So wichtig ist die Bread & Butter für Brands

Stefano Saccone, CEO von Eastpak, ist bereits zum zweiten Mal Gast auf der Bread & Butter (B&&B) in Berlin. Mit FashionNetwork.com spricht er darüber, was sich zur letzten Ausgabe geändert hat, welche Chancen er für Brands durch das Festival sieht und eine Kollektion mit Vetements steht auch ins Haus.


Stefano Saccone, CEO Eastpak - Eastpak

FashionNetwork.com: Welchen Stellenwert hat ein Event wie die B&&B für Eastpak?
Stefano Saccone:
Wir sind jetzt bereits das zweite Jahr hier, die Partnerschaft mit Zalando ist uns wichtig, ich würde sogar behaupten die Möglichkeit mit Zalando und deren Netzwerk aus Influencern und Brand Ambassadors, „Engaging Consumer Content“ zu kreieren und dabei eine limitierte Kollektion als Brand auf diesem Festival zu zeigen, bringt uns extrem viel Aufmerksamkeit bei den Kunden. Kein Label wäre, meiner Meinung nach, in der Lage einen Event dieser Größenordnung, mit so vielen Besuchern, alleine aufzuziehen.
  
FNW: Wie wichtig ist dabei der Kundenkontakt?
SS:
 Dieses Event heißt für uns, dass wir durch die Partnerschaft mit Zalando nicht nur Kontakt zu knapp 20 Millionen aktiven Kunden haben, sondern extrem viel Social-Media-Aufmerksamkeit. VF Corporation ist hier mit fünf Marken vertreten – Vans, Wrangler, Lee, Napapijri und Eastpak. Mir persönlich gefällt zudem die starke Verbindung zu Berlin. Das wird uns einen unheimlichen Boost geben und zu sehen wie Kunden auf uns und die Produkte reagieren, ist unbezahlbar.
  
FNW: Wie arbeitet man als Marke mit Zalando für die B&&B zusammen, was wird im Vorfeld besprochen?
SS:
Andere Brands haben mit Zalando zusammengearbeitet, um Produkte für ihre Kunden gemeinsam zu entwickeln, Eastpak hat das bisher noch nicht gemacht, aber ich sehe darin definitiv eine Option für die Zukunft.
Für diese Ausgabe haben wir die limitierte Edition Eastpak X Andy Warhol-Kollektion entwickelt. Die Gespräche darüber begannen vor einem Jahr mit der Andy Warhol Foundation, da Andy Warhol früher Eastpak-Rucksäcke getragen hat. Da lag die Kooperation auf der Hand. Danach haben wir zusammen beschlossen, dass dies hier der perfekte Ort für einen Prelaunch ist. Die Kollektion ist exklusiv auf der Bread & Butter und parallel auf Zalando.de bis zum 10. September erhältlich. Danach verschwindet die Kollektion und erscheint erst wieder bei offiziellen Produktlaunch am 1. Dezember.

Eastpak X Andy Warhol - mm
 
FNW: Haben sie Zahlen, wie viele Taschen sie letztes Jahr hier verkauft haben?
SS:
Letztes Jahr hatten wir gar nichts zum Verkauf angeboten. Es war ja die erste Bread & Butter by Zalando und alle Marken haben versucht herauszufinden, wie man hier am besten präsentiert. Das Festival hat sich verbessert. Diesmal sind mehr Brands da, aber auch die Brands selber sind viel kreativer mit ihrem Stand geworden. Letztes Jahr wurden T-Shirts verschenkt, dieses Jahr ist der Service wesentlich persönlicher und inspirierter. Zalando macht diese Veranstaltung für die Marken sehr erschwinglich. Das ist wichtig, weil dadurch nicht nur große Marken vertreten sind, sondern auch unbekanntere Brands mit kleinerem Budget. Dies spiegelt natürlich auch die Diversität der Zalando-Kunden wieder.

FNW: Klingt so, als ob sie nächstes Jahr wieder dabei sind?
SS:
Natürlich, unsere Beziehung mit Zalando, sowohl als Marke, als auch für die VF Corporation, ist sehr wichtig für uns. Zalando schafft hier einen einzigartigen Event – auch über die verschiedenen Plattformen von Zalando in den sozialen Medien. Ich sehe absolut keinen Grund für uns, oder auch andere Marken, warum diese Kooperation nicht fortgeführt werden sollte.
 
FNW: Was plant Eastpak in 2018?
SS: Wir haben eine lange und erfolgreiche Geschichte mit Kooperationen und auch für nächstes Jahr viele spannende Projekte in der Pipeline. Wir arbeiten bereits seit zwei Saisons mit Raf Simons zusammen, es wird zwei Kooperationen mit Vetements geben und wir arbeiten mit Ami und Alexandre Mattiussi zusammen. Zudem wollen wir den Bereich Travel weiter ausbauen. Das ist der am schnellsten wachsende Bereich in unserem Unternehmen. Immer mehr Menschen sind mobil, brauchen Trolleys und Soft-Luggage und wie sie hier am Stand sehen, kommen wir gut bei den jungen Reisenden an. Der Rest bleibt eine Überraschung.

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