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Rocket Internet fürchtet herben Dämpfer durch Corona-Krise

Von
DPA
Veröffentlicht am
28.05.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Der Start-Up-Investor Rocket Internet rechnet nach einem Quartalsverlust wegen der Corona-Krise vorerst mit einer weiterhin negativen Entwicklung. Bei "sehr vielen" Unternehmen aus dem Portfolio des Konzerns sei die Ungewissheit infolge der Covid-19 Pandemie stark gestiegen, sagte Rocket-Chef Oliver Samwer bei der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen am Donnerstag in Berlin. Dies wirke sich negativ auf die Bewertungen und das operative Ergebnis aus. "Wir denken, dass dies kurz- und mittelfristig so bleiben wird."

Reuters


An der Börse wurden die Nachrichten nach anfänglichen Kursgewinnen negativ aufgenommen. Um die Mittagszeit war die Rocket-Aktie mit einem Minus von 1,5 Prozent einer der schwächsten Werte im MDax . Seit dem Jahreswechsel hat das Papier rund 18 Prozent eingebüßt.

Bei vielen seiner Netzwerkunternehmen erwartet Rocket Internet 2020 entweder ein geringeres Umsatzwachstum oder sogar starke Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr. "Die Covid-19-Pandemie könnte erhebliche negative Auswirkungen auf das gewährte Darlehensportfolio haben", heißt es im Quartalsbericht. Deren Höhe könne man aber nicht vorhersagen. Ende April verfügte Rocket Internet nach eigenen Angaben über flüssige Mittel von netto rund 1,9 Milliarden Euro, rund 200 Millionen weniger als Ende März.

Im ersten Quartal musste Rocket Internet trotz gewachsener Umsätze bei seinen Beteiligungsunternehmen Home24 und Global Fashion Group wie angekündigt einen Nettoverlust von 162 Millionen Euro verbuchen. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von 140 Millionen gestanden. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich von 13,5 auf 48,9 Millionen Euro.

Dabei schlug sich der Online-Modehändler Global Fashion Group in der Krise gut. Der Umsatz legte im ersten Quartal währungsbereinigt um acht Prozent auf 271 Millionen Euro zu. Allerdings steckte das Unternehmen selbst vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) noch in den roten Zahlen. Die bereinigte Ebitda-Marge blieb mit minus 8,3 Prozent negativ, fiel aber 1,5 Prozentpunkte besser aus als ein Jahr zuvor.

Der Online-Möbelhändler Home24 steigerte seine Erlöse um 14 Prozent auf 103 Millionen Euro. Die bereinigte Ebitda-Marge verbesserte sich von minus 16 auf minus 3 Prozent.

 

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