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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.02.2019
Lesedauer
3 Minuten
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Saint Laurent: Die Betty Catroux der Moderne

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.02.2019

Auch in dieser Saison inszenierte Anthony Vaccarello seine Show auf der dem Eiffelturm gegenüberliegenden Uferpromenade. Für seine Vision von Saint Laurents Zukunft griff er tief in die Vergangenheit des Labels.


Saint Laurent - Herbst/Winter 2019 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Vaccarello überarbeitete viele von Yves Saint Laurents berühmtesten Looks – von Damensmokings über exotische Ethno-Stickereien bis hin zu Herrenpelzmänteln. Der Kreativdesigner überzeichnete die Proportionen und verlängerte die Silhouette dergestalt, dass in ganz Paris nichts Längeres zu sehen war.

Der belgisch-stämmige Couturier schuf erneut ein atemberaubendes Set: Er gab einen millionenschweren Kasten in Auftrag, an deren Seite sich eine reflektierende Wand befand. Sobald der Soundtrack zur Show loslegte, wurde daraus eine transparente Trennwand, in der unzählige Glühlampen in feinen Linien aufgereiht waren. Über ein computergesteuertes Programm wurde der Lichterwald zum Leben erweckt.

Anders als in Mailand, wo fast alle Kollektionen stilvolle Karriere- und Berufskleidung enthielten, schienen die Designer in Paris mehr von Frauen angetan, die lediglich Unterhaltung und Spaß wollen. Es ist nur schwer vorstellbar, wie jemand in einem dieser Saint Laurent-Outfits in ein Büro hineinspazieren könnte, mal abgesehen von einem Rockstar, der einen Plattenvertrag unterzeichnen soll.

Viel besser passen die Entwürfe zu Gästen von Modenschauen wie dieser, mit VIPs, Berühmtheiten und auch ein paar Schauspielern. In der ersten Reihe der Show saß Lindsey Lohan, die auch ein Jahrzehnt nach ihrem misslungenen Modedebüt als "Designerin" für Ungaro in Paris noch in Ungnade ist. Ebenfalls ganz vorne saßen Kate Moss, in Begleitung des bekannten amerikanischen Designers George Cortina, und ein paar Schauspieler. Darunter Matt Dillon in einem Saint Laurent-Caban und Salma Hayek mit Ihrem Mann sowie YSL-Inhaber François-Henri Pinault.


Saint Laurent - Herbst/Winter 2019 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Zu einem aus riesigen Lautsprechern wummernden Electro-Remix liefen die ersten Models in Mini-Cocktailkleidern und 12-cm-Plattform-Heels mit Spikes sowie großartigen Mänteln mit breiten Schultern über den Laufsteg. Darauf folgten zwei vorzüglich geschnittene Anzüge – einer ganz in Weiß, der die Perfektion selbst war. Vaccarello war schon immer ein teuflisch guter Schneider.
 
Viele Tops waren aus durchscheinenden Stoffen gefertigt – denen auch Yves Saint Laurent nicht abgeneigt war – und die Jackets mit Alligatornarbung und Epauletten versehen. Doch warum genau sein Nachfolger das Bedürfnis verspürte, ein knappes Dutzend Models in mittelalterlichen Pailletten-Shorts zu kleiden, bleibt unergründlich. Die schlanken Beine der Models wirkten dadurch richtig ausgemergelt.

Nach etwa einem Drittel der Show lief der Designer zu Höchstform auf, mit bestickten Rockstar-Westen aus Velours und einigen sensationell geschnittenen Cocktail-Kleidern mit Ein-Meter-Schleifen, die in rechtem Winkel von den Schultern abstanden. Die Looks dürften vorzügliche Hochglanzbilder abgeben.


Saint Laurent - Herbst/Winter 2019 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Mit strohblonden Haarschöpfe, schwarzen Sonnenbrillen und tief in den Taschen vergrabenen Händen glichen die Models, so die Vorstellung, Betty Catroux' Enkelinnen. Das Finale hingegen verkam zum heillosen Durcheinander, mit Models, die hinter der reflektierenden Wand größtenteils im Dunkeln gingen, während die Lichter wellenförmig aufleuchteten. Das Ganze sah sehr nach einem defekten Nintendo-Spiel aus. Die wohl seltsamste Management-Entscheidung seit Caligula sein Pferd zum Minister beförderte.

In der Dunkelheit drehte Vaccarello eine kurze Runde und verneigte sich knapp, zum zurückhaltendsten Applaus, der in über drei Jahrzehnten an einer Saint Laurent-Show zu vernehmen war.
 

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