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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
05.09.2019
Lesedauer
2 Minuten
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SMCP verzeichnet rückläufigen Halbjahresgewinn

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
05.09.2019

Der Mutterkonzern der Modemarken Sandro, Maje und Claudie Pierlot (SMCP) verzeichnet im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang und verweist auf "außergewöhnliche Belastungen durch die Refinanzierung". Er hält dennoch an den Gesamtjahresprognosen fest. Vor wenigen Wochen legte das Unternehmen für das zweite Quartal einen über dem Erstquartalsergebnis liegenden Umsatz vor.


Herbst-/Winterkollektion 2019/2020 - Maje


SMCP erinnert in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung an die im Mai 2019 erfolgte Refinanzierung: "Diese sinkenden Kosten dürften ab 2020 immer deutlicher spürbar sein", so das Unternehmen.

Doch bereits im ersten Halbjahr 2019 gelang es der Gruppe, deren Mehrheitsaktionär das Unternehmen Topsoho des chinesischen Konzerns Shandong Ruyi ist, einen Reingewinn von EUR 17,2 Millionen zu erwirtschaften.

Seit Anfang Januar wendet SMCP die neuen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS 16 an, die neue Regeln für Leasingverhältnisse festlegt. Diese haben "die Buchhaltung unseres Konzerns aufgrund des Gewichts des Netzwerks der in Eigenverwaltung geführten Läden stark beeinflusst", so das Unternehmen. SMCP beziffert die negativen Auswirkungen dieser Änderungen im ersten Halbjahr auf EUR 2,9 Millionen. Bei vergleichbaren Vorschriften zeigt der Reingewinn im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr einen Rückgang um 27 Prozent an.

Die Halbjahresergebnisse stehen mit den Erwartungen des Konzerns "im Einklang", wie der CEO Daniel Lalonde in der Pressemitteilung bestätigt. "Trotz der schwierigen Marktbedingungen (Anm. d. Red.: -0,7 Prozent im französischen Markt auf Same-Store-Basis) hat das Geschäftsmodell von SMCP einmal mehr seine Widerstandsfähigkeit bewiesen. Unsere Vollpreis-Strategie hat Früchte getragen und es dem Konzern ermöglicht, langfristig eine hohe Bruttomarge zu erreichen", betont Lalonde weiter.

Das Unternehmen zeigte im internationalen Markt sehr gute Leistungen (+14 Prozent), besonders in Kontinentalchina (mit einem Umsatzwachstum von über 30 Prozent). Doch auch in der Accessoires-Sparte ergab sich ein starkes Wachstum (+23,1 Prozent), wie auch im Onlinehandel. Auf diesen entfallen nun 14,8 Prozent des Gesamtumsatzes.

Gestützt auf diese Ergebnisse und eine "solide" internationale Leistung bestätigt der Konzern seine Jahresziele: Ein Umsatzwachstum zwischen 9 und 11 Prozent in konstanten Währungen und eine im Vergleich zu 2018 stabile bereinigte Betriebsmarge (EBITDA) (ohne die Übernahme von De Fursac).

Ende August erhielt SMCP von der französischen Wettbewerbsbehörde grünes Licht für die Übernahme des französischen Menswear-Labels De Fursac. Ziel sei es, die Positionierung des Unternehmens im Menswear-Markt zu stärken. Der Kauf dürfte noch vor Ende des dritten Quartals, d. h. bis Ende Monat, abgeschlossen werden.

Im Geschäftsjahr 2018 durchbrach der Konzern die symbolische 1-Milliarde-Euro-Umsatzmarke und erzielte einen Reingewinn von EUR 50,2 Millionen.

Die Konzerntöchter Sandro und Maje wurden in Paris gegründet, Sandro 1984 von Evelyne Chetrite und Maje 1998 von Judith Milgrom. Die beiden Gründerinnen bestimmen heute noch die kreative Richtung ihrer Marken. Das Label Claudie Pierlot wurde 1984 von Claudie Pierlot gegründet und stieß 2009 zum Konzern. Am kommenden Wochenende weiht das Label einen symbolischen neuen Flagship-Store an der Pariser Einkaufsmeile Champs-Elysées ein, wie FashionNetwork.com bereits berichtete.

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