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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.04.2019
Lesedauer
3 Minuten
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Roberto Cavalli stellt US-Geschäft ein

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.04.2019

Roberto Cavalli versucht im Hinblick auf die Übernahme durch einen neuen Investor zu retten, was zu retten ist: Am Dienstag, 2. April stellte die in finanzielle Schieflage geratene italienische Luxusmarke beim Mailänder Gericht präventiv einen Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Vergleichsverfahrens. Diese Lösung ermöglicht es Roberto Cavalli, die Geschäftstätigkeit fortzusetzen, um Zulieferer, Gläubiger und potenzielle Käufer zu beruhigen. In diesem Zusammenhang stellte das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in den USA ein, wo es Verluste erwirtschaftete.


Roberto Cavalli, Herbst/Winter 2019/2020 - © PixelFormula


"Die USA sind seit geraumer Zeit ein sehr schwieriger Markt für die Marke und die Verluste waren nicht mehr tragbar. Alle Geschäftstätigkeiten von Roberto Cavalli in den USA sind gegenwärtig eingestellt", kommentierte das Unternehmen auf Anfrage von FashionNetwork.com. Am Freitagabend gab Roberto Cavalli in einer Pressemitteilung bekannt, dass das Unternehmen mit der Konkursverwaltung "einen klar definierten und vom Gesetzgeber eingeräumten juristischen Mechanismus" verwende, um "kritische Phasen anzugehen und zu überstehen, die auch zur Einstellung bestimmter Tätigkeiten im Ausland führen könnten".

Betroffen ist in einem ersten Schritt der amerikanische Markt. Für die anderen Länder "werden Untersuchungen durchgeführt", so das Modehaus. Die seit 2015 im Besitz des Investmentfonds Clessidra befindliche Marke erklärte weiter: "Die anderen Märkte haben in Bezug auf die Kosten nicht dasselbe Gewicht, da die amerikanische Struktur sehr stark entwickelt war". Die Ende der 1990er Jahre gegründete US-Filiale beschäftigte 93 Personen, die entlassen wurden. Das Netzwerk umfasste sieben Stores und vier Outlets. Im Wholesale belieferte die Filiale auch Kunden in Mexiko und in Kanada.

Eine radikale Entscheidung, die sich "zur Absicherung des Verkaufsprozesses wie auch zum Schutz aller anderen Tätigkeiten der Marke" aufdrängte. Der Investmentfonds Clessidra, dem 90 Prozent der Unternehmensanteile gehören, versucht seit Monaten, seine Beteiligung zu veräußern. Zuletzt führte er Verhandlungen mit der amerikanischen Bluestar Alliance, zu der unter anderem die Marken Bebe, Catherine Malandrino, Tahari und Brookstone gehören.

Etwas mehr Zeit hätte der Marke sicherlich gereicht, um sich neu auszurichten, doch ohne neue Investitionen und in finanzieller Schieflage hatte das Unternehmen keine andere Möglichkeit, als ein Vergleichsverfahren anzustreben. Dieser Schritt sorgte bei den italienischen Gewerkschaften für Unruhe, denn das Modehaus beschäftigt in Italien insgesamt 270 Personen.

Am Montagmorgen fanden die Gewerkschaftsvertreter und die Behörden in Florenz mit der Geschäftsleitung zusammen. Ein Gewerkschafter erklärte nach dem Treffen: "Wir konnten nicht erkennen, ob eine ernsthafte Absicht vorhanden ist, einen Industriekonzern zu finden, der die Produktion einer so bedeutenden Marke übernehmen könnte". Dennoch soll die Geschäftsführung angedeutet haben, dass mehrere Konzerne Interesse an der Marke zeigen und dass die Geschäftstätigkeit weitergeführt wird, bis ein Käufer gefunden ist.

2017 verzeichnete Roberto Cavalli einen Umsatzrückgang um 1,8 Prozent auf EUR 152,4 Millionen, wobei der operative Bruttoverlust von EUR 26,2 Millionen im Jahr 2016 auf EUR 7,1 Millionen stark reduziert wurde. Europa war zu diesem Zeitpunkt der wichtigste Absatzmarkt mit rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes (rund 20 Prozent entfallen auf Italien), darauf folgten die USA (27 Prozent), der nahe Osten und Asien. Die Ergebnisse für 2018 wurden noch nicht bekanntgegeben.
 

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