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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
14.02.2022
Lesedauer
8 Minuten
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Scoop x Pure: Starke Auswahl mit exklusiven und einzigartigen Angeboten

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
14.02.2022

Die zweite (und letzte) Ausgabe der Scoop x Pure zeigte in der vergangenen Woche, dass die Kunden nach zwei Jahren abgesagter, verspäteter oder rein digitaler Schauen ein reges Interesse an physischen Events haben.


Scoop x Pure war vom ersten Tag an gut besucht - Hyve Group


Im Juli werden sowohl die Scoop als auch die Pure wieder als eigenständige Veranstaltungen durchgeführt. Die Besucherströme, die während der Scoop x Pure verzeichnet wurden, zeigen, dass die Branche sich bereits jetzt darauf freut, in ein paar Monaten wieder zu einer annährend normalen Organisation zurückzukehren.

Der Erfolg der in der Londoner Truman Brewery organisierten Veranstaltung zeugte von der Lebendigkeit der unabhängigen Akteure, die sich mit gestärkter Zuversicht von der Krise erheben, sowie von der anhaltenden Anziehungskraft der Premium-Mode für wohlhabende Verbraucher, die weitgehend unbehelligt durch die Pandemie kamen.

Wir sprachen mit vielen Ausstellern, die in erster Linie kamen, um unabhängige Brands anzusprechen, auf die die Veranstaltung denn auch wie ein Magnet wirkte. Besucher kamen aus ganz England und Irland, darunter The Place London, The Snooty Fox, Fran and Jane, Velvet and Rose, Willow and Wolf, Collen and Clare, Anne Furbank, Aria, Biscuit, The Dressing Room, Pamela Schiffer, Press, Sunday Best, Leaf, Katherine Bird und Roxtons. Auch bedeutende Akteure wie Anthropologie, Fenwick, John Lewis und ASOS nahmen an der Veranstaltung teil.

Das Event bot auch zahlreiche neue Aussteller, die auf die Exklusivität ihres Angebots setzten, was den Kunden dieser Läden gefallen dürfte. Mehrere Aussteller betonten die exklusiven Stoffe (oft selbstgewebt) und auffallenden Details ihrer Produkte.

MARKEN VON MORGEN

Gil Agencies nutzte die Show für den Relaunch der französischen Premium-Schuhmarke Arche und führte die noch junge koreanische Premium-Marke 4CCCCees ein. Gerard Levy von Gil war angesichts der schwierigen Jahre, die die Schuhbranche durchlebt hat, erstaunlich optimistisch.


Gerard Levy von Gil Agencies - Photo: Sandra Halliday


"Es ist nicht so wie früher", sagte er. "Doch es gibt Positives. Wir sind heute viel positiver eingestellt als wir vor zwei Jahren vor der Pandemie waren". Ein Problem seien die wenigen Schuhfachläden, die noch aktiv sind, deshalb arbeite er hauptsächlich mit Modeläden, und diese seien gut aufgestellt.

“Wenn die Läden sagen, dass es Okay ist, bedeutet das, dass es gut ist", sagte er. "Es ist interessant, dass unter allen unseren Kunden (während der Pandemie) keiner untergegangen ist. Ich denke, die Zeit der Independent Brands ist gekommen. Kaufhäuser haben Schwierigkeiten, doch die Verbindung zwischen Kunden und unabhängigen Marken ist viel stärker geworden".

Das Unternehmen überzeugte an der Show mit einem starken Angebot, beiden Marken gelang der Spagat zwischen dem Komfort, den Kunden in allen Preisklassen suchen, und dem Stil, der die Modelle von allen anderen abhebt. Für Arche bedeutet dies einen zeitgenössischen Einschlag, während 4CCCCees mehr auf sportlich-urbane Modelle setzt.


Gil Agencies vertritt 4CCCCees - DR


Ein Newcomer an der Veranstaltung — SJC London (für Simon James Cathcart) — hatte eine spannende Geschichte zu erzählen: Mit der Teilnahme machte SJC London seine ersten Schritte in der Damenmode. Das bis dahin auf Menswear fokussierte Unternehmen verfolgt einen ganz besonderen Ansatz mit der Kombination von Retrostil und Exklusivität – beispielsweise handgewobene Stoffe. Für Cathcart war die Teilnahme an der Show ein Experiment, um sein neues Angebot zu testen. Er wagt sich an die Damenmode, obwohl sein Herrenangebot noch immer floriert. Er stellt fest: "Männer sind sehr konservativ und schwer einzukleiden. Frauen sind viel mutiger und ehrgeiziger. Sie wissen, was sie wollen, und ich finde, das macht es einfacher". 

