Sioux schließt Werk in Portugal

Die Sioux-Gruppe will ihre Produktionsstandorte konzentrieren und hat zum 30. April ihr Werk in Portugal geschlossen. Die Anteile der Schuhe aus Portugal seien laut des Unternehmens seit mehreren Saisons rückläufig gewesen. In der letzten Saison wurden nur noch 50.000 Schuhpaare in Portugal gefertigt.

Aktuelles Kampagnenmotiv. - Sioux

Die Walheimer Unternehmensgruppe stellt demgegenüber rund 600.000 Schuhpaare pro Jahr her. Dabei fand in den letzten Jahren überwiegend nur noch die Endmontage in Portugal statt, die Schäfte wurden seit fast 10 Jahren bereits international zugespeist.

Mit diesem Schritt verabschiedet sich Sioux nun komplett aus Portugal. Die dort wegfallenden Volumina sollen von den anderen Sioux-Partnerwerken übernommen werden. Dies werde, wie in der Vergangenheit auch, hauptsächlich in Südindien stattfinden.

In Indien arbeitet Sioux seit fast 50 Jahren mit zwei Partnern zusammen, die inzwischen in zweiter Generation geführt werden. 1972 war Sioux Pionier, als das Unternehmen zusammen mit lokalen Partnern in Indien Produktionsfirmen nach deutschen Qualitäts- und Sicherheitsnormen aufbaute. Sioux setzte dabei von Anfang an mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog höchste Maßstäbe hinsichtlich der einzuhaltenden Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards.

"Für uns stellt die Schließung des Werkes in Portugal einen schmerzhaften aber alternativlosen Schritt dar", so CEO Lewin Berner. Der Strukturwandel und insbesondere die Digitalisierung in der Branche machen es laut Berner notwendig, dass "Unternehmen ihre Kostenstrukturen auf Vordermann bringen." Hier komme auch der Wettbewerbsdruck hinzu, den der Handel an die Industrie weitergebe.

"Inzwischen haben sich unsere internationalen Partner hinsichtlich ihrer Qualitäts- und Produktivitätskennziffern sehr gut entwickelt, auch dank unserer Techniker, die dort permanent vor Ort sind. In den Jahren 2017 und 2018 lagen die internationalen Partner-Werke in ihren Qualitätskennziffern deutlich besser als unser portugiesisches Werk. Durch die Bündelung der Produktionsvolumina auf die erfolgreichen internationalen Partner nehmen wir sehr viel Komplexität aus unserem Geschäft und werden so in der Zukunft noch leistungsfähiger und schlagkräftiger", ergänzt Adnan Bilgi, Geschäftsführer für Beschaffung, Logistik und Kollektion in der Sioux-Gruppe.

Auf das Geschäftsjahr 2019 schaut bei Sioux mit Optimismus: "Wir sehen die Digitalisierung als großartige Chance für uns. Denn bei allem Effizienzdruck ergeben sich dadurch gerade für kleine, flexible und agile Unternehmen tolle Wachstumsmöglichkeiten im In- und Ausland, die es so früher nicht gab," so Lewin Berner.

Das erste Quartal sei sehr gut verlaufen, erklärt der CEO. Auch die Kooperation mit Til Schweiger habe die Erwartungen deutlich übertroffen und der Marke einen starken Anstieg in der Nachfrage beschert.

Mit Til Schweigers ältester Tochter, Luna Schweiger, werde aktuell an einer Damenkollektion gearbeitet. Die Grashopper-Kollektion mit den neuen sportlichen Sohlen hätte in der laufenden Saison deutlich in den Abverkäufen angezogen. Der Hineinverkauf der H/W 2019 Saison laufe gut und sei den Erwartungen entsprechend.

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