene italienische Luxushaus Roberto Cavalli am Freitag bekannt, dass es beschlossen hat, beim Gericht in Mailand einen Antrag auf Gläubigerschutz einzureichen, während es die Gespräche mit potenziellen Investoren und Käufern fortsetzt.

Roberto Cavalli - Herbst/Winter 2019 - Womenswear - Mailand - © PixelFormula

 
"Mit dieser Anfrage will das Unternehmen einen klar definierten Rechtsmechanismus nutzen, der vom Gesetzgeber eingerichtet wurde, um kritische Phasen zu bewältigen und zu überwinden, die auch zur Einstellung einiger Aktivitäten im Ausland führen könnten", erklärte die Marke in einer Pressemitteilung.

Das Mailänder Gericht wird nun den Antrag des Unternehmens prüfen und einen Zeitrahmen festlegen, in dem die Marke Roberto Cavalli bei der Ausarbeitung ihrer Pläne einen "offenen Dialog" mit den zuständigen Behörden und anderen betroffenen Parteien führen muss.

Das im April 2015 vom italienischen Investmentfonds Clessidra übernommene Roberto Cavalli wurde seither unter der Leitung von CEO Gian Giacomo Ferraris, der 2016 zum CEO ernannt wurde und mit dem Relaunch der stagnierenden toskanischen Marke beauftragt war, umfassend umgestaltet. Im folgenden Jahr wurde Surridge zum Creative Director ernannt.

Die Versuche, das Schicksal der Marke abzuwenden, haben sich jedoch als unzureichend erwiesen, wobei eine von Reuters zitierte Quelle das Hauptproblem bei zu geringen Investitionen in Marketing und Ladenumgestaltung sieht.
 
Die Situation rund um den Verkauf des Luxusmodehauses ist in den letzten Wochen immer komplizierter geworden, die Gewerkschaften haben sich über die unsichere Zukunft der 270 Mitarbeiter des Unternehmens besorgt geäußert.
 
Inzwischen sieht es so aus, als ob die US-Investmentfirma Bluestar Alliance – unter anderem Eigentümerin von Bebe, Catherine Malandrino, Tahari und Brookstone – der Spitzenreiter bei der Übernahme des Unternehmens ist, nachdem berichtet wurde, dass der deutsche Designer Philipp Plein, der zunächst Interesse an der Übernahme bekundet hatte, den Kauf nicht mehr verfolgen will.
 
Roberto Cavalli, das für 2019 einen Umsatz von 155 Millionen Euro erwartet, hat nicht angegeben, mit wie vielen Parteien es derzeit Gespräche führt.

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