Schwieriger Jahresanfang für Tod's

Das neue Jahr lief für den italienischen Schuhmacher Tod’s schwierig an. Das Luxuslabel verpasste mit einem Umsatz von 249,6 Mio. Euro die Erwartungen der Analysten. Insgesamt verzeichnete die Marke 3,1 Prozent (bei gleichbleibenden Wechselkursen 4 Prozent) weniger Umsatz als im Vorjahr.


Die Italiener haben zu kämpfen. - tods.com

Im Gesamtjahr 2015 verzeichnete das Label ein Plus von 7,4 Prozent (+1,8 Prozent bei gleichbleibenden Wechselkursen). Auf vergleichbarer Basis schrumpfte der Umsatz im ersten Quartal nun um 12,4 Prozent. Dieser Rückgang sei laut Tod’s auf „ein schwaches Konsumverhalten in zahlreichen wichtigen Märkten der Luxusbranche“ zurückzuführen.

Der Rückgang in China, darunter vor allem Hongkong und Taiwan, traf Tod’s besonders stark. Hier machen die Italiener fast 20 Prozent des Gesamtumsatzes. Dieser fiel um 9,8 Prozent (Kursbereinigt um 12 Prozent) auf 48,6 Mio. Euro.

Im ersten Quartal 2016 sank der Umsatz in Nordamerika um 4,7 Prozent und im Hauptmarkt Italien um 3 Prozent auf 87 Mio. Euro. Im restlichen Europa blieb er auf Vorjahresniveau (+0,6 Prozent). Das Unternehmen verweist auf „leicht negative Resultate in Frankreich und Großbritannien, insbesondere aufgrund des geringeren Touristenaufkommens“.

Von Januar bis März 2016 erzielten die Label Tod’s und Hogan 7,3 bzw. 1,5 Prozent weniger Umsatz, Fay und Roger Vivier hingegen legten um 2,9 resp. 8,7 Prozent zu.

„Der Jahresanfang war etwas schwieriger als erwartet, doch blicken wir mit Zuversicht auf die zweite Jahreshälfte“, so Finanzchef Emilio Macellari bei der Analystenkonferenz. 

Macellari gab jedoch auch zu bedenken, dass ihm das Wachstumsziel von 4 Prozent im laufenden Geschäftsjahr „nicht ganz einfach, wenn auch nicht unmöglich“ erscheine.

Am 31. März 2016 verfügte der Konzern über 260 Monobrand-Stores und 100 Franchise-Nehmer.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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