Das Unternehmen fuhr während der Pandemie verhältnismäßig gut, denn die "als die Kunden zu Hause waren und ihnen langweilig war, kauften sie Dinge, die sie gar nicht tragen konnten". Das ist ermutigend, denn allgemein wurde während der Pandemie der Eindruck erweckt, dass Unternehmen, die sich auf smarte, maßgeschneiderte Anzüge spezialisierten, während der Lockdowns und Homeoffice-Zeit Schiffbruch erlitten haben.


Simon James Cathcart von SJC launchte seine Damenmode - DR


Und angesichts des Aufschwungs bei den Independent-Marken seit der Pandemie hat Cathcart für seine ersten Schritte in der Womenswear sicherlich einen guten Zeitpunkt gewählt. Doch was genau bietet er? Wie bereits erwähnt eine Mischung aus Retrostil wie Mäntel, Röcke und Kostüme, Feinstrick-Kleider und andere Tagesbekleidung mit vielen exklusiven Stoffe und Details. Damit bedient er die Nachfrage nach hochpreisiger Mode für wohlhabende Kunden, die im Gegenzug jedoch hohe Ansprüche stellen, besonders hinsichtlich der Einzigartigkeit der Artikel.

Auch Georgia Crossley richtet sich mit ihrer GeeGee Collection an diese Kunden. Ihre Marke setzt auf exklusive Statement-Artikel mit handgemachten Stücken, die ebenfalls von Hand gewobene Stoffe verwenden. Die langjährige Branchenkennerin arbeitete zunächst als Praktikantin für Alexander McQueen und fasste dann in der Branche im weiteren Sinn Fuß (unter anderem arbeitete sie fabrikseitig in China für die Marken). Sie hat verschiedene Facetten des Markts kennengelernt und weiß genau, was sie will.


Einzigartige, exklusive Stoffe kennzeichnen das Angebot von GeeGee Collection - DR


"Ich wollte zum Made in England zurückkehren. Mich von der Fast Fashion wegbewegen", sagte sie. "Ich setzte mich für nachhaltige und ethische Produkte ein".

Die Pause der Arbeitswelt während der Pandemie ließ ihr Zeit, ihre Marke zu starten. Daraus entstand eine starke Mischung aus auf den ersten Blick traditionellen, aber wirklich verblüffenden Tweed-Jacken und Ober- und Unterteilen mit auffälligen Prints und spannenden Details wie unregelmäßigen Fransen. Diese Mischung kommt laut Crossley bei berufstätigen Frauen Ende 20 und in den 30ern sowie jüngeren Festivalgängern gut an.

PHYSISCHE KONTAKTE ÜBER ALLES

Auch die Agentur Self Service war zum ersten Mal mit dabei. Ihre kaufmännische Leiterin Natalie Millard erklärte uns, die Veranstaltung habe das Potenzial, ihre Erwartungen zu übertreffen, wenn das Unternehmen erst einmal allen geknüpften Kontakten Folge geleistet habe.

"Es war großartig, den Kontakt zu unseren Kunden wiederzufinden und auch neue Kunden zu treffen, nachdem wir so lange aus der Distanz arbeiteten", erklärte sie. "Die Stimmung war freundschaftlich. Wir sprachen mit einer großen Vielfalt an Käufern aus Großbritannien, Schottland und Irland".

Das Unternehmen richtet sich an Kunden in der Region EMEA und vertritt Marken aus den USA und Australien. "Wir machen es unseren Kunden so einfach wie möglich, Marken zu kaufen, die sie normalerweise nicht zu Gesicht bekommen würfen", sagte Millard. Das Unternehmen hat beispielsweise vor Kurzem das Label Electric & Rose aus Los Angeles aufgenommen, und der LA-Lifestyle schien einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.


Self Service legt den Fokus auf Label, die etwas anderes bieten - DR


Millard erklärte uns, dass die vergangenen Jahre "eine Berg-und-Talfahrt waren. Man konnte nichts voraussehen. Mal wollten alle Leisurewear, dann wollten alle Kleider. Wir mussten sehr flexibel sein und haben gelernt, uns anzupassen".

Die Entscheidung, an der Scoop x Pure teilzunehmen, war zum Teil auf den spezifischen Fokus auf unabhängige Marken zurückzuführen, die für die Marken von Self Service entscheidend sind. Zu diesen zählen unter anderem C/Meo, Pasduchas, Keepsake, Freedom Moses, WAFG, Elliatt und Finders Keepers. 

