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Sports Direct: Gute Aussichten trotz Gewinneinbruch

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 20.07.2017
Lesedauer
access_time 5 Minuten
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Die meisten Medien werden sich bei der Berichterstattung zu den Jahresergebnissen von Sports Direct (Stichtag: 30 April) auf den Gewinneinbruch konzentrieren. Und dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da der Vorsteuergewinn aufgrund von Währungseffekten, höheren Abschreibungskosten und „strategischen Herausforderungen“ in Europa um ganze 58,7 Prozent auf 113,7 Millionen Pfund einbrach.


Flannels Instagram



Auch die Verschuldungssituation sieht nicht besser aus, die Nettoverschuldung des Unternehmens hat sich im vergangenen Jahr von GBP 99,7 Millionen auf GBP 182,1 Millionen fast verdoppelt. Die Margen wurden durch ungünstige Wechselkurse und „höhere Rückstellungen zur Optimierung der Lagerbestände“ belastet, die Hauptmarge verschlechterte sich von 44,2 Prozent auf 41,0 Prozent. Sogar die normalerweise sehr beständige Premium Lifestyle-Sparte verzeichnete aufgrund von Preisabschlägen einen herben Einbruch der Bruttomarge von 42,1 Prozent auf 37,6 Prozent.
 
Die Zahlen bieten also ein tristes Bild. Doch was steckt hinter dieser Schlagzeile? Gibt es dennoch Grund zur Hoffnung?

Ja, das gibt es. Zunächst steigt der Absatz weiterhin und die Multibrand-Activities werden fortgeführt, ganz nach Mehrheitsaktionärs Mike Ashleys Bestreben, Sports Direct zum „Selfridges des Sportfachhandels“ zu machen. Das Unternehmen eröffnet völlig neu gestaltete Flagship-Stores, die deutlich besser abschneiden als alle anderen bestehenden Läden.

Weiter steigt der Umsatz von Sparten wie Premium Lifestyle und International Sport Retail viel schneller, als beim Kerngeschäftsfeld Sports Retail in Großbritannien. Die Premium Lifestyle Marken USC, Flannels, Van Mildert und Cruise profitieren zudem von einem starken Online-Absatz.

Außerdem stehen einige interessante Entwicklungen noch bevor. Eine neue strategische Partnerschaft mit Asics baut auf die Nachfrage im Bereich Sportschuhe auf. In den Flagship-Stores von Sports Direct werden in diesem Rahmen ab nächstes Jahr spezifische Asics-Bereiche eingerichtet (mehr dazu weiter unten).

Mit Jon Kempster hat das Unternehmen weiterhin einen neuen Chief Financial Officer. Der erfahrene Manager arbeitete bereits für zahlreiche öffentliche und private Strukturen und dürfte einige Aspekte der Unternehmensführung angehen, die in jüngster Zeit immer heftiger kritisiert wurden.

Last but not least erzielte das Unternehmen mit dem Verkauf der Marke Dunlop im vergangenen Jahr einen außerordentlichen Gewinn in Höhe von GBP 79,9 Millionen.

HERAUSFORDERUNGEN UND CHANCEN

Fest steht, dass der Konzern vor großen Herausforderungen steht, bevor er in Sachen Wachstum zum Glanz vergangener Zeiten zurückfinden kann.

Eine genauere Betrachtung der Jahresergebnisse ergibt Folgendes: Der Konzernumsatz stieg um 11,7 Prozent auf GBP 3,245 Milliarden. Doch während der Umsatz von UK Sports Retail (inkl. Heatons in Nordirland) um 6,3 Prozent auf GBP 2,136 Milliarden anstieg, wenn man die 53. Woche und die Akquisitionen ausnimmt, stieg der Umsatz lediglich um 2,6 Prozent. Auf vergleichbarer Basis stieg er sogar nur ganz knapp um 0,3 Prozent. Das verheißt nichts Gutes, fließen doch zwei Drittel der Gesamtkonzerneinnahmen in dieses Ergebnis ein.


Asics



Wie bereits erwähnt, schnitt die Sparte International Sports Retail (einschließlich Heatons in Nordirland) viel besser ab und erhöhte ihren Umsatz um 38 Prozent auf GBP 665,6 Millionen. Maßgeblich an diesem Ergebnis beteiligt waren Währungseffekte und die 53. Woche, währungsbereinigt ergibt sich auf 52 Wochen gerechnet jedoch noch immer ein gesundes Plus von 5,9 Prozent, oder über 7 Prozent, wie Heatons ausgeklammert.

