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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.03.2022
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2 Minuten
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Schweiz schließt sich EU-Sanktionen für Luxusgüterexporte nach Russland an

Von
AFP
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.03.2022

Die Schweiz hat sich am Freitag den EU-Sanktionen gegen den Export von Luxusgütern nach Russland angeschlossen, die wegen des Krieges des Kremls in der Ukraine verhängt wurden, und räumt ein, dass einige Schweizer Unternehmen stark betroffen sein könnten.

Die Uhrenindustrie ist der drittgrößte Exportsektor der wohlhabenden Alpennation - @tagheuer


Die Europäische Union verhängte vergangenen Dienstag eine vierte Welle von Sanktionen, die die Schweiz eigenen Angaben zufolge übernehmen werde.

Die Schweiz ist nicht in der EU und hat eine lange Tradition der Neutralität in Kriegsfragen, hat sich aber dennoch den EU-Sanktionswellen angeschlossen, die nach Russlands Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar verhängt wurden.

Die neuen Maßnahmen "werden in den nächsten Tagen in Kraft treten", so die Schweizer Regierung in einer Erklärung.

"Das in den neuen Sanktionen enthaltene Verbot des Exports von Luxusgütern betrifft nur einen kleinen Teil der weltweiten Exporte der Schweiz in diesem Bereich. Bestimmte Unternehmen könnten jedoch ernsthaft betroffen sein", räumte Bern ein.

Die Uhrenindustrie ist der drittgrösste Exportsektor der reichen Alpennation, allerdings weit hinter dem riesigen Pharmasektor.

Russland ist der 17. größte Exportmarkt für Schweizer Uhrenhersteller, der im letzten Jahr 260 Millionen Schweizer Franken (250 Millionen Euro) einbrachte, wie aus den Statistiken des Verbandes der Uhrenindustrie hervorgeht. Das entspricht etwa einem Prozent der gesamten Schweizer Uhrenexporte.

Die Exporte spiegeln jedoch nur einen Teil der Uhrenverkäufe an wohlhabende Luxusuhrenliebhaber wider, die bei touristischen Reisen in die Schweiz oft viel Geld ausgeben.

Reiche Russen gehören zu den größten Uhrenliebhabern, und selbst Präsident Wladimir Putin wird regelmäßig dabei gesehen, wie er renommierte Schweizer Marken an seinem rechten Handgelenk trägt.

Schon vor den Sanktionen hatten mehrere große Schweizer Marken, darunter Rolex, ihre Exporte nach Russland gestoppt.

Vor zwei Wochen schloss die Swatch Gruppe, zu der Tissot, Omega und Breguet gehören, ihre Geschäfte in Russland, nachdem sie bereits in der Woche zuvor ihre Exporte gestoppt hatte.

Der Luxusgüterriese Richemont, Eigentümer des Schmuckhauses Cartier und von Luxusuhren wie IWC und Jaeger-LeCoultre, hat seine Geschäfte in Russland ebenfalls am 3. März eingestellt.

Die EU-Liste der betroffenen Produkte verbietet die Ausfuhr von Champagner sowie von Zigarren, Parfüm, Uhren, Schmuck, Yachten und Luxuslimousinen.

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