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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.04.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Saint Laurent kehrt Pariser Modewoche überraschend den Rücken

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.04.2020

Saint Laurent startet mit einem Beben in die neue Woche: Das Luxushaus kehrt der Pariser Modewoche im September den Rücken und will – zumindest für das Jahr 2020 – ein eigenes Schauenprogramm auf die Beine stellen.


Anthony Vaccarello – Art und Creative Director von Saint Laurent - Kering - DR


"Angesichts der aktuellen Lage und der dadurch ausgelösten Umwälzungen entschloss sich Saint Laurent, seinen Rhythmus selbst in die Hand zu nehmen und das Schauenprogramm umzugestalten", erklärte das Haus in einer überraschenden Pressemitteilung.

Die abrupte Entscheidung folgt einen Monat nachdem sich der französischen Branchenverband Fédération de la Haute Couture et de la Mode (FHCM) aufgrund der COVID-19-Pandemie zur Absage der ursprünglich im Juni geplanten Pariser Männermodesaison gezwungen sah. Der FHCM hatte zum selben Zeitpunkt auch angekündigt, dass die Ende September angesetzten Damenmodeschauen als Co-ed-Saison stattfinden würden.

Seit Anthony Vaccarello 2016 zu Saint Laurent gestoßen ist, organisiert das Modehaus aufwendige und umfangreiche Co-ed-Schauen auf riesigen Bühnen am Ufer der Seine, mit Blick auf den Eiffelturm. Die Menswear wird dabei oft im Anschluss an die Damenkollektionen gezeigt.


Ein Look der Herbst-/Winterkollektion 2020 von Saint Laurent - FashionNetwork.com - DR


"Mehr als je zuvor wird die Marke ihren eigenen Rhythmus vorgeben, um den Wert der Zeit und des Kontakts zu Menschen in der ganzen Welt zu legitimieren, indem wir uns ihrem Wohn- und Lebensraum nähern", so das Modehaus weiter. Saint Laurent ist eines der wichtigsten Luxushäuser von Kering, seines Zeichens zweitgrößter Luxuskonzern der Welt.

"Mit dieser konsequenten Strategie wird Saint Laurent seine Kollektionen im Jahr 2020 nicht im Rahmen der bereits bestimmten Schauenkalender enthüllen. Das Haus wird seine Kollektionen im Rahmen eines Programms enthüllen, das auf Kreativität ausgerichtet und auf die heutige Situation abgestimmt ist". Die Marke machte jedoch keine weiteren Angaben zum möglichen Zeitplan oder der Location für die kommende Laufstegveranstaltung.

Die Entscheidung sorgt in zweierlei Hinsicht für ein Beben in der Branche. Zunächst ist die Geschäftsführerin von Saint Laurent, die italienischstämmige Francesca Bellettini, auch Präsidentin der Womenswear-Sparte des FHCM. Die Absage der Saint Laurent-Show in Paris ist somit kein Vertrauensvotum in die Zukunft der französischen Modehauptstadt. Zudem besteht ein wahres Risiko einer Kettenreaktion, da auch andere wichtige Marken ihre Schauenorganisation selbst in die Hände nehmen und im Herbst möglicherweise auf eine Teilnahme in Paris verzichten könnten. Mit Blick auf die aufwendige Organisation der Saint-Laurent-Schauen dürfte die Entscheidung zudem als klare Kostensenkungsmaßnahme gesehen werden.


Francesca Bellettini, Präsidentin und CEO von Yves Saint Laurent sowie Präsidentin der Fédération de la Haute Couture et de la Mode- Kering - Kering


An der offiziellen Menswear-Saison in Paris hat Saint Laurent schon seit mehreren Jahren nicht mehr teilgenommen. Im Juni 2019 reiste die Marke mit ihrer Sommerkollektion 2020 nach Los Angeles und organisierte eine Schau in Malibu Beach, der Prominente wie Keanu Reeves und Miley Cyrus beiwohnten. Die Inspiration für die gezeigte Kollektion stammte von Yves Saint Laurents glorreichen Zeiten in Marrakech, die für das Los Angeles des 21. Jahrhunderts überarbeitet wurden. Ein Jahr zuvor enthüllte der belgisch-stämmige Designer Anthony Vaccarello die Menswear-Kollektion des Labels in New York.

In Frankreich wurde am Dienstag, 17. März eine Ausgangssperre verhängt, die noch bis zum Montag, 11. März gilt. Ab diesem Zeitpunkt ist eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen geplant. Schulen sollen wieder geöffnet werden, aber Restaurants, Cafés, Hotels, Kinos und andere Freizeitaktivitäten bleiben weiterhin geschlossen.

Der FHCM konnte für einen Kommentar nicht erreicht werden, doch kann davon ausgegangen werden, dass Francesca Bellettini die Organisation bereits vor der heutigen Ankündigung über die Entscheidung informiert hatte.

Der Verband, der die Haute-Couture-, Womenswear- und Menswear-Schauen in Paris organisiert, will sich demnächst über eine neue Form der digitalen Präsentation für die zukünftigen Schauen in Paris äußern.
 
 

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