Doch die schlechten Nachrichten sind damit nicht vorbei, der bereinigte Umsatz von International Sports Retail lag mit einem Minus von 0,8 Prozent noch unter der Performance im Kerngeschäft. Und obwohl sich die die internationale Leistung im zweiten Halbjahr durch günstige Wechselkursbedingungen verbesserte, muss das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr mit höheren Währungsrisiken rechnen.

Wie bereits festgestellt, schnitt Premium Lifestyle relativ gut ab. Der Umsatz stieg um 11,6 Prozent auf GBP 202,2 Millionen, getragen durch das Onlinewachstum der Sparte. Doch wie steht es um das Markenportfolio?

Die Gesamteinnahmen des Großhandel- und Lizenzportfolios verbesserten sich um 4,1 Prozent auf GBP 241,1 Millionen. Die Wholesale-Umsätze stiegen um 2,4 Prozent auf GBP 201,4 Millionen, wenn auch die Margen rückläufig waren. Sowohl in Europa als auch in den USA hatte das Unternehmen im Großhandel Aufwind. Außerdem erklärte der Konzern, dass das Wachstum im US-Markt erwartungsgemäß ausfiel und dieser nun rund 35 Prozent des Großhandels-Gesamtabsatzes ausmache.

Der im Lizenzgeschäft erzielte Umsatz stieg stärker als gewohnt um 14,1 Prozent auf GBP 39,7 Millionen, gestützt durch 20 neue Lizenzvereinbarungen und die Erneuerung mehrerer laufender Verträge. Langfristig sieht Sports Direct die Lizenzen als Hauptwachstumsträger der Ertragskraft des Bereichs. Zu den zentralen Wachstumsmärkten dürften auch Australasien und die Pazifikregion zählen.

Was bedeutet dies für CEO Mike Ashley? In seiner Stellungnahme gab er sich nicht gerade optimistisch und erklärte, dass Währungseffekte in absehbarer Frist auch weiterhin ein Dorn im Auge des Unternehmens bleiben werden.

GRUND ZUR HOFFNUNG
 
Positiv ist für Ashley, dass die „die Anhebung des Retailspektrums auch weiterhin ein Hauptziel ist“. Das Unternehmen habe das Gefühl, diesbezüglich auf gutem Wege zu sein, da es mehr „Flagship- und New-Gen-Stores“ eröffnet, um das Angebot für die Kunden zu optimieren und „unsere Beziehung zu Drittmarken weiter zu pflegen“.

Der CEO wiederholt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg sei, um zum „Selfridges des Sportfachhandels“ zu werden. Er sieht insbesondere in den Flagship Stores ein hohes Potenzial. Das Unternehmen investierte im vergangenen Jahr über GBP 300 Millionen in Grundstücke und „freut sich, mitteilen zu dürfen, dass die Ergebnisse der neuen Flagship Stores ersten Hochrechnungen zufolge alle Erwartungen übertreffen“.

Sports Direct änderte auch den Ansatz im Bereich International Sports Retail und begann damit, „auf die Schlüsselmärkte zugeschnittene Ansätze zu entwickeln“. In ausgewählten Ländern sei die erste Phase der Umsetzung bereits angelaufen.



Sports Direct/Nike



Auch der Asics-Deal ist ein Hoffnungsträger. Der Konzern erklärt, dass die beiden Unternehmen eine neue strategische Partnerschaft geschlossen haben, „um auf die sich ständig wandelnden Bedürfnisse der Running-Kunden im heutigen Sportfachmarkt“ einzugehen. Seit mehreren Monaten überlegten sich die Partner gemeinsam, „was für die Sportler am besten ist“. Das Ergebnis ist die Neuaufstellung des Produktangebots von Asics mit einem spezifischen Asics-Bereich innerhalb ausgewählter Sports Direct Flagship Stores.

Der Startschuss für dieses Projekt dürfte im Frühjahr 2018 fallen, und Sports Direct ist überzeugt: „Das ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, als das Selfridges des Sportfachhandels gesehen zu werden. Wir stützen uns auf unsere Botschaft ‘The Home of Football’ und fokussieren uns dabei auf eine neue innovative Performance-Sport-Kategorie mit hohem Wachstumspotenzial“.

Werden alle diese Elemente in die Waagschale gelegt, so blickt das Unternehmen dennoch zuversichtlich in die Zukunft und rechnet im Geschäftsjahr 2018 mit einer bereinigten EBITDA-Wachstumsrate von 5 bis 15 Prozent.
 

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