Shoepassion zieht erstes Resümee der Dinckelacker-Übernahme

Zwischenbilanz: Vor gut einem Jahr hat das Berliner Start-up Shoepassion die Traditionsfirma Heinrich Dinkelacker übernommen. Die Fusion einer der jüngsten deutschen Schuhmarken mit einer der ältesten hatte Ende 2016 durchaus für Aufsehen gesorgt. Nun hat man bei Heinrich Dinkelacker ein erstes vorsichtiges Resümee über den Eingliederungsprozess des Traditionalisten in die digitale Welt von Shoepassion formuliert. 

Blick auf den Wiener Store. - SHOEPASSION

"Neuerungen werden zum einen der Firmenhistorie gerecht und setzen zum anderen auch ganz neue, zeitgemäße Impulse, um den schlafenden Riesen Dinkelacker wachzuküssen", fasst CEO Tim Keding die Bemühungen des vergangenen Jahres zusammen. 

Ein Fokus habe dabei auf dem ungarischen Produktionsstandort in Budapest gelegen, deren Architektur und kulturelle Vielfalt Keding als wertvollen Vorteil identifiziert. Entsprechend wurden hier größere Investments vorgenommen, die zur Qualitätssteigerung beitragen sollen.

Nur rund 10.000 Paar Schuhe entstehen pro Jahr, was die Exklusivität der Marke unterstreichen soll. Besonders hervor hebt man bei Shoepassion, dass man mit Rezső Kuti den Produktionsleiter von "Vass", einer weiteren großen, lokalen Schuhmarke, gewinnen konnte. Seine Expertise und die vorhandenen Kontakte seien ein klares Bekenntnis für den Produktionsstandort. 

Während Shoepassion bisher allein auf den Direktvertrieb seiner Eigenmarke im Online-Shop und in den eigenen Ladengeschäften setzte, brachte Dinkelacker anspruchsvolle Händler mit in die Partnerschaft ein. Für den Vertrieb wurde mit Marc Schiefelbusch der ehemalige Geschäftsführer von "Guido Maria Kretschmer" verpflichtet. 

Gemeinsam mit seinem Team präsentierte er das neue Gesicht von Heinrich Dinkelacker dem Handel der DACH-Region, zudem expandierte die Marke in 2017 in die USA. 
 
Ebenfalls neu bei Dinkelacker ist der erste hauseigene Online-Shop, der seit wenigen Wochen über die komplett überarbeitete Website der Schuhmarke erreichbar ist. Nur an den an Shoepassion angebundenen E-Commerce soll es zukünftig die gesamte Kollektion von Dinkelacker geben.

"So kann der Dinkelacker-Fan seine Schuhbegeisterung auch gleich noch mit seiner Ehefrau oder dem Junior teilen und Schuhe von Shoepassion in den Warenkorb legen", kommentiert Keding den Zusammenschluss.

Dinkelacker-Händler sind außerdem innerhalb des neuen Storefinders erstmals auch  besonders prominent gelistet und haben dort die Möglichkeit, ihr Ladengeschäft zu präsentieren. So will man auch neue Zielgruppen erschließen. 

Für die neuen Impulse der Marke indes hat man für Dinckelacker Produktdesignerin Annette Kölling von Liebeskind Berlin abgeworben. Ihre erste Kollektion soll im Januar 2018 Premiere feiern. 

Um den Einstieg für Handel und Endkunden ein wenig attraktiver zu gestalten, habe man bei Dinckelacker das Preismodell leicht angepasst und um Einstiegspreislagen erweitert. Die Umstellung erfolgte zur vergangenen Micam-Messe in Mailand und sei bereits auf ein sehr positives Echo beim Handel gestoßen. 

Shoepassion betreibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zehn eigene Läden. Auch im stationären Bereich sei man mit Blick auf Optimierungen entsprechend nicht untätig gewesen: Für die Offline-Kompetenz ging zuletzt Oguzhan Server, dem ehemaligen Head of Retail Area Nord von Hugo Boss, an Bord des Schuhspezialisten. 

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