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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.04.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Salvatore Ferragamo: Leonardo Ferragamo löst seinen Bruder Ferruccio an der Spitze ab

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.04.2021

Die Geschäftsführung von Salvatore Ferragamo bleibt abgesehen von der Führungsspitze unverändert. Die italienische Luxusmarke bestätigt Micaela le Divelec Lemmi und Michele Norsa in ihrer jeweiligen Funktion als Geschäftsführerin (CEO) und Executive Vice President. Der geschäftsführende Vorsitzende Ferruccio Ferragamo hingegen tritt zugunsten seines Bruders Leonardo von seiner Funktion zurück.


Ferruccio Ferragamo - DR


Die von der Mehrheitsaktionärin des florentinischen Modehauses, Ferragama Finanziara, eingereichten Namen für die Erneuerung des Verwaltungsrats zeugen vom Bestreben, eine Kontinuität in der Geschäftsführung zu wahren. Somit wird den Spekulationen über eine tiefgreifendere Umbildung der Führungsspitze vorerst ein Ende gesetzt. Das Board, das am 22. April 2021 antritt, bleibt bis Ende 2023 im Amt.

Der älteste Sohn des Markengründers Salvatore Ferragamo, Ferruccio (75 Jahre) trat 1963 in den Familienkonzern ein und übernahm 2006 dessen Vorsitz, nachdem er über 20 Jahre lang in führender Position tätig war. Seine exekutiven Aufgaben legte er 2020 nieder, als der Manager Michele Norsa mitten in der Pandemie zum Unternehmen zurückkehrte. Er blieb jedoch Präsident von Ferragamo Finanziaria.

Sein Bruder Leonard (67 Jahre) tritt seine Nachfolge an. Er arbeitet seit 1973 für das Unternehmen in der Lederherstellung. 1976 startete er die Schuhlinie für Herren und 1981 die Herrenabteilung, wobei er in verschiedenen Führungsfunktionen tätig war und insbesondere die internationale Expansion von Salvatore Ferragamo begleitete.

Im neuen Verwaltungsrat sind nur noch 10 Mitglieder statt wie bis anhin 13 Personen aktiv. Zwei davon stammen ebenfalls aus der Familie Ferragamo: Ferruccio Ferragamos Sohn, Giacomo, auch "James" genannt, ist für die Abteilung Schuhe und Lederwaren tätig und kehrt zum Board zurück, das er vor einem Jahr verlassen hat. Und Angelica Visconti, Ferrucio und Leonardo Ferragamos Nichte, ist gegenwärtig Geschäftsführerin Global Wholesale und Travel Retail.

Das Modehaus litt besonders stark unter der Covid-19-Krise und verbuchte 2020 einen Bilanzverlust von EUR 72 Millionen. Nach zwei schwierigen Jahren 2017 und 2018 hatte sich das Unternehmen 2019 kaum erholt, als die Pandemie ausbrach. Diese ließ den Umsatz um 33,5 Prozent auf EUR 916 Millionen einbrechen. Aufgrund dieser Schwierigkeiten kursieren seit Jahren regelmäßig Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Unternehmens.

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