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Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.09.2016
Lesedauer
2 Minuten
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SMCP verbessert Halbjahresumsatz um 19 Prozent

Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.09.2016

Der Modekonzern Sandro, Maje, Claudie Pierlot (SMCP) konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 19 Prozent verbessern. Gestützt wurde die Entwicklung durch ein starkes Wachstum auf Same-Store-Basis sowie den weiteren Ausbau des Ladennetzwerks im Ausland.



Im selben Zeitraum eröffnete der Konzern, der vom chinesischen Unternehmen Shangdong Ruyi übernommen wird, 58 neue Verkaufsstellen. Auf Same-Store-Basis ergibt sich dadurch ein Wachstum von 9,3 Prozent, im Vergleich zu 8,9 Prozent im Vorjahr.

In Frankreich blieb das wirtschaftliche Umfeld für die Damenmode zwar schwierig – Angaben des französischen Modeinstituts zufolge schrumpfte der Markt um 0,9 Prozent –, doch konnte SMCP seinen Marktanteil ausbauen.

So erzielte der Konzern ein zwölfprozentiges Wachstum (ca. 9 Prozent auf Same-Store-Basis), wobei der in Frankreich erzielte Umsatzanteil auf weniger als 50 Prozent gesunken ist.

„Unsere Strategie zahlt sich aus. Die Kollektionen sind kreativ und begehrt und wir haben auch online viel Erfolg“, zitiert Reuters den CEO Daniel Lalonde. Der Onlinehandel machte im ersten Halbjahr 2016 10 Prozent des Gesamterlöses aus, ein Jahr zuvor waren es 6,2 Prozent.

SMCP legte in den vergangenen Jahren ein sehr erfreuliches Wachstumstempo vor und hat sich zum Ziel gesetzt, ein weltweit führender Anbieter von sogenannt erschwinglichen Luxusprodukten zu werden. Dafür stützt sich das Unternehmen nicht zuletzt auf seine Entwicklung in Asien mit der wachsenden Nachfrage der Mittelschicht. Jährlich sollen in China durchschnittlich 30 neue Läden eröffnet werden, wobei sich das Unternehmen bei der Expansion in Asien auf die Erfahrung des Textilkonzerns Shandong Ruyi stützt. Dieser produziert Stoffe im Auftrag von italienischen Marken und ist auch im Vertrieb aktiv.

Bis 2018 rechnet der Konzern mit einem durchschnittlichen Wachstum von 11 bis 13 Prozent (3 bis 5 Prozent bei unverändertem Konsolidierungskreis). Wachstumstreiber sind der Onlinehandel, der Ausbau der Accessoires-Sparte sowie die Männerkollektion von Sandro.

Der Markt der „erschwinglichen Luxusprodukte“ wird von der Boston Consulting Group auf 96 Milliarden Euro geschätzt und dürfte in den kommenden Jahren jährlich um rund 6 Prozent wachsen. Dieser Wert liegt weit über den 2015 von Bain & Co. für den herkömmlichen Luxusmarkt berechneten Zuwachsraten im Bereich von 1,5 Prozent.
Insgesamt erwirtschaftete SMCP im ersten Halbjahr 2016 377,2 Millionen Euro Umsatz. Die Marken werden in 1176 Verkaufsstellen vertrieben, wobei 945 davon direkt verwaltet werden. Je 40 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen auf Sandro und Maje, Claudie Pierlot steuert 10 Prozent zum Umsatz bei, wie auch die Menswear von Sandro.

Die Übernahme des auf 1,3 Milliarden Euro geschätzten Unternehmens durch Shandong Ruyi dürfte in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Nach Abschluss der Verhandlungen verfügt der chinesische Geldgeber über 80 Prozent der Unternehmensanteile, 10 Prozent bleiben im Besitz des Fonds KKR und die verbleibenden Anteile liegen bei den Gründerfamilien und Geschäftsführern des Unternehmens.
 

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