Salvatore Ferragamo: Steigende Halbjahresergebnisse bestätigen Aufschwung

Das italienische Luxushaus bestätigte am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse nach zwei schwierigen Jahren die Trendwende mit steigendem Umsatz und Gewinn.


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Salvatore Ferragamo - Frühjahr/Sommer2020 - Menswear - Florence

In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Reingewinn um 2,4 Prozent auf EUR 60 Millionen, was gemäß Factset Estimates den Erwartungen der Analysten entspricht.

Der Umsatz verbesserte sich um 4,6 Prozent auf EUR 705 Millionen. Auch dieser Wert entspricht dem Analysten-Konsens. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz gar um 4,9 Prozent.

Salvatore Ferragamo hatte in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten mit der Positionierung der Marke zu kämpfen. Im Geschäftsjahr 2018 sank der Umsatz um 3,4 Prozent und der Reingewinn brach um 21,1 Prozent ein. Bereits im davorliegenden Geschäftsjahr zeichneten sich Schwierigkeiten ab.

Um eine Trendwende herbeizuführen, unterzog sich das Modehaus aus Florenz einer umfangreichen Umstrukturierung. Ziel war es, sich in den schwächelnden Produktkategorien stärker aufzustellen und die Positionierung in der Schuhsparte zu konsolidieren.

Im vergangenen Sommer vertraute das Unternehmen die Geschäftsführung deshalb der Managerin Micaela Le Divelic Lemmi an, die zuvor 20 Jahre lang für den französischen Luxus-Giganten Kering tätig gewesen war.

Bereits zu Beginn des Jahres trugen die Maßnahmen erste Früchte, obwohl der wirtschaftliche Kontext aufgrund des schwachen Wachstums in Europa, der Spannungen zwischen China und den USA sowie der Unsicherheiten im Hinblick auf den drohenden Brexit alles andere als einfach war.

Als direkte Folge der Erholung kletterte der Börsenwert des Unternehmens nach einer deutlichen Baisse im Vorjahr seit dem 1. Januar an der Mailänder Börse um rund 17 Prozent in die Höhe.

Den größten Absatzmarkt von Salvatore Ferragamo bildet mit 39,3 Prozent des Umsatzes weiterhin der Raum Asien/Pazifik. Hier stieg der Umsatz um 8,1 Prozent und in den direkt verwalteten Läden in China gar um 17,4 Prozent.

In der EMEA-Zone (Europa, Nahost, Afrika) verbesserte sich das Ergebnis um 3 Prozent und in Süd- und Mittelamerika um 13,4 Prozent. In Japan und in Nordamerika blieb die Situation mit einem Plus von 0,1 Prozent bzw. 0,4 Prozent insgesamt stabil.

Das Kerngeschäft konzentriert sich noch immer auf die Schuhsparte, auf die 42,2 Prozent des Umsatzes entfallen. Hier setzte das Unternehmen 4,1 Prozent mehr um als im Vorjahr. In den Lederwaren ergab sich eine Verbesserung um 6,9 Prozent (die Sparte macht nun 39,9 Prozent des Umsatzes aus) und bei den Parfüms um 7,8 Prozent.

Das Luxushaus, dessen Hauptaktionär noch immer die Familie Ferragamo ist, wird von Ferrucio Ferragamo geführt. Er hat mehrfach wiederholt, dass seine Familie keinen Verkauf ins Auge fasst.

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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