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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
05.07.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Schiaparelli und Iris van Herpen eröffnen Pariser Haute-Couture-Woche

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
05.07.2022

Die Pariser Haute Couture-Woche wurde am Montag mit einer brillanten Schauen-Reihe eröffnet. Mit organischem Twist wagten Schiaparelli und Iris Van Herpen den Auftakt zur viertägigen Veranstaltung in Paris.

Schiaparelli: Elsas immerwährender Einfluss



Schiaparelli eröffnete die Pariser Haute Couture-Woche am Montag mit einer verspielten Weiterentwicklung der Codes und der Archive des Hauses. Die Show fand im Museum dekorativer Kunst des Louvre statt, wo das Haus am selben Abend eine bedeutende Retrospektive zu ihrer Gründerin einweihte.

Kreativdesigner Daniel Roseberry schickte zum Auftakt einen messerscharf geschnittenen schwarzen Samtblazer mit aufgestickten blauen Trauben über den Laufsteg – inspiriert am Originalarchiv von Elsa Schiaparelli – das von hinten als hübsches, champagnerfarbenes Korsett ausgestaltet war.


Schiaparelli Haute Couture Herbst/Winter 2022 - Schiaparelli


Unmengen an aufreizend-eleganten Entwürfen, mit durchgehend sichtbaren Brustwarzen – seien sie nun echt oder aus Metall. Getragen über schwarze Krepp-Korsetts, sehr tief ausgeschnittene Kleider und durchsichtige Chantilly-Spitzen-BHs.

Doch im Kern drehte sich alles um Accessoires und Stickereien; das Atelier von Schiaparelli stattete Powerschulter-Entwürfe mit metallenen Weizenkörnern, plastischen Ohren, blassgrünen Trauben-Perlen und surrealistischen Kreuzen aus.

Bereits der Auftakts-Look ließ keinen Zweifel übrig – man befand sich in einer echten Pariser Couture-Show. Die Fülle der Ausschmückungen, die fantastischen Details, die unglaubliche Raffinesse: Roseberry drapierte mit viel Schwung, von kolbenförmigen Röcken aus blassgrünem Satin bis hin zu aufgebauschten sanduhrförmigen Kleidern.

Es gab zwar auch einige Misstöne – wie ein barockes, perlfarbenes Cocktailkleid, dessen schwarze Samtbommeln wie betrunkene Taranteln am Kleid herunterhingen. Doch insgesamt war die Show ein ziemlicher Triumph für Roseberry. Innerhalb weniger Jahre ist es ihm gelungen, Schiaparelli in den Mittelpunkt des Couture-Gesprächs zu rücken, mit einem umgehend erkennbaren Look und einem elegant suggestiven Stil.

“Wir wollten die Strenge und Kargheit der vergangenen Saison, aber mit mehr Freude, Spaß und Weiblichkeit. Die Inspiration stammt von Elsa, an einem so bedeutsamen Zeitpunkt für das Haus", erklärte er nach der Veranstaltung.
 
Und die jüngste Show, an der unter anderem Pixie Lott und Emma Watson teilnahmen, dürfte das Interesse für die Marke weiter erhöhen. In der ersten Reihe saß CEO Diego Della Valle freudestrahlend neben Marisa Berenson, Jean Todt sowie Michelle Yeoh, Chiara Ferragni und Rossy de Palma.

Zum krönenden Abschluss ergossen sich von Hand aufgemalte dreidimensionale Tulpen und violette Stein- und Metallblumen von trägerlosen schwarzen Samtkleidern und lilafarbenen Satin-Korsetts. Vielleicht eine Prägung von Christian Lacroix, aber mit viel mehr Gusto und Glamour.

Die Models defilierten auf einem ganz in Schwarz gehüllten Laufsteg zu Filmmusik der 90er – von Jurassic Park bis Star Wars – was zum Gefühl geistreicher Erhabenheit beitrug. Roseberrys Lieblingshut war ein breitkrempiger Strohhut, der mit goldenen Tauben verziert wurde. Während Satintauben von den Schultern der Models abhoben und im Abschlusslook zwei Turteltauben zusammenfanden.

"Die Friedenstaube war die Vollendung eines Kreises, da wir die Gaga-Friedenstaube hatten. Es ist ein Code, ein Glaube, eine Message des Hauses. Ich war auch der Ansicht, dass wir gerade mehr Romantik brauchen, mehr Zärtlichkeit", erklärte der Designer in Anspielung auf das Kleid, das Lady Gaga zur Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden trug.

“Ganz am Anfang hier zögerte ich sehr, zu viele Anspielungen auf Elsas Arbeit einzuflechten, da ich nicht zu buchstäblich wirken oder Elsa imitieren wollte. Doch dann enthüllte das Museum alle Archivwerke und ihre Arbeit verleiht dem, was wir heute tun, eine neue Tiefe. Viele der Stickereien waren Anspielungen oder Nachbildungen dessen, was sie damals tat", strahlte Daniel. Dennoch gestand er, dass er nicht über die offizielle Biographie der Markengründerin verfügte.

Iris van Herpen: Posthumane Couture



Iris van Herpen zeigte Metaverse-Couture – doch bemerkenswerterweise nicht die Cartoon-Bilder einer im Entstehen begriffenen virtuellen Welt, sondern einen lieblichen und magischen Moment poetischer Mode.


Iris van Herpen Haute Couture Herbst/Winter2022 - Iris van Herpen


Van Herpen verband schon früher Technologie und Mode, doch noch nie mit solcher Zartheit und Finesse. Es war bezeichnend, dass ihre Inspiration hierfür von den griechischen Mythen von Narziss, Arachne und der Liebesgeschichte von Apollo und Daphne stammte.

Das Ergebnis war eine Mischung aus Ovids Metamorphosen und fortschrittlicher sowie unerwarteter technologischer Stoffe und biomorpher Formen.

Iris innovierte mit einem neuen Couture-Material aus Kokosnussschalen, das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Magnum an einem veganen Speiseeis-Projekt.

Besonders eindrucksvoll war ein bemerkenswertes Kleid aus Glasorganza, das um eine winzige Brustplatte herumwirbelte. Wie auch ein überwältigendes Arachne-Miederkleid aus weißer Polyseide, aufgestickt auf eine Explosion von Fransen, die ihrerseits verlockend vor dem Oberkörper baumelten. Ein romantischer Walküre-Look, alternativ auch mit Lederbustiers und Tausend Streifen in Metallic Lilac, die per Laserschnitt in Bänder geschnitten wurden.

Zu einem Zeitpunkt, zu dem die ganz großen Modegruppen bereits haufenweise Geld in das Metaverse und Roblox investiert haben – wobei das Reinergebnis meist zeichentrickfilmartig ausfällt, da unelegante Avatare in etwa so viel mit echtem Luxus zu tun haben als ein Gourmand mit Mutter Teresa. So war es erfrischend, die jüngsten Couture-Konzepte von Iris van Herpen zu sehen. Denn echte Luxusmode kann – wie guter Sex – nur live bewusst wahrgenommen werden.

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