"Wir hatten gehört, dass es sehr geschäftig zu und her ging", erklärte Millard. "Vielen Independent Brands geht es gut und die Leute kaufen mehr regional ein. Kunden wollen einzigartige Stücke von Marken, die sonst niemand hat. Ich hatte einen Kunden vorhin, der sich Elliatt ansah, mit Kleidung für festliche Anlässe. Er sagte, dass die Leute Einzigartiges wollen. Und unabhängige Marken bieten genau das”.

Doch wollte das Unternehmen auch einfach von der Rückkehr von Präsenz-Veranstaltungen profitieren. "Wir wollen wieder mit den Menschen in Kontakt treten. Und Produkte sehen. Ich habe in den vergangenen Jahren so viele Zoom-Treffen gehabt. Stoffe an einer Zoom-Konferenz zu besprechen, das macht mich fertig"!

Ein weiterer Newcomer, Red Alert, wollte mit seiner Teilnahme seine Damenmode im Premium- bis Luxus-Bereich fördern, die aktuell nur rund 30 Prozent seines Umsatzes ausmacht. Das Unternehmen führt Marken wie Moon Boot, Von Dutch und Mackage, doch der Fokus lag hier auf dem Denimlabel Tramarossa und der Sportmarke Diadora.

Jordan Eckersley von Red Alert erklärte uns, dass das Unternehmen mit der italienischen Marke Tramarossa "das Geschäft in der Menswear fantastisch gut ausgebaut hat, doch das Damenmodegeschäft expandieren will, da wir wissen, dass Denim im Kommen ist". Die Marke fokussiert auf hochwertige Stoffe und technische Innovationen. Das einzigartige Leistungsversprechen der Marke ist die Personalisierung – Jeans können mit den gewünschten Initialen in Metall-Buchstaben personalisiert werden.

"Seit dem Lockdown haben wir bemerkt, dass der Jeans-Umsatz massiv angestiegen ist", erklärte er. Und diese Entwicklung scheint ungebrochen. Eckersley vermutet darin möglicherweise eine Erneuerung der Garderobe seiner Kunden aufgrund der zusätzlichen Corona-Kilos.


Red Alert will mit Tramarossa von der anhaltenden Begeisterung wohlhabender Kunden für Premium-Denim profitieren - DR


Analog zum Denimmarkt bemerkte das Unternehmen trotz der stärkeren Nachfrage nach eleganteren Kleidungsstücken nach den Lockdowns, dass "das Casual-Geschäft weiterhin wächst. Das könnte auf eine längerfristige Veränderung der Art, wie sich Frauen kleiden, hinweisen, ausgelöst durch das Erbeben der Pandemie".

Das bedeutet auch, dass die Aufnahme der Sportschuh- und Kleidungsmarke Diadora an der Scoop durchaus sinnvoll war. Das Unternehmen erklärte, es habe "unglaubliche Accounts geöffnet und Selfridges ist bereits an Bord". Es sieht ein riesiges Potenzial für die Marke, angesichts der Stärke in Europa und der Premium-Ausrichtung. Und auch wenn die Einführung einer Premium-Marke angesichts der trabenden Inflation und enger geschnallten Gürtel bei den Kunden gewagt scheint, beschwichtigte die Marke, dass für bestimmte Bevölkerungsschichten noch immer mehr als genug Geld im Umlauf sei.


Die Obsession mit den jungen Generationen, die viele Marken antreibt, ist nichts für Red Alert. Eckersley sagte, geringfügig ältere Kunden seien, "was wir mögen, denn sie sind es, die Geld haben".


Diadora dürfte vom anhaltenden Sports-Casual-Trend profitieren können - DR


Dasselbe gilt für die vom Unternehmen vertretenen Marken. Wie auch andere Aussteller erwähnten, kamen die unabhängigen Marken relativ unbehelligt durch die Pandemie. Und Red Alert war an der Show, um direkt auf diese zuzugehen. "Wir interessieren uns für beständige Accounts, Leute, die Geld haben und schon lange da sind. Sie wissen, was sie tun. Sie haben loyale Kunden, die im Verlauf des Jahres viel Geld bei ihnen ausgeben. Danach halten wir Ausschau, deshalb sind wir hier", erklärte Eckersley.

Alles scheint darauf hinzuweisen, dass die Zeichen für die kommende alleinige Ausgabe der Scoop gut stehen. Doch wird es interessant sein, zu beobachten, was im Juli an der Pure London geschieht, die eine breitere Preisspanne vertritt. Das wird uns ein klareres Bild darüber liefern, wie es der Branche insgesamt geht